Mehr Kindergeld und weniger Steuern für Familien – diese Änderungen kommen 2019

Der Bundestag hat eine Erhöhung des Kindergeldes und weitere steuerliche Entlastungen für Familien beschlossen. Das Gesetz tritt ab Juli 2019 in Kraft und soll Familien mit einer Summe von 9,8 Milliarden Euro stärken und entlasten.

Der Bundestag hat ein milliardenschweres Entlastungspaket beschlossen, das eine Erhöhung des Kindergeldes und eine steuerliche Entlastung für Familien vorsieht. Nach Zustimmung des Bundesrats können die Änderungen zur Mitte des Jahres 2019 in Kraft treten.

Im Koalitionsvertrag wurden diese Maßnahmen bereits angekündigt – SPD und CDU/CSU wollen Familien stärken und sie gleichzeitig entlasten. Konkret sieht das Paket folgendes vor: Zum 1. Juli 2019 steigt das Kindergeld für das erste und zweite Kind um zehn Euro auf 204 Euro monatlich und für das dritte Kind auf 210 Euro. Jedes weitere Kind erhält 235 Euro im Monat.

Außerdem werden der Kinderfreibetrag und der Grundfreibetrag stufenweise angehoben – der Kinderfreibetrag von 7428 auf 7812 Euro und der Grundfreibetrag 9000 auf 9408 Euro. Auch bei der Einkommenssteuer wird es eine Anpassung geben, um Familien zu entlasten.

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Ab Juli 2019 gibt es mehr Kindergeld. (© Thinkstock)

Mit all diesen Maßnahmen soll die Steuerbelastung von Familien jährlich um 9,8 Milliarden Euro sinken. So kann theoretisch ein Ehepaar mit zwei Kindern und durchschnittlichem Einkommen ungefähr 470 Euro im Jahr einsparen, ein Single um die 207 Euro. Für die kommenden Jahre plant die Koalition weitere Kindergelderhöhungen, die in dem neuen Gesetz noch nicht berücksichtigt wurden.

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Während SPD und CDU/CSU die Änderungen als „großen Wurf“ und Fortschritt in der Familienpolitik ansehen, gibt es aus den Reihen der Opposition von Linken und Grünen Kritik. Das Gesetz greife nicht weit genug, sodass Geringverdiener und Hartz-IV-Empfänger keine Entlastungen erfahren.

Neben den Änderungen für Familien, treten 2019 noch weiter Entlastungen für Arbeitgeber in Kraft: Jobtickets, die vom Unternehmen gestellt werden, müssen nicht mehr versteuert werden und sollen dazu führen, dass Arbeitnehmer verstärkt auf öffentliche Verkehrsmittel umsteigen. Die Bereitstellung eines Betriebs-Fahrrades wird ebenfalls steuerfrei. Auch bei Dienstwagen gibt es eine Neuerung: Elektro- und Hybridfahrzeuge erhalten bei der Dienstwagen-Besteuerung Vergünstigungen.

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