ÖKO-Test: Karottensaft von Alete ist „nicht verkehrsfähig“

Das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST bezichtigt einen Karotten-Saft der Marke Alete „nicht verkehrsfähig“ zu sein, nachdem zu hohe Werte des Reinigungsmittelwirkstoffs DDAC im Saft gefunden wurden.

„Nicht verkehrsfähig“, so nennt das Verbrauchermagazin ÖKO-TEST den „Alete für Genießer Karotten-Saft, Bio“. Demnach enthalte der Alete Karotten-Saft zu hohe Werte an Stoffen, die auch in Desinfektionsmitteln wirken und die die Grenzen der Diätverordnung überschreiten.

Karotten-Saft von Alete fällt bei Öko-Test durch (© ÖKO-TEST)
Karotten-Saft von Alete fällt bei Öko-Test durch (© ÖKO-TEST)

ÖKO-TEST ließ für seine November-Ausgabe nun Karotten-Säfte für Babys und Kleinkinder unter die Lupe nehmen und strafte nun den „Alete für Genießer Karotten-Saft, Bio“ mit „nicht verkehrsfähig“ ab, nachdem zu hohe Werte an DDAC gefunden wurden. Bei DDAC handelt es sich um einen Reinigungsmittelwirkstoff. Er gelangt nur in industriell erzeugte Lebensmittel, wenn nach der üblichen Desinfektion die Produktionsgeräte nicht mit warmem Wasser nachgespült werden.

Karotten-Säfte stehen nun schon länger in der Kritik: So hatte bereits vor einigen Wochen das NDR-Verbrauchermagazin “Markt” in Karotten-Säften und Gläschen mit Karottenbrei Benzol nachgewiesen.

Auch ÖKO-TEST hat hohe Werte der krebserregenden Verbindung Benzol in Produkten von Hipp und Nestlé gefunden. Benzol kann beim Erhitzen aus karotteneigenen Inhaltsstoffen entstehen, lässt sich aber durch entsprechende Herstellungsverfahren auch deutlich minimieren. So waren laut ÖKO-TEST Produkte der preiswerten Marke Rossmann „ohne Fehl und Tadel“. Zudem wurden weitere drei Säfte mit „gut“ bewertet. Die ausführlichen Ergebnisse können Interessierte der ÖKO-TEST Ausgabe November 2013 entnehmen.