Immer mehr dicke Kinder: WHO fordert weniger Werbung für Junkfood und Süßes

Um dem Problem nun aktiv zu begegnen, fordert Ernährungswissenschaftlerin Juana Willumsen von der Weltgesundheitsorganisation (World Health Organisation, WHO) eine Einschränkung der Werbung für Süßes, Junk-Food und auch Bier.

Juana Willumsen ist Expertin auf dem Fachgebiet der Fettleibigkeit bei Kindern und konstatiert gegenüber der Deutschen Presse Agentur (dpa): “Es reicht nicht, bei Werbung auf eine freiwillige Selbstkontrolle durch die Hersteller von Junk Food zu setzen”, diese funktioniere nicht. Gerade Kinder (bis 16 Jahre) sind sehr anfällig auf Werbung für Süßes und Fettiges. Willumsen ist daher für eine klare Regulierung der Werbung, bei der Verstöße mit Strafen geahndet werden müssen.

Immer mehr dicke Kinder: WHO fordert weniger Werbung für Junkfood und Süßes (© Getty Images)
Immer mehr dicke Kinder: WHO fordert weniger Werbung für Junkfood und Süßes (© Getty Images)

Schulkinder hätten laut der WHO-Statistik in Deutschland 2014 weniger Obst- und Gemüse gegessen als noch 2002. Auch der Softdrink-Konsum steige wieder – und gerade süße Drinks gelten als besonders gefährdend, wenn es um Adipositas und Übergewicht geht. Bier mache ebenfalls dick und Werbung dafür sei in Deutschland nicht verboten, so Willumsen. Das trage womöglich zum steigenden Gewicht vieler Erwachsener, aber auch vieler Jugendlicher bei.

Die WHO empfiehlt mehr Schulsport sowie eine Stadt- und Transportplanung, die Laufen, Fahrradfahren und sportliche Freizeitbeschäftigung fördert.

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