Künstliche Befruchtung wird von einigen Krankenkassen komplett finanziert

Für Ehepaare, die eine künstliche Befruchtung planen, kann sich ein Wechsel der Krankenkasse lohnen. Einige Kassen zahlen zusätzlich zu den gesetzlich vorgeschriebenen Leistungen deutlich mehr als andere.

Nicht bei allen Paaren klappt das Kinderkriegen problemlos und sie entscheiden sich für eine künstliche Befruchtung. Je nach Behandlung kostet diese Methode ab 200 Euro. Die Preisspanne ist dabei je nach Verfahren und Erfolg nach oben hin offen und kann bis zu mehreren tausend Euro betragen. Stiftung Warentest hat die verschiedenen Leistungen der Krankenkassen verglichen und herausgefunden, dass Bergische KK, IKK classic, IKK Gesund Plus und Knappschaft für Ehepaare die Kosten des von ihnen genehmigten Behandlungsplans komplett übernehmen.

Künstliche Befruchtung wird von einigen Krankenkassen komplett übernommen
Künstliche Befruchtung wird von einigen Krankenkassen komplett übernommen (© Thinkstock)

Bei einer künstlichen Befruchtung übernimmt die gesetzliche Krankenkasse 50 % der Kosten für Ehepaare. Trotzdem bleibt der Eigenanteil für Paare relativ hoch, geht man von Kosten zwischen 200 und 3400 Euro aus – oftmals wird es sogar noch teurer. Ein Kassenwechsel kann sinnvoll sein: 32 Kassen zahlen ihren Mitgliedern mehr als die gesetzlich vorgeschriebenen 50 Prozent. Die IKK Gesund Plus und Knappschaft fordern für diese Leistung allerdings, dass beide Partner bei ihr versichert sind. Paare, die nicht verheiratet sind, müssen auf die Erstattung der Kosten ganz verzichten. Nur die BKK Scheufelchen übernimmt die Behandlungskosten auch für unverheiratete Paare.