TÜV: Billig-Spielzeuge oft mangelhaft

Der TÜV Rheinland hat 45 Spielwaren aus beliebten europäischen Urlaubsregionen getestet. Das Ergebnis ist ernüchternd.

Es ist Urlaubszeit, viele Familien verbringen gemeinsame Tage am Strand. Da darf das Spielzeug für die Kinder natürlich nicht fehlen. Doch der TÜV Rheinland warnt nach neuesten Testergebnissen vor gefährlichen Spielwaren.

Der TÜV Rheinland hat insgesamt 45 Spielzeuge getestet, die er für Preise zwischen 99 Cent und ca. 20 Euro in den letzten Wochen gekauft hat. Der Einkaufsort: beliebte Urlaubsregionen in Deutschland, Italien, den Niederlanden und Spanien. Alle Produkte stammen aus Geschäften direkt am Stand, aus Souvenir- oder Billigläden – also dort, wo jeder deutsche Urlauber einkauft.

Strandspielzeug mit Mängeln
TÜV: Strandspielzeug oft mangelhaft (Foto: Thinkstock)

In den Testlaboratrien prüfte der TÜV Rheinland die Spielzeuge in mechanischer und chemischer Hinsicht auf die Vorgaben der EU-Spielzeugrichtlinie. Das Ergebnis: mehr als jedes zweite Spielzeug wies Mängel auf, zum Teil schwerwiegende. „Neben verschluckbaren Kleinteilen haben wir unter anderem auch Klemmstellen oder Mängel bei der elektrischen Sicherheit gefunden“, erklärt Prof. Ralf Wilde, Executive Vice President Produkte bei TÜV Rheinland. „Diese Produkte stellen ein Sicherheitsrisiko für Kinder dar und dürfen so nicht verkauft werden.“

Auch bei der chemischen Prüfung fielen acht Produkte durch. Es wurden Stoffe gefunden, die in Verdacht stehen, krebserregend zu sein. Bei einer Seifenblasenpistole war die Flüssigkeit mikrobiologisch verkeimt. Ein weiteres Produkt verstieß gegen Umweltanforderungen, da es erhöhte Gehalte an Schwermetallen aufwies.


(Quelle: www.tuv.com)