Grippewelle auf dem Vormarsch

Eine neue Grippewelle sorgt für überfüllte Arztpraxen. Besonders gefährlich ist die Grippe für Schwangere, ältere Menschen und chronisch kranke Menschen.

Die Aktivität der akuten Atemwegserkrankungen ist in der 6. Kalenderwoche (KW) 2018 bundesweit deutlich gestiegen . Die Zahl der Neuerkrankungen liegt laut Robert-Koch-Instititut bisher bei 14.341. Im Vergleich zum Vorjahr ist diese Anzahl jedoch moderat.

2018 wurden so viele Grippefälle wie noch nie gemeldet – die Ansteckungsrate lag in der KW 8 2018 bei 20.000 Ansteckungen pro Woche. Die Dunkelziffer gilt jedes Jahr aufs Neue als hoch, da nicht alle Erkrankungen gemeldet werden.

Grippewelle in der KW 06 in Deutschland © Grafik RKI

Die Grippewelle hatte in der 40. Kalenderwoche 2017 in Deutschland begonnen. Die Influenza-Aktivität ist in der vergangenen Woche im Vergleich zur Vorwoche nochmals deutlich angestiegen. Viele Arztpraxen sind in bestimmten Regionen überfüllt und Unternehmen und Behörden melden krankheitsbedingte Ausfälle.

Die Behörden raten besonders älteren Menschen, Schwangeren und chronisch Kranken zur Impfung. Für Risikopatienten empfehlen Ärzte eine Nachimpfung, auch wenn in dieser Saison bereits geimpft wurde.


Die Grippe wird durch Husten und Niesen übertragen. Ärzte raten deshalb zu häufigem Händewaschen, Niesen und Husten in die Armbeuge und zur Vermeidung von Menschenansammlungen, etwa im öffentlichen Nahverkehr.

Besonders gefährdet sind Schwangere, chronisch Kranke und ältere Menschen.  Die Grippe wird häufig mit einem grippalen Infekt (Erkältung) verwechselt, da ähnliche Symptome auftreten können. Typisch für die Grippe sind der unvermittelte heftige Beginn sowie ein deutlich schwererer Verlauf als bei einer Erkältung.

Die Arbeitsgemeinschaft Influenza (AGI) wurde 1992 von vier pharmazeutischen Unternehmen ins Leben gerufen und vom Deutschen Grünen Kreuz (DGK) etabliert und durchgeführt. Das DGK baute das heute deutschlandweit bekannte Sentinelsystem für Influenza auf und entwickelte Parameter, die einen Überblick über die epidemiologische Situation der akuten Atemwegserkrankungen im Allgemeinen und der Influenza im Besonderen geben.

Weitere Informationen: Grippeimpfung und Schwangerschaft

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