RKI-Studie: Kindern und Jugendlichen in Deutschland geht es gut

Den meisten Kindern in Deutschland geht es gut oder sehr gut. Zu diesem Ergebnis kommt das Robert Koch-Institut (RKI) nach Auswertung der ersten Daten aus der Langzeitstudie zur Gesundheit der Kinder und Jugendlichen in Deutschland namens KiGGS.

„Den allermeisten Kindern in Deutschland geht es gut oder sehr gut,“ lautet es in der neuesten Pressemitteilung des Robert Koch-Instituts (RKI). Dies gehe laut RKI nun aus den ersten Daten der neuen „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS) hervor.

Die KiGGS ist Teil des vom RKI durchgeführten langfristigen Gesundheitsmonitorings in der Bevölkerung und soll regelmäßig wiederholt werden. Mit der Lang­zeit­studie will man die gesundheitliche Situation der in Deutschland lebenden Kinder und Jugendlichen bis ins Erwachsenenalter beobachten.

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Erste Ergebnisse der „Studie zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland“ (KiGGS) liegen vor (Bild: Pixland)

Die Datenerhebungen für die Langzeitstudie KiGGS erfolgt in Wellen. In einer ersten Welle von 2009 bis 2012 wurden erste Befragungen durchgeführt, deren Ergebnisse nun teilweise vorliegen. Demnach gibt es neben dem gesundheitlichen Wohlergehen von ca. 16.000 Teilnehmenden auch erste Ergebnisse zu sportlicher Betätigung, Unfallverletzungen, HPV-Impfquote, Allergien, Ernährung, Alkohol- und Tabakkonsum sowie zur Nutzung von Bildschirmmedien. Von 2013 bis 2016 dann sollen weitere Befragungen und Untersuchungen in einer zweiten Welle erfolgen. Diese bundesweite Datenerhebung des RKI zur Gesundheit von Kindern und Jugendlichen im Alter von 0 bis 17 Jahren soll Aussagen zu Trends in der gesundheitlichen Lage ermöglichen.

Für die KiGGS werden sowohl die Eltern minderjähriger Studienteilnehmer als auch die Teilnehmer selbst (ab 11 Jahre) befragt. Weiterhin werden medizinische Untersuchungen und Laboranalysen (Blut-/Urinproben) durchgeführt.


Die ersten Ergebnisse im Überblick:

  • Subjektives Befinden: Insgesamt 94 Prozent der befragten Eltern stuften den allgemeinen Gesundheitszustand ihrer Kinder als gut oder sehr gut ein. Auch 88 Prozent der 11-bis 17-Jährigen kommen zu dieser Einschätzung.
  • Allergien: Bis zu 9 Prozent der Kinder und Jugendlichen waren in den zwölf Monaten vor der Befragung von Heuschnupfen, 6 Prozent von Neurodermitis und 4 Prozent von Asthma betroffen. Der Anteil der Kleinkinder mit Heuschnupfen und Asthma ist im Vergleich zur KiGGS-Basiserhebung (2003 bis 2006) weiter gestiegen.
  • Anteil der gegen HPV-geimpften Mädchen: 53 Prozent der 14- bis 17-Jährigen sind mindestens einmal und 40 Prozent dreimal (vollständig) gegen HPV immunisiert worden.
  • Schwimmen: Das Schwimmen haben die heute 11- bis 17-Jährigen mit sechseinhalb Jahren (Durchschnittswert) gelernt, wobei sozial benachteiligte Kinder das Schwimmen deutlich später lernen konnten. Nur ein kleiner Teil der heutigen Jugendlichen kann gar nicht schwimmen.
  • Generell zeigte sich: bei den gesundheitlichen Risikofaktoren gab es deutliche soziale Unterschiede.

Alle Studienergebnisse hat das RKI nun in der Broschüre „Die Gesundheit von Kindern und Jugendlichen in Deutschland – 2013“ veröffentlicht, die Interressierte auch als pdf-Datei auf der offiziellen Website www.kiggs-studie.de abrufen können.

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