Lea Sophie – mit Saugglocke auf die Welt

Hebamme und Ärztin bekamen Panik, weil unser Baby mit dem Kopf fast schon draußen war, aber nicht mehr raus kam. Die Ärztin fummelte mir die Saugglocke unten rein. Mann, ich hätte ihr am liebsten den Fuß ins Gesicht getreten, so höllisch tat das weh!
Ich habe schon früh am Anfang mitbekommen, dass ich schwanger war, das war so um den 01.12.2009. Wir freuten uns so riesig auf unser Baby! Aber die Schwangerschaft verlief nicht ohne Komplikationen. Ich bekam Blutungen, Erstickungsanfälle und anderes.
 
Der eigentliche Geburtstermin war der 09.07.2010. Im April 2010 wurde festgestellt, dass ich einen sehr starken Widerstand auf der linken Seite im Uterus hatte. Aber ich musste schon seit Mai 2010 immer wieder zur Kontrolle ins Krankenhaus, da unser Baby nicht mehr zunahm und nicht wuchs. Ich musste alle 2 Tage immer wieder zur CTG Kontrolle kommen. Ende Mai 2010 sagte ich dann dem Arzt, dass ich langsam keine Lust mehr habe alle 2 Tage zur CTG Kontrolle zu kommen, weil es auch einfach stressig für mich war. Er schickte mich dann über meinem Geburtstag (05.06.) nach Hause, ich sollte aber 2 Tage später nochmal ins Krankenhaus kommen.
2 Tage später (07.06.) besprachen wir dann den weiteren Werdegang der Schwangerschaft. Da unser Baby nicht mehr wuchs und zunahm, wollte ich einen Kaiserschnitt. Der Arzt überzeugte mich dann aber, noch eine Woche zu warten und dann mit einem Gel die Geburt einzuleiten.
 
Eine Woche Später (15.06.) wurde mir morgens gegen 10 Uhr das Gel in den Gebärmutterhals eingeführt. Dabei wurde festgestellt, dass der Muttermund schon 1 cm offen war. Den ganzen Tag lag ich zur Kontrolle am CTG, die Wehen waren schon nach einer Stunde heftigst zu spüren. Am Ende des Tages (ca. 23 Uhr) war dann der Muttermund schon 3 cm auf. Dann wurde ich aufs Zimmer geschickt, um mich etwas auszuruhen.
 
Aber um 4 Uhr (16.06.) waren die Wehen so heftig, dass ich nochmal in den Kreissaal ging. Dort bekam ich von der Hebamme (was ich gar nicht verstand, weil die Geburt ja eigentlich weiter gehen sollte) ein Zäpfchen und eine Tablette, damit die Wehen gestoppt wurden. Danach sollte ich wieder aufs Zimmer gehen. Um 9 Uhr wurde ich dann wieder in den Kreissaal geschickt, damit nochmal mit dem Gel erneut eingeleitet werden sollte. Die Hebamme meinte, sie wolle es nicht mehr mit dem Gel machen, da der Muttermund jetzt schon 5 cm offen sei.
 
Dann bekam ich einen Wehentropf und siehe da 5 Stunden später (ca 14 Uhr) war der Muttermund komplett auf. Jetzt wollte ich eine PDA haben, da nichts weiter ging und ich Schmerzen ohne Ende hatte. Um 16 kam dann eine Ärztin vorbei und machte mir die Fruchtblase auf und ich sollte versuchen zu pressen, wenn eine Wehe kam.
 
Ich presste und presste, aber unser Baby wollte einfach nicht raus. So um 17:30 Uhr bekam die Hebamme und die Ärztin Panik, weil unser Baby mit dem Kopf fast schon draußen war, aber nicht mehr raus kam (Not-Kaiserschnitt ging nicht mehr)! Sie holten den Oberarzt. Er sagte, sie sollten es mit der Saugglocke probieren. Die Ärztin fummelte mir das Ding unten rein (man, ich hätte ihr am liebsten den Fuß ins Gesicht getreten, so höllisch tat das weh).
 
Aber um 17:51 Uhr waren alle Strapazen geschafft. Unsere Kleine Lea Sophie erblickte das Licht der Welt, und alle Schmerzen waren wie weggeblasen. Lea Sophie wog 2130 Gramm, KU 31 cm und war 44 cm groß!
Nach der Geburt wurde ich noch genäht, ich hatte einen inneren Dammriss 2. Grades. Ich durfte meine kleine Maus mit aufs Zimmer nehmen, sie sollte aber sicherheitshalber 2 Tage ins Wärmebettchen.
 
Jetzt, knapp 2 Monate nach der Geburt, sind wir so glücklich mit unseren Sonnenschein. Wir können und wollen es uns ohne Lea Sophie gar nicht mehr vorstellen! Wir lieben sie ganz arg und wird von allen Omas und Opas zugeschüttet mit Geschenken und betüddelt.
Bildnachweis: von privat
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