Insolvenz: Toys R Us muss in den USA 880 Filialen schließen

Das Weihnachtsgeschäft sollte zeigen, ob Toys R Us noch eine Chance auf dem amerikanischen Markt hat. Heute steht fest: Die insolvente Firma hat keinen Käufer für seine 880 Filialen in den USA gefunden. Es stehen 33 000 amerikanische Arbeitsplätze auf dem Spiel.

Toys R Us in Deutschland (CC BY 3.0 Photo: Andreas Praefcke / Wikimedia)
Was bedeutet die Pleite in den USA für den deutschen Markt? (CC BY 3.0 Photo: Andreas Praefcke / Wikimedia)

Unternehmenschef Dave Brandon zeigt sich bestürzt über den Ausgang der jüngsten Verhandlungen zur Umschuldung und der Schließung der Filialen. Es sei “ein tieftrauriger Tag für uns und die Millionen Kinder und Familien, denen wir in den vergangenen 70 Jahren gedient haben“, sagte er. Die Schließungen sollen nach und nach erfolgen und nicht auf einen Schlag.

Gründe, warum das Unternehmen so hoch verschuldet ist (ca. 8 Milliarden Dollar), sind einerseits der übermächtige Konkurrent Amazon im Onlinehandel, andererseits die Mitbewerber im Einzelhandel (Walmart und Target).

Auch in Großbritannien sollen alle Filialen geschlossen werden. In Deutschland fürchten nun mehr als 1800 Mitarbeiter, inwieweit das Scheitern in den USA ihre Arbeitsplätze betreffen wird. Weltweit hat das Unternehmen etwa 64 000 Angestellte.

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