Mütterquote gewünscht?

Weil die Geburten weiter sinken, schlagen einige Unionspolitiker nun vor, Mütter bei Bewerbungen gezielt zu bevorzugen. Ist das eine gute Idee?
 
Die Fakten: 2009 wurden so wenige Babys wie noch nie in der Geschichte der Bundesrepublik Deuschland geboren, nämlich 651.000. Das sind 30.000 weniger Neugeborene als 2008.
 
Bevölkerungsexperten sind beunruhigt über den dramatischen Rückgang der Geburten, weil mittlerweile geschätzte 25-33 % der Bevölkerung hierzulande keine Kinder hat.
 
Krippenplatzangebot, Öffnungzeiten der Kindergarten, die Preisgestaltung der Gebühren und das Elterngeld scheinen als Instrumente der Familienpolitik in Deutschland den negativen Trend nicht stoppen zu können.
 
Die Idee: Johannes Singhammer (stellvertretender Vorsitzender der Unionsfraktion) plädiert nun für eine gezielte Bevorzugung von Müttern bei der Vergabe von Jobs.
 
Andere Politiker wie die bayerische Sozialministerin Christine Haderthauer von der CSU sprechen sich für eine „Elternquote“ aus, bei der auch Väter bevorzugt eingestellt werden müssten.
 
Der Deutsche Industrie- und Handelskammertag DIHK lehnte den Vorschlag bereits ab. Für ihn liegt der Schlüssel zu einer bessseren Vereinbarkeit von Familie und Beruf beim Ausbau der Kinderbetreuung. Und auch Familienministerin Schröder (CDU) spricht sich gegen die Idee der Mütterquote aus. 
 
Was meinen Sie? Möchten Sie eine Mütterquote? Oder lieber eine Väterquote? Oder nichts von beidem?
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