ÖKO-TEST: Kinderknete aus Deutschland ist überwiegend gut

Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST hat Kinderknete analysieren lassen und stellt deutschen Produkten ein „sehr gutes“ bis „gutes“ Zeugnis aus.

Auch dieses Jahr hat das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST Knete für Kinder auf gesundheitsschädliche Inhaltsstoffe untersuchen lassen. Das positive Ergebnis: Deutsche Kinderknete ist überwiegend gut und acht von 14 untersuchten Produkten können uneingeschränkt empfohlen werden.

ÖKO-TEST: Kinderknete aus Deutschland ist überwiegend gut (© Thinkstock)
ÖKO-TEST: Kinderknete aus Deutschland ist überwiegend gut (© Thinkstock)

Insgesamt 14 Knetprodukte ließ ÖKO-TEST vom Labor auf problematische Substanzen analysieren. Geprüft wurde u.a. auf krebserregende oder stark allergieauslösende Farbmittel, die laut Spielzeugnorm EN 71 verboten sind. Darüber hinaus orientierte sich das Verbrauchermagazin bei seiner Analyse an der eigenen strengen ÖKO-TEST-Kosmetikbewertung und ging über die gesetzlichen Anforderungen hinaus. So ließ man die Produkte zusätzlich auf halogenorganische Verbindungen, Formaldehyd/-abspalter und anderen Konservierungsstoffe untersuchen.

Zudem ließ ÖKO-TEST die Kinderknete noch mittels primärer Röntgenstrahlung nach Schwermetallen „durchleuchten“, die in manchen Farbpigmenten enthalten sein können.

Das ÖKO-TEST Ergebnis zur Kinderknete im Überblick:

  • Die meisten Produkte sind kaum oder gar nicht mit Schadstoffen belastet. Acht von 14 geprüften Kneten werden von ÖKO-TEST uneingeschränkt empfohlen.
  • Produkte aus Deutschland konnten im Test mit „sehr gut“ oder „gut“ abschneiden.
  • Jedoch gibt es auch „mangelhafte“ und „ungenügende“ Produkte. So erhielt Knete aus dem Herstellerland China nur das Urteil „befriedigend“ bis „ungenügend“
  • In keiner Farbe der untersuchten Knetmassen wurden verbotene aromatische Amine, giftige Schwermetalle oder andere allergieauslösende Stoffe gefunden.
  • Bedenkliche Konservierung: Drei Kneten enthalten Formaldehyd/-abspalter, einen krebsverdächtigen Stoff, der zudem Allergien auslösen kann. Die Substanz wurde auch in Play-Doh Schul-Knete von Hasbro nachgewiesen.
  • Bedenkliche Konservierung: Drei Produkte wurden mit umstrittenen halogenorganischen Verbindungen konserviert, von denen einige als allergieauslösend gelten. ÖKO-TEST konnte bspw. beim Anbieter SES, der mit dem Namenszusatz „Eco“ wirbt, das chemische Konservierungsmittel Bronopol nachweisen.
  • Sehr gute Konsverierung: Anbieter Ökonorm verwendet zur Konservierung der Nawaro Soft Weiche Knete harmloses Kaliumsorbat.

Hersteller Hasbro nahm zum ÖKO-TEST Stellung und betont, dass „für Play-Doh noch nie ein Formaldehyd/-abspalter zur Konservierung verwendet wurde“. Laut neuem Gutachten des TÜV Rheinland/LGA sei in der Play-Doh Schul-Knete zwar Formaldehyd/-abspalter enthalten, jedoch in deutlich geringeren Mengen, als von ÖKO-TEST festgestellt. Dies könnte laut ÖKO-TEST auch an den verschiedenen untersuchten Chargen und unterschiedlichen Analysemethoden liegen.

Alles in allem haben die Kneten die strengen ÖKO-TESTs überwiegend mit gut bestanden.