Geburtsvorbereitungskurse

Gerade beim ersten Kind ist die Unwissenheit groß: Wie wir die Geburt ablaufen? Was muss ich wissen? Und wie ist das mit dem Atmen und Pressen? Ein Geburtsvorbereitungskurs vermittelt Basics und Zuversicht. Und wann soll ich mich für einen Kursus anmelden?

Diese Fragen und viele mehr beantwortet ein Geburtsvorbereitungskurs, den gesetzlich Krankenversicherte kostenlos bei einer Hebamme besuchen können. 14 Termine werden bezahlt – wenn der Partner mitkommen möchte, muss dies allerdings aus eigener Tasche finanziert werden.

Vielzahl an Angeboten
Sie haben die Wahl: 14 Einzeltermine mit wöchentlichem Abstand, ein Kurzkurs mit 10 Terminen, ein Kompaktkurs am Wochenende, Frauen unter sich oder ein Kurs mit Männern. Manche Paare wählen auch die Variante „Frauenkurs mit Männerabschlussabend“.
Der Kompaktkurs am Wochenende kann ein guter „Notnagel“ sein, falls die werdenden Eltern eine zeitige Anmeldung zum wöchentlich stattfindenden Basiskurs verpasst haben – denn oft sind diese Kurse schon ausgebucht, wenn man erst in der 18. SSW daran denkt, sich dafür anzumelden.
Außerdem gibt es neben den Basiskursen jede Menge spezielle Angebote wie Yoga für Schwangere, Wassergymnastik für Schwangere etc. Diese Kurse dienen allerdings eher der Entspannung und Wellness als der Wissensvermittlung.
Wann anmelden? Und wann hingehen?
Je früher Sie sich anmelden, desto höher Ihre Chancen, bei der Hebamme Ihrer Wahl im Kursus Ihrer Wahl unterzukommen. Es spricht nichts dagegen, sich schon zu Beginn der Schwangerschaft zu informieren und, falls möglich, bereits eine Anmeldung zu tätigen.
Einigen Frauen wird dies vielleicht zu heikel sein, weil sie lieber die ersten kritischen 12 Wochen abwarten wollen – dann empfiehlt es sich eben, gleich zu Beginn des 4. Monats einen Kurs zu buchen.
Der Kursus wird dann ab der 20. SSW bis zur 24. SSW stattfinden und die Schwangere um die 36. SSW „entlassen“.
Was lernt man konkret?
Ein guter Geburtsvorbereitungskurs informiert über die Schwangerschaft und das Wachstum des Babys, die Geburt selber mit ihren Phasen und den Wehen, Gebärpositionen, Schmerzlinderung bei der Geburt, Sonderfälle wie den Kaiserschnitt, das Stillen und Babypflege. Es werden Atemtechniken für die Geburt trainiert, gymnastische Übungen gemacht, Massagetechniken vermittelt und Körpererfahrung praktiziert.
Als netten Nebeneffekt sehen viele Schwangere den Kontakt zu anderen Frauen, die Kinder erwarten. Oft entstehen durch diesen Erfahrungsaustausch Freundschaften.
Foto: © kzenon für istockphoto
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