Schwanger im Sommer

Sie können der Sonne eine richtig pralle Babykugel zeigen? Wie herrlich! Aber gerade im Sommer sollten werdende Mütter ein bisschen vorsichtig sein. Wir verraten, was für Schwangere in der warmen Jahreszeit besonders wichtig ist.

Schwanger in der warmen Jahreszeit? Toll, denn wenn die Sonne lacht müssen werdende Mütter ihren Babybauch nicht unter dicken Jacken verstecken. Worauf man achten sollte? Hier sind die wichtigsten Tipps:

Die Sonne richtig genießen

Dürfen schwangere Frauen ein Sonnenbad nehmen? Aber sicher. Wichtig ist ein guter Sonnenschutz (Faktor 30 bis 50+). Denken Sie immer daran, sich ausreichend vorher einzucremen.

Es gibt Frauen, die in der Schwangerschaft zu Pigmentstörungen oder sogenannten „Mutterflecken“ neigen. Sollten Sie betroffen sein: Dann bitte die Sonne vermeiden, fragen Sie eventuell Ihren Hautarzt nach weiteren Maßnahmen. Gerade im Sommer kann auch sehr trockene Haut problematisch werden. Hier helfen einige Hausmittel und natürlich viel trinken.
Generell hängt Ihr Risiko, Hautschäden von der Sonne zu bekommen, von ihrem Phototyp (Haar-, Haut- und Augenfarbe) ab und selbstverständlich davon, welche UV-Strahlen (Meer oder Berge) im Spiel sind. Auf keinen Fall ist eine Schwangerschaft ein Grund dafür, die Sonne gänzlich zu vermeiden. Es ist bewiesen, dass die Vitamin D-Zufuhr durch die Sonne sich positiv auf die Stimmung der Mutter auswirkt und das sie dafür verantwortlich ist, dass Sommerbabys grösser und stärker als Wintergeborene sind.

Schwanger im Sommer
Schwanger den Sommer genießen (Bild: © panthermedia.net kubais)

Auf ausreichend Flüssigkeit achten

Schwangere müssen insbesondere im Sommer verstärkt darauf achten, dass sie genug trinken. Dehydrierung kann bei Hitze sehr schnell für Mutter und Kind gefährlich werden.

Vermeiden Sie Kaffee, bevorzugen Sie Kräutertee (Achtung: nicht alle Sorten sind geeignet!), verdünnte Säfte oder Wasser. Sie sollten immer eine kleine Flasche Wasser dabei haben. Eine gute Idee bei Hitze: Füllen Sie eine Plastikflasche dreiviertelvoll und lassen Sie das Wasser über Nacht in der Kühltruhe frieren. Diese Eisflasche packen Sie am nächsten Morgen neben Ihre normale kleine Wasserflasche, die so prima gekühlt wird. Später können Sie auch das aufgetaute Wasser kühl genießen.

Leichte luftige Kleidung

Synthetische Stoffe atmen kaum – bevorzugen Sie natürliche Materialien wie Baumwolle, Leinen oder Seide. Je wärmer es draußen ist, um so angenehmer sind weit geschnittene luftige Kleidungsstücke. Enge Bauchgurte oder dicke Jeans engen im Sommer ein. Natürlich ist Kleidung immer Geschmackssache.

Auf jeden Fall sollten Sie flache bequeme Schuhe, eventuell eine halbe Nummer größer, bevorzugen. Wenn Sie den hohen Absätzen nicht widerstehen können – probieren Sie es aus. Vielleicht sind Sie ja die Frau, die der Schwerkraft strotzen kann: Alle anderen haben nämlich nach zwei Stunden spätestens das Gefühl, Füße in Schuhgröße 52 zu haben…

Immer schön cool bleiben

Denken Sie daran, dass Sie Ihren Körper nicht überhitzen sollten. Also ruhig oft in den Schatten gehen, alles ein bisschen langsamer angehen. Ein paar Spritzer Rosen- oder Lavendelwasser können sehr erfrischen. Oder auch einfach nur kaltes Wasser aus einer Sprühflasche in Gesicht spritzen.

Wenn Sie im Büro arbeiten, ziehen Sie die Schuhe aus, arbeiten Sie barfuß oder erfrischen die Füße kurz mit kühlendem Gel. Auch die Handgelenke unter fließendem Wasser abzukühlen kann herrlich frisch wirken.

Und nachts? Kühlen Sie Arme und Beine sich vor dem Einschlafen mit eiskaltem Wasser (im Waschbecken oder Wanne, Unterarme bzw. Waden eintauchen) ab. Dann gut lüften und eventuell nur unter einem Laken schlafen. Gerade in der Schwangerschaft ist guter Schlaf wichtig.

Wo Wasser nicht sein sollte…

Bei warmen Wetter leiden fast alle Schwangeren: Ringe gehen nicht mehr von den geschwollenen Fingern, der Rand der Socken zeichnet sich am Bein ab und kein Schuh will mehr richtig passen. Wasserablagerungen, auch Ödeme genannt, sind immer zu vermeiden. Aber man kann vorbeugen:

  • Beine möglichst oft hoch legen, beim Sitzen nicht übereinanderschlagen
  • Flache Schuhe
  • Stützende Strümpfe oder Strumpfhosen
  • Regelmäßig kalt duschen
  • Auf keinen Fall: Entwässerungstees oder Reistage einlegen!

Generell sind leichte Wassereinlagerungen zwar unangenehm, aber harmlos. Sollten Sie unter ihnen leiden, machen Sie bei ihren Frauenarzt auf jeden Fall darauf aufmerksam. Sollte zusätzlich Eiweiß im Urin und ein zu hoher Blutdruck festgestellt werden, könnten dies auch die Zeichen einer beginnenden Gestose sein.

Richtig Essen bei warmen Wetter

Mehr als in jeder anderen Jahreszeit sollten Schwangere im Sommer auf Ihre Ernährung achten. Sicher fällt es bei Hitze leichter, viel gesundes Obst und Gemüse zu essen. Auch die Empfehlung vieler kleinerer Mahlzeiten ist kein Problem – wer hat schon jetzt Lust auf einen fetten Schweinebraten mit Rotkohl und Kartoffeln?

Besonders wichtig ist für werdende Mütter, dass sie nur wirklich Frisches zu sich nehmen. Bakterien lieben warmes Wetter und Salmonellen und können gerade jetzt sich gut ausbreiten. Und dies ist für Schwangere gefährlich. So gut Eis im Sommer schmeckt: Essen Sie nur dort Eis, wo Sie sich sicher sind, dass die Kühlung funktioniert und keine rohen Eier verwendet werden. Also nicht unbedingt beim fahrenden Händler am Badesee naschen. Reines Fruchteis ist immer ungefährlich, weil es keine Eier enthält, und zudem erfrischt es besser als Milcheis.

Beim Grillen wird gern das Fleisch schon lange vorher aus dem Kühlfach genommen – achten Sie darauf, dass Sie nur wirklich gut Durchgebratenes essen. Gleiches gilt auch für Reste vom Vortag – immer gut durchwärmen.

Ruhe und Gemütlichkeit

Schwangersein macht müde – und in Kombination mit warmen Wetter kann das sehr anstrengend werden. Wer eine Neigung zu Migräne hat, ist vielleicht besonders betroffen.

Auch der Kreislaufprobleme kommen im Sommer häufig vor. Gönnen Sie sich bewusst Auszeiten, genießen Sie die Schwangerschaft so gut wie möglich. Kleine Nickerchen, viele Pausen und ganz viel Wohlfühlen sind jetzt wichtig. Verwandeln Sie Ihre Wohnung in eine kleine Wellness-Oase, entspannen Sie am Badesee.

Und wenn schon Geschwister da sind: Setzen Sie sich mit ins Planschbecken oder in den Schatten. Organisieren Sie sich ab und an einen Babysitter, damit Sie ganz bewusst frei nehmen können. Und dann setzen Sie sich entspannt in ein Café lassen sich die Sonne auf die Nase scheinen und streicheln Sie den Bauch. Denn Schwangersein im Sommer kann einfach schön sein.

7 Gedanken zu „Schwanger im Sommer“

  1. Ich Sonne mich immer und viel dadurch tankt man auch ordentlich Vitamin D Ich bin 49 Jahre alt und benutze sogut wie nie Sonnencreme und ich bin gesund und meine Haut ist wunderschön dazu habe ich auch 2 gesunde Töchter zur Welt gebracht trotz Sonne Man darf sich nicht zu viele Gedanken machen wenn einem nach Sonne ist dann sollte man sie auch nicht meiden! Und wenn man keine Angst hat und sich keine Sorgen macht sondern nur positiv denkt dann passiert auch nichts.

    • Sehr verantwortungslos sich nicht einzucremen, aber muss ja jeder selbst wissen. Zum einen kommt es natürlich drauf an, welchen Hauttyp man hat. Aber nur weil die Haut ,,schön“ aussieht, heißt dass nicht, dass sie gesund ist. Sowas rächt sich nämlich -und das ist das gefährliche- meist erst viele Jahre später.
      Also Sonnen im Maße: ja! Aber unbedingt eincremen!

      Liebe grüße eine angehende Hautärztin

      • ja genau, alles ist ungesund! laut der medizin! Wieso ist sich nicht einzucremen bitte verantwotungslos?? Verantwortungslos ist was die ärzte tun! Die richtige natur des menschen zu vergessen und nur an das zu glauben was in den büchern steht! Der urinstinkt ist bei euch schon völlig verschwunden! DAs ist verantwortungslos! Unnätürliche sachen zu empfehlen wie 1000 cremes, pflegemittel, und das was isch am schimmsten finde ist kindern pulvermilch zu geben!! Was soll daran bitte gut sein?? Alles was künstlich hergestellt ist , ist gut und das natürliche schlecht?? Was für ein Blödsinn!! Mediziner müssen nicht auch gleich intelligent sein, vorallem nicht wenn sie nicht selbst ihre eigene meinung bilden sonder nur an das glauben was man ihnen beibringen will!! Wie Marionetten!

    • Was bedeutet den noch „schön“? Ich kenne ein 21 jähriges Mädchen die 3 mal in der woche ins Solarium geht ihre Haut schaut jz schon aus wie bei einer 40 jährigen. Und das sind nicht die gene ich kenne ihre Mutter und ihre beiden älteren Schwestern und die haben noch keine tiefen falten im Gesicht wie ihre jüngere Schwester. Nicht mal dir Mutter…

    • Bei mir wurde mit 27 Jahren (!!!) ein bösartiger (schwarzer) Hautkrebstumor festgestellt. Ich war nie die große Sonnenanbeterin. Zwei OPs, Therapie und die Schmerzen sind es einfach nicht wert! Ich gehe nur noch eingecremt in die Sonne, mag meine Blässe und hoffe, dass der Krebs nicht zurück kommt! Monat, deine Einstellung kann ich nicht nachvollziehen.

  2. ich bin froh, dass wir mittlerweile mehr wissen, als die Generation die sich 14 Tage am Stück in Rimini in die pralle Sonne gelegt hat. Die Hautkrebszahlen sprechen für sich (z.B. jeder 5. Australier) Ich arbeite mit Kindern von 3 bis 6 Jahren und wir richten uns nach dem UV Index im Internet. Wenn es der UV Index anzeigt werden alle Kinder mit Sonnenschutz eingecremt und nur mit Kopfbedeckung rausgelassen. Wenn es zu heiß ist gehen über die Mittagsstunden nach drinnen und geplanscht wird mit T-Shirts. Die Verantwortung ist zu groß um leichtfertig damit umzugehen.

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