EU-Spielzeug-Richtline: vorerst weiter strengere Richtwerte in Deutschland

Ab Juli 2013 sollen gemäß neuer EU-Spielzeug-Richtlinie bei einigen Schwermetallen höhere Grenzwerte gelten. Deutschland muss die umstrittenen Vorgaben jedoch vorerst nicht umsetzen, entschied das Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg.

Mit der neuen EU-Spielzeug-Richtlinie kommen bald gelockerte Grenzwerte für Schadstoffe auf die Verbraucher zu. Doch Deutschland muss die umstrittenen Vorgaben der Spielzeugrichtlinie vorerst nicht umsetzen, dies hat das Gericht der Europäischen Union (EuG) in Luxemburg im Wege des einstweiligen Rechtsschutzes vor kurzem entschieden.

Zum Schutz der Kinder hat die Bundesregierung bereits am 14. Mai 2012 Klage gegen die EU-Kommission eingereicht, damit weiterhin die strengeren deutschen Grenzwerte angewendet werden können. Denn mit der neuen EU-Spielzeug-Richtlinie sollen ab 21. Juli 2013 bei einigen Schwermetallen höhere Grenzwerte für Spielzeuge gelten.

Neue EU-Spielzeugrichtlinie ab Juli 2013
Neue EU-Spielzeugrichtlinie ab Juli 2013 (©

„Das Gericht der Europäischen Union hat nun im vorläufigen Rechtsschutzverfahren festgestellt, dass Deutschland seine über dem neuen EU-Standard liegenden nationalen Grenzwerte für Antimon, Arsen, Quecksilber, Barium und Blei in Spielzeug auch über den von der EU-Kommission festgesetzten Stichtag 21. Juli 2013 weiterhin anwenden dürfe.“

Vorerst bleiben hierzulande die strengeren Grenzwerte für genannte Schwermetalle bestehen, und zwar bis zur endgültigen Entscheidung des Gerichts über die Klage. Mehr über die EU-Spielzeug-Richtlinie kann hier nachgelesen werden.

2 Gedanken zu „EU-Spielzeug-Richtline: vorerst weiter strengere Richtwerte in Deutschland“

  1. Grenzwerte sind schön und gut. Aber was bringen sie, wenn man die Flut
    an Produkten aus Asien (gerade im Bereich Spielzeug) nicht kontrolliert
    bekommt?

    Da ist es doch sicherer, einfach ein wenig auf die Herkunft der Pordukte zu achten.

  2. Nicht alles was aus Asien kommt, ist auch automatisch von schlechter Qualität. Für einen Euro gibt es nun mal keine qualitativ hochwertige Puppe etc. Also darauf achten, ob der Preis realistisch ist, m am Spielzeug riechen und es genau unter die Lupe nehmen!

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