Mütter-Index: Müttern aus Finnland geht es am besten

Zum 14. Mal in Folge erschien der Report State of the World’s Mothers, der die Lebenssituation von Müttern untersucht. Deutschland landet auf Platz 9 im Ranking.

Die internationale Kinderrechtsorganisation “Save the Children” hat die Lebenssituation von Müttern und ihren Neugeborenen in 176 Nationen untersucht. Bewertet wurden Müttergesundheit, Kindersterblichkeit, Schulbildung und Einkommen sowie der gesellschaftspolitische Status von Frauen.

Das Ergebnis: Müttern in Finnland geht es am besten. Am schwierigsten haben es Mütter in der Demokratischen Republik Kongo. Deutschland landet im Ranking auf Platz 9. Die ersten drei Plätze belegen die skandinavischen Länder Finnland, Schweden und Norwegen. Darauf folgen Island, die Niederlande, Dänemark, Spanien und Belgien.

Laut “Save the Children” sind für Mütter und Neugeborene besonders die ersten 24 Stunden nach der Geburt überlebenswichtig. Jährlich sterben in dieser Zeit eine Million Neugeborene. 98 Prozent dieser Todesfälle ereignen sich in Entwicklungsländern. Daher ist es auch nicht verwunderlich, dass die unteren zehn Rankingplätze an Länder südlicher der Sahara gehen.

So ist beispielsweise das Sterberisiko am ersten Lebenstag eines somalischen Babys 40 Mal höher als das eines luxemburgischen. Bei Müttern sieht die Verteilung ähnlich aus. Im Kongo, dem Land mit den schlechtesten Bedingungen für Mütter, liegt das Risiko, an Geburtskomplikationen zu sterben bei 1 zu 30; bei Finnland – dem Land mit den besten Voraussetzungen – bei 1 zu 12.200. Hier zeigt sich deutlich das starke Nord-Süd-Gefälle.

Der Grund dafür liegt laut Studienautoren im schlechten Gesundheitszustand von Müttern, der großen Anzahl sehr junger Mütter und der hohen Neugeborenensterblichkeit in Entwicklungsländern. Hinzu kämen der Mangel an Gesundheitsfachkräften und die schlechte medizinische Versorgung nach der Geburt.

Es gibt aber auch positive Beispiele. So konnte Bangladesch seine Säuglingssterberate dank mehr Gesundheitspersonal in den Gemeinden und der Ausbildung von Hebammen seit 1990 um 49 Prozent senken. Wichtig für diesen Fortschritt sind nach Aussagen von “Save the Children” auch Steroidinjektionen für Frauen mit vorzeitigen Wehen, Reanimationsausrüstungen, Chlorhexidin zur Nabeldesinfektion und Antibiotikuminjektionen.