Stiftung Warentest stellt Holzspielzeug für Kleinkinder schlechtes Zeugnis aus

Stiftung Warentest hat 30 Holz­spielsachen für Kinder bis drei Jahre geprüft und fand in mehr als der Hälfte gefähr­liche Substanzen. Nicht einmal jedes zweite geprüfte Produkt konnte mit gut oder befriedigend bestehen.

Stiftung Warentest (StiWa) hat 30 Holz­spielzeuge für Kinder bis drei Jahre unter die Lupe genommen und stellt ihnen ein denkbar schlechtes Zeugnis aus. Mehr als die Hälfte der Holzspielzeuge enthält gefähr­liche Substanzen und zwei enthalten sogar Kleinteile, an denen Kinder ersti­cken könnten.

Holzspielzeug im Test (© Stiftung Warentest)
Holzspielzeug im Test (© Stiftung Warentest)

Von den 30 getesteten Holzprodukten für Kinder bis drei Jahre haben sieben mit Testurteil „mangelhaft“ und neun mit „ausreichend“ abgeschlossen. Als sicher und unbelastet konnten acht Spielzeuge mit „gut“ bestehen. Als akzeptabel beurteilt StiWa auch Spielzeuge, die im Test mit „befriedigend“ abgeschnitten haben.

Geprüft wurden Greifspielzeuge und Wagenketten, Bauklötze, Puzzles, Holzfahrzeuge und Schiebe- und Nachziehspielzeug von Markenprodukten wie Haba, Brio, Ravensburg, Eichhorn, Selecta, Heros und Ostheimer bis hin zu Ikea, Karstadt, Spiele Max und Toys R Us. Alle wurden im Schnitt 65 Einzeltests unterzogen.

Bei zwei Produkten könnten verschluckbare Teile Kleinkinder gefährden, die daran im schlimmsten Fall ersticken könnten. Bei anderen wiederum wurden in den Lacken, im Sperrholz oder in den Schnüren Schadstoffe gefunden, die ihre Wirkung manchmal erst nach Jahren entfalten.

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Nachgewiesen wurden vor allem Polyzyklische aromatische Kohlenwasserstoffe (PAK), Formaldehyd, nitrosierbare Stoffe oder Organzinnverbindungen – allesamt gesundheitsgefährdende Stoffe, die Krebs erzeugen können und das Erbgut oder die Fortpflanzungsfähigkeit schädigen können. Darüber hinaus fanden die Prüfer Nickel, das als starkes Kontaktallergen gilt.

Das Fatale an den gefährlichen Schadstoffen, betont StiWa: Man kann sie nicht sehen und nur selten riechen. Kinder können sie einatmen, über Mund und Haut aufnehmen oder auch während des Spielens daran lutschen, knabbern oder es einfach nur anfassen.

Den ausführlichen Test zum Holzspielzeug können Interessierte der Dezember-Ausgabe „test“ entnehmen oder online unter www.test.de/spielzeug abrufen.

Video: Holzspielzeuge im Test

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