Toys „R“ Us in GB sortiert Spielzeug nicht mehr nach Geschlecht

In den Filialen der britischen Kette von Toys „R“ Us werden Spielwaren zukünftig nicht mehr nach Geschlecht geordnet angeboten – dies kündigte der Händler am Freitag an.

Diese Änderung der Verkaufspolitik kam durch eine Initiative namens „Let Toys Be Toys“ (Lasst Spielzeug einfach Spielzeug sein) zustande, die gefordert hatte, Kinder in ihrer Rollenentwicklung nicht einzuschränken und der Fantasie mehr Freiraum zuzugestehen.

Toys R Us Filiale in New York (Foto:  Jens Dahlin / Flickr CC BY-NC-ND 2.0)
Toys R Us Filiale am New Yorker Times Square (Foto: Jens Dahlin / Flickr CC BY-NC-ND 2.0)

Auch andere große britische Händler haben bereits ähnliche Schritte unternommen – so auch Tesco, Sainsbury’s und der Drogerist Boots. In keinem dieser Geschäfte soll es zukünftig speziell ausgewiesene „Jungs“ und „Mädchen“ Abteilungen geben.

Megan Perryman von der Initiative „Let Toys be Toys“ sagte: „Wir sind sehr froh darüber, so eng mit einem der ganz großen Spielzeughändler zusammenzuarbeiten und glauben, wir haben viele gemeinsame Überzeugungen. Sogar im Jahr 2013 werden Jungen und Mädchen noch so erzogen, dass sie glauben, es gebe bestimmte Spielsachen, die nur für Jungs sind, und andere eben nicht. Das ist nicht nur irritierend, sondern schränkt die Kinder ein, weil diese Annahme ihre Vorstellung darüber, was sie sind und was sie werden können, stark beeinflusst. Wir freuen uns, dass Toys „R“ Us hier eine Vorreiterrolle für eine weniger einschränkende Zukunft übernimmt.“