Mehr Geld für Hartz-IV-Empfänger: Regelsatz wird erhöht – auch für Kinder und Jugendliche

Hartz-IV-Empfänger sollen ab kommendem Jahr mehr Geld in der Tasche haben. Alljährlich werden die Regelsätze an Preis- und Lohnentwicklung angepasst.

Der Hartz-IV-Regelsatz für Alleinstehende soll im kommenden Jahr um acht auf 424 Euro monatlich steigen. Dies geht aus einem Verordnungsentwurf des Bundesarbeitsministeriums hervor, der dem Redaktions Netzwerk Deutschland (RND) vorliegt. Auch wer mit einem anderen bedürftigen Erwachsenen – etwa dem Ehepartner – in einer gemeinsamen Wohnung lebt, soll künftig 382 Euro monatlich erhalten. Bisher waren es 374 Euro.

Für Jugendliche zwischen 15 und 18 Jahren ist eine Erhöhung der Leistung um sechs Euro auf 322 Euro geplant. Bis zur Vollendung des sechsten Lebensjahrs sollen künftig 245 Euro gezahlt werden – hier sind es fünf Euro mehr als bislang. Für Kinder von sieben bis zum vollendeten 14. Lebensjahr plant das Bundesarbeitsministerium derzeit eine Erhöhung der Leistung um 6 Euro auf 302 Euro monatlich.

Hartz-IV-Sätze sollen 2019 steigen

Durch die geplante Anhebung der Sätze entstehen (so lautet es im Verordnungsentwurf) jährliche Mehrkosten von 480 Millionen Euro. 460 Millionen entfallen dabei auf den Bund und 20 Millionen Euro auf die Kommunen.

Die Hartz-IV-Sätze werden regelmäßig angepasst, die Fortschreibung erfolgt auf der Basis von Preisen für den täglichen Bedarf sowie der Entwicklung der Nettolöhne. Laut Entwurf des Bundesarbeitsministeriums beläuft sich die Veränderungsrate diesmal auf 2,02 Prozent. Das Bundeskabinett soll die Pläne in einer seiner nächsten Sitzungen auf den Weg bringen. Danach muss der Bundesrat zustimmen.

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Das Arbeitslosengeld II (kurz ALG II oder umgangssprachlich auch Hartz IV) ist in Deutschland die Grundsicherungsleistung für erwerbsfähige Leistungsberechtigte nach dem Zweiten Buch Sozialgesetzbuch (SGB II). Es soll Leistungsberechtigten ermöglichen, ein Leben zu führen, das der Würde des Menschen entspricht. Alljährlich werden die Regelsätze an Preis- und Lohnentwicklung angepasst.

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