Reifere Babys später mit besseren Noten

Eine Schwangerschaft von 40 Wochen wirkt sich positiv auf die Gehirnentwicklung des Ungeborenen aus. Kinder, die länger als 38 Wochen im Bauch der Mutter verbrachten, erzielten einer neuen Studie zufolge später die besseren Schulnoten.

Die schulischen Leistungen eines Kindes hängen auch davon ab, wie viel Zeit sie im Bauch der Mutter verbracht haben. Je länger Babys im Bauch ihrer Mutter verbringen können, desto mehr Zeit hat das Gehirn für die Entwicklung. Laut einer neuen Studie könnte ein Zusammenhang zwischen der Dauer der Schwangerschaft und späteren Schulnoten im Rechnen und Lesen bestehen.

Für die im Juli in der amerikanischen Fachzeitschrift „Pediatrics“ erschienene Studie wurden nicht nur Frühchen – also Kinder, die vor der 37. Schwangerschaftswoche geboren wurden – untersucht. Auch die Daten sogenannter reifer Kinder, die nach der 37. Woche zur Welt kamen, wurden von den Forschern analysiert.

Studie: Reifere Babys klüger
Studie: Reifere Babys klüger? (Foto: Goodshoot)

Schon wenige Wochen machen den Unterschied: später geborene Kinder, also die nach der 37. oder gar 38. Woche geboren wurden, hatten es demnach in der Schule leichter als früher geborene Kinder und bekamen bessere Noten im Rechnen und Lesen. In der Studie wurden dabei 128.000 im alter von 8 Jahren untersucht, die in New York öffentliche Schulen besuchen. In den mathematischen Tests und beim Lesen erzielten Kinder die in der 37. oder 38. Woche geboren wurden deutlich schlechtere Ergebnisse als Kinder, die in er 39,40 oder 41. Woche auf die Welt kamen. Dieser Effekt war dabei unabhängig von Geburtsgewicht und anderen sozialen oder ökonomischen Faktoren.

Judy Aschner von der Vanderbilt University gibt aber Entwarnung, eine Geburt zu einem früheren Zeitpunkt sollte nicht aufgehalten werden:  „Ich will Müttern, deren Babys mit 37 Wochen kommen, keine Angst einjagen“, spricht sich jedoch gegen geplante Wunschkaiserschnitte aus. In der Studie spielten Kaiserschnitte aber eher eine untergeordnete Rolle. Von den Probanden wurden nur 15 Prozent per sectio entbunden.

Quelle: Pediatrics, Der Westen