Initiative: Kinder sollen in Buggys rückwärts schauen

Eine Entwicklungsstudie zur Blickrichtung von Kindern im Buggy sorgt derzeit für Diskussionen. Der Blick nach vorne soll jüngere Kinder überfordern und Stress auslösen. Eine Initiative fordert deshalb nun „Dreht die Kinder in Buggys um!“.

Eine Studie der schottischen Universität Dundee aus dem Jahr 2008 sorgt momentan für Aufregung in Deutschland. Laut dieser Studie stehen Kinder, die im Buggy in Fahrtrichtung schauen unter erhöhtem Stress. Da sie sich bei ihrer Bezugsperson nicht rückversichern könnten, wäre das Urvertrauen gestört. Die Entwicklungspsychologen befürchten, dass Kinder dadurch lernen, der Welt zu misstrauen. Die Forscher fanden außerdem heraus, dass Kinder, die mit dem Gesicht nach vorne geschoben werden, einen erhöhten Puls haben. Kinder, die rückwärts gewandt geschoben werden, schlafen hingegen doppelt so häufig ein. Die Ursache, so die Forscher der Universität, sei jedoch nicht Langeweile, sondern ein niedrigeres Stresslevel.

Initiative fordert: Kinder sollen im Buggy nicht nach vorne schauen (© Thinkstock)
Initiative fordert: Kinder sollen im Buggy nicht nach vorne schauen (© Thinkstock)

Nun hat sich die Stiftungsinitiative „für Kinder“ diesem Thema angenommen und fordert in einem offenen Brief an alle Kinderwagen- und Buggyhersteller zum Umdenken auf. Unter dem Motto „Ich seh dich und das macht mir Mut“ weisen die Initiatoren des Briefes auf die mögliche Reizüberflutung hin und fordern: Dreht die Kinder in ihren Buggys um.

Die Stiftungsinitiative „für Kinder“ setzt sich mit den Bedingungen der frühkindlichen Entwicklung auseinander.

Hier gibt es die Welt im Buggy aus Kindersicht:

Norland College buggy ride from National Literacy Trust on Vimeo.

1 Gedanke zu “Initiative: Kinder sollen in Buggys rückwärts schauen”

  1. Naja das kann man aber auch nicht pauschalisieren denn jedes Kind ist verschieden. Meiner wollte recht früh sehen wo es hin geht und hat rückwerts nur geweint und war unglücklich. Also dann lieber in fahrtricktung als ein unglücklich weinendes Kind. Und das Video… mal ehrlich diese Camera schaut schnurr gere gerade aus bewegt sich nicht wie ein Kind. Kinder verhalten sich aber nicht so. Sie schauen nach links rechts gerade aus oder spielen mit ihren händen, spielen mit spielzeugen oder schauen ihre stoffbücher an oder legen sich auch einfach nur schlafen. das muss man von kind zu kind immer individuell entscheiden.

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