Ministerium warnt vor 73.000 mit Fipronil belasteten Eiern in sechs Bundesländern

Das Agrarministerium Niedersachsen warnt vor 73.000 mit dem Insektizid Fipronil belasteten Eiern. Der Verzehr ist für Kinder nicht zu empfehlen.

Das Agrarministerium Niedersachsen warnt vor mit dem Insektizid Fipronil belasteten Eiern aus Erzeugerbetrieben den Niederlanden, die in sechs Bundesländern in den Handel gelangt sind. Es handelt sich um etwa 73000 Eier, die von einem niederländischen Bio-Legehennenbetrieb stammen.

In Niedersachsen, Baden-Württemberg, Hessen, Bayern, Schleswig-Holstein und Nordrhein-Westfalen konnten Chargen mit den belasteten Eiern in den Verkauf gelangen. Welche Supermärkte betroffen sind, ist noch nicht bekannt. Die Rückholung der Eier aus dem Handel wurde bereits veranlasst.

Rückruf: Eier mit Insektizid Fipronil belastet (© Symbolfoto: nilswey / Panthermedia)
Rückruf: Eier mit Insektizid Fipronil belastet (© Symbolfoto: nilswey / Panthermedia)

Noch gibt es keine Angaben, anhand derer Verbraucher nachprüfen können, ob sie belastete Eier gekauft haben. Nach genaueren Untersuchungen sollen die Stempelcodes der Fipronil-Eier veröffentlicht werden – wir werden diesen Beitrag dann an dieser Stelle aktualisieren.

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Eine Gesundheitsgefahr für die Verbraucher gibt es nach Einschätzung der Behörden derzeit nicht, dennoch wurde vom Lebensmittelunternehmer eine Rücknahme der Eier in die Wege geleitet. Das Insektizid Fipronil ist in Lebensmitteln nicht zugelassen, da es in hoher Dosis Schäden an Leber, Schilddrüse oder Niere verursachen könnte, sagte eine Sprecherin der niederländischen Lebensmittelaufsichtsbehörde NVWA laut Spiegel. Der Verzehr der Eier sei daher für Kinder laut Bundesinstitut für Risikobewertung nicht zu empfehlen, für Erwachsene ginge jedoch keine Gefahr aus.

Die Ursachen für die wiederholten Fipronil-Vorkommen werden zusammen mit den niederländischen Behörden noch untersucht. Bereits im August 2017 wurden 1,3 Millionen mit Fipronil belastete Eier aus dem Handel genommen. Damals war das Insektengift in einem Reinigungsmittel enthalten, das so in die Hühnerhöfe gelangte.

Quelle: Rückruf: 73.000 Fipronil-Eier in sechs Bundesländern in Verkauf gelangt

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