Mutter lässt sich 101 Namen für Spenden an Hospiz tätowieren

Sieben Stunden lang ertrug Jess Griffith (24) Schmerzen. Denn so lange dauerte es, sich 101 Namen auf den linken Arm tätowieren zu lassen. Die alleinerziehende Mutter aus Gorseinon, im Süden von Wales gelegen, setzte damit einer ungewöhnlichen Spendenkampagne ein Ende.

Sie selbst war froh, dass sie in Krisenzeiten Unterstützung bekam und wollte gern etwas Gutes tun. Ihre Idee: Geld für die Unterstützung eines örtliches Hospizes zu sammeln.  Jeder, der mindestens ein britsches Pfund (umgerechnet knapp 1, 21 €) einzahlte, konnte einen Namen bestimmen, den sich Jess Griffith stechen ließ. „Der Sinn der Tattoos war nicht nur Geld zu sammeln, sondern auch Aufmerksamkeit für die Arbeit des Hospizes zu schaffen,“ sagt die Mutter. „Es sollten Namen eines geliebten Menschen sein, der betrauert wird.“

Das Stechen der 101 Namen dauerte 7 Stunden © Jess Griffith/www.charitytattoo.com
Das Stechen der 101 Namen dauerte 7 Stunden © Jess Griffith/www.charitytattoo.com

Sie konnte insgesamt  £ 611 ( rund 740 €) an das Hospiz weiterleiten und ist stolz auf ihre Aktion. „Das sind nicht nur Namen, es sind alles Geschichten von ganz besonderen Menschen.“  Natasha beispielsweise ist der Name der kleinen Schwester einer Freundin von Jess Griffith, die nur fünf Tage alt wurde. Nigel ein Vater, der kürzlich an Krebs starb. Es sind Namen von Menschen aus der ganzen Welt.  Wie Phoenix, einem viel zu früh Geborenem. Oder Megan. „Megan wurde 2002 still geboren. Ihre Mutter vermisst sie jede Sekunde. Das Tattoo ist für sie ein Zeichen, dass Megan jemand war. Jemand an den immer gedacht wird.“

Jess Griffith ist stolz auf ihre Kampagne © Jess Griffith/www.charitytattoo.com
Jess Griffith ist stolz auf ihre Kampagne © Jess Griffith/www.charitytattoo.com

Eine Frau aus Massachusetts setzte ein Zeichen dafür, dass sie den Kampf gegen Brustkrebs gewonnen hat, eine andere ist froh, dass ihr Sohn, dem die Ärzte nur zwei Monate gaben, überlebte. „Sie kämpfte für ihn und heute ist er ein gesunder Zweijähriger“.

„Ich bin sehr stolz darauf, dass ich die Erinnerungen und Geschichten dieser Menschen für den Rest meines Lebens bei mir haben darf“, erklärt Jess Griffith. Mehr Informationen und auch ein Video, das einige Geschichten der 101 Namen erzählt, sind auf der Internetseite von Jess Griffith zu sehen.

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