Petition: Eltern von Frühgeborenen fordern gerechteres Elterngeld

Mit der Geburt des Babys beginnt auch der Bezug des Elterngeldes. Auch wenn das Kind zu früh geboren wird. Christian Franke fordert eine gerechte Anpassung, die auf die besondere Situation von Frühgeborenen und ihren Eltern eingeht.

Christian Franke ist gerade Papa geworden. Doch sein Kind kam  viel zu früh –  in der 23. Schwangerschaftswoche – auf die Welt. Für ihn und seine Familie wird die nächste Zeit sicher eine große Herausforderung werden. Aber neben der Sorge um sein Neugeborenes, bereitet ihm eine weitere Sache Kopfzerbrechen: Der Bezug des Elterngeldes endet bei Familie Franke rund acht Monate, nachdem das Kind das Krankenhaus verlässt.

Die meisten Eltern eines Frühchen kennen das Problem, dass sie schon vor dem ersten Geburtstag ihres Babys wieder arbeiten gehen müssen. Denn durch den früheren Geburtstermin hört der Bezug des Elterngeldes eher auf. Das sei nicht nur aus finanzieller Sicht schwierig, so Franke. Auch für die Kinder, die meist einen „erhöhten Förderbedarf“ haben, sei die Situation nicht einfach.

Petition: Eltern von Frühgeborenen fordern gerechteres Elterngeld (© Thinkstock)
Petition: Eltern von Frühgeborenen fordern gerechteres Elterngeld (© Thinkstock)

Eine durchschnittliche Schwangerschaft dauert 40 Wochen. Von einer Frühgeburt spricht man, wenn ein Baby vor der Vollendung der 37. Schwangerschaftswoche geboren wird. Eine aktuelle Studie der Weltgesundheitsorganisation weist nach, dass jedes 10. Kind auf der Welt als Frühchen das Licht der Welt erblickt.

Jetzt hat Christian Franke zu einer Online Petition aufgerufen Damit möchte er dafür sorgen, dass die Bezugsdauer des Elterngeldes bei zu früh geborenen Kindern angepasst wird. „Wir fordern eine Anpassung (Elterngeldbezug ab berechneten Geburtstermin für Frühchen), um eine Ungleichheit im Gesetz und angemessene Betreuung und Förderung sicherzustellen“, erklärt Franke sein Anliegen.

Adressiert ist das Schreiben an das Bundesministerium für Familie, Senioren, Frauen und Jugend. Über 370 Menschen haben die Petition bereits unterstützt. Auch die Redaktion der liliput-lounge findet die Aktion gut und hofft, dass noch viele Unterschriften folgen werden.

Link zur Petition: Anpassung der Eltergeldbezugsdauer bei zu früh geborenen Kindern

15 Gedanken zu “Petition: Eltern von Frühgeborenen fordern gerechteres Elterngeld”

  1. Das sollte im allgemeinen gelten. Denn auch wenn ein Kind bei 37 + ein paar Tage kommt gilt ab da Elterngeld. Also total ungerecht. Hatte dagegen geklagt Aber verloren

    • Das ist nicht ungerecht.
      Jedem steht 1 Jahr elterngeld zu egal ob Früher geboren oder später.
      Das finde ich mehr als gerecht.

      • Ja nur mit den Unterschied, das wenn ein normales geborenes Kind 1 Jahr alt wird, ist es bei einem Frühchen nicht so denn mit einem Jahr war unser fruhchen auf dem Stand von 1,5…unsere Maus kam 3 Monate zu früh und lag 4 Monate im kkh. Ich hatte also nur 8 Monate mit meinem Kind zusammen und da sind wir nur zu Ärzten, Spezialisten, Therapien gerannt…keine 12! Ich hätte gern die 4 Monate gehabt aber ohne Geld geht das nicht. Und das Geld auf zwei Jahre zu verteilen ging finanziell einfach nicht.

      • Efektiv steht dir weniger zu ich habe Efektiv mit meinem Mann zusammen nur 10 Monate elterngeld bekommen da der Mutterschutz dazugerechnet wird dieser betrug bei mir 16 Wochen.

    • Da stimme ich dir zu aber wenn das Kind bei 37+ kommt befindet man sich schon im Mutterschutz dir gehen 10 Wochen verloren ist ärgerlich aber bei anderen sind es 14 oder gar 16 Wochen. Also mal locker 4 Monate.

  2. Zunächst erhält man bei Geburt des Kindes immer Mutterschafsgeld von Krankenkasse und Arbeitgeber und das so lange, wie der ursprüngliche Mutterschutzzeitraum berechnet war. Dieser verkürzt sich nicht durch eine Frühgeburt.
    Und auch Eltern, deren Kind pünktlich zur Welt kommt erhalten nur 10 Monate reines Elterngeld, denn die 8 Wochen nach der Geburt in denen sie Mutterschaftsgeld erhalten werden ja auf das Elterngeld angerechnet wird und verkürzen so wird immer den Bezugszeitraum des Elterngeldes.

    • Ja aber bei früheborenen werden nicht 8 wochen muschugeld abgezogen, sondern 14. Die eltern erhalten also nur8,5mon echtes elterngeld.
      Das ist aber auch schon die einzige Ungerechtigkeit, die ich erkennen kann.
      Der rest, „nur 8mon mit dem kind daheim“ , ist zwar sehr schade, aber hat nix mit elterngeld zu tun. Das problem haben amleeltern, die mal ein (schwer) krankes kind haben, dass sie wochen od monate mit ihm im kh sein müssen. Wenn dann müsste man prinzipiell für lange kh-zeiten den Verdienstausfall ersetzen und nicht spezielle frühchenregeln fordern.
      ps ich hab von 4 kindern, 3 zufrüh geborenen. Zum Glück keines in der 24.ssw, aber immer mit vollem intensiv-programm.

    • Ich bekomme nur 8 Monate elterngeld und habe auch erst 6 Monate nach der geburt meines Kindes das anteilige Mutterschutz Geld vom Arbeitgeber erhalten nachdem ich ihn verklagt habe. Und auch erst das Elterngeld aus dem selben Grund.

  3. Ah okay.. „Weil nach einer Frühgeburt ein verlängerter Anspruch auf Mutterschaftsgeld und Zuschuss besteht, geht den Müttern dann anrechnungsfreies Elterngeld verloren.“ Das ist tatsächlich ungerecht weil ja das Mutterschaftsgeld für die 6 Wochen vor dem errechneten Termin nicht voll ausgeschöpft wurde, wenn das Kind zu früh kommt.

    • Genau ich habe 16 Wochen verloren weil ich die 6+ 8 hatte plus 2 Wochen weil meine Tochter ein extrem Frühchen war.

  4. Wer sich informiert hat, weiß das man sich das Elterngeld auf 2 Jahre verteilen lässt. Jeder wünscht sich mehr Geld, doch wer mit Geld umgehen kann bekommt auch das in den Griff.

    • Dann bekommt man aber nur die Hälfte also beim mindessatz von 300 Euro 150 Euro. Dann kann man das auf 24 Monate verteilen der Mutterschutz ist in dieser Zeit angerechnet wird aber nicht mitbezahlt. Mein Mutterschutz betrug 16 Wochen. Dies bedeutet ich würde nur 20 Monate 150 Euro bekommen. Wenn beide Elternzeit nehmen ist mann bei 300 +188 Kindergeld. Wenn man pfiffig ist beantragt man Wohngeld braucht man aber den Elterngeld Bescheid wird für 12 Monate genehmigt. Wenn man ein Frühchen hat sind die 488 schnell weg im Monat. Arzt Termine, Behandlungen die selten von den Kassen übernommen werden, spezielle Nahrung die ebenfalls nicht übernommen werden. Und da hat man für sich Essen, Strom etc noch nicht mit drinnen.

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