Überraschungs-Baby: 18-Jährige erwacht nach 4 Tagen im Koma als Mutter

Eine 18-Jährige wird wegen Kopfschmerzen, Übelkeit und Krämpfen ins Krankenhaus gebracht. Nach 4 Tagen im künstlichen Koma erwacht sie als frisch gebackene Mutter.

Die 18-Jährige Ebony Stevenson aus Manchester klagte am 2. Dezember 2018 über Kopfschmerzen, Unwohlsein, und wollte sich zum Schlafen hinlegen. Als sie wach wurde, musste sie sich erbrechen und erlitt im Beisein ihrer Mutter mehrere Krampfanfälle. Die besorgte Mutter wählte den Notruf und schon wenige Minuten später waren beide unterwegs ins Krankenhaus und die Teenagerin wurde ins künstliche Koma versetzt.

Ebony Stevenson und ihre Tochter Elodie (Quelle: action press)

Schon bei der Ankunft fragten die Sanitäter, ob die junge Frau schwanger sei, was die Mutter vehement verneinte. „Obwohl ich darauf bestand, dass sie nicht schwanger sein könnte, waren sich die Rettungssanitäter sicher und zu meinem Entsetzen hatte sich ihr Bauch zu einer Kugel geformt.“

Wie sich herausstellte, war der Verdacht der Sanitäter richtig – die Teenagerin war hochschwanger und zeigte Symptome einer Schwangerschaftsvergiftung. Jedoch stellte sich die Frage, wie die Schwangerschaft unbemerkt bleiben konnte. Ebony Stevenson hat die angeborene Fehlbildung Uterus didelphys, die erst im Krankenhaus festgestellt wurde. Dabei gibt es im Körper eine Doppelanlage der Gebärmutter und der Vagina.

Sie konnte über die Dauer der Schwangerschaft keine Symptome feststellen. Ihr Bauch blieb unverändert, sie hatte nicht mit Übelkeit zu kämpfen und durch die zweite Gebärmutter hatte sie auch weiterhin ihre Periode. Das Kind nistete sich in der Gebärmutter ein, die zum Rücken hin ausgerichtet war. Durch die Krampfanfälle konnte sich diese verschieben, sodass plötzlich ein runder Bauch zum Vorschein kam.


Durch die Schwangerschaftsvergiftung, oder auch Präeklampsie, war sowohl die Mutter als auch das Kind in Gefahr, sodass ein Notkaiserschnitt durchgeführt wurde, während Ebony im Koma lag. Drei Stunden nach dem ersten Anfall brachte sie so ihre 3300 Gramm schwere Tochter Elodie zur Welt.

Nach vier Tagen im künstlichen Koma wird die 18-Jährige mit der überraschenden Neuigkeit konfrontiert. Rückblickend sagt sie:

„Ich erinnere mich daran, dass die Krankenschwestern mir nach dem Aufwachen sagte, dass ich ein Baby bekommen habe und noch bevor ich reagieren konnte, haben sie mir das Baby auf die Brust gelegt. Ich habe sie gebeten, das Kind wegzunehmen. Ich war so verwirrt und mir sicher, dass es eine Verwechslung gegeben hatte.”

Weiterhin sagt sie: „Aus dem Koma aufzuwachen und zu hören, dass man schwanger gewesen ist und ein Mädchen auf die Welt gebracht hat, war gelinde gesagt überwältigend. Mein Baby zu sehen, war so unwirklich. Es fühlte sich an wie eine außerkörperliche Erfahrung. Ich hatte Angst davor, dass ich keine Beziehung zu meiner Tochter haben würde, weil ich keine Zeit hatte, mich darauf einzustellen – aber sie ist großartig. Es ist ein absolutes Wunder. Ich würde Elodie gegen nichts in der Welt eintauschen.“

Die kleine Familie konnte Mitte Dezember nach Hause und Elodie konnte ihre Onkel und Tanten kennenlernen, die nur wenig älter sind als sie: Kennedy (12), Poppy (8), Pia (3) und Navy (2).

Ihr Studium der Sport-Physiotherapie will Ebony schon in Kürze fortsetzen. Ihre Mutter und frischgebackene Oma hilft ihr und kümmert sich um Haushalt und die Kinder. Sie ist ganz begeistert davon, wie ihre Tochter die neue Situation meistert: „Ebony ist eine großartige Mutter, ein Naturtalent.“

Die Ärzte sind sich einig, dass Elodie ein absolutes Wunderkind ist. Frauen mit Uterus didelphys haben normalerweise große Probleme überhaupt schwanger zu werden, oder verlieren ihre Kinder häufig nach ein paar Wochen.

Werbung