Studie: Fernsehen und Bewegungsmangel schaden Spermaqualität

Eine US-amerikanische Studie untersuchte den Zusammenhang zwischen körperlicher Aktivität und Spermienbildung. Sportlich aktive Männer produzieren deutlich mehr Spermien als Couch-Potatoes.

Ein US-Forscherteam um Audrey Jane Gaskins und Jorge Chavarro aus Boston hat untersucht, ob sportlich aktive Männer mehr Spermien besitzen als bewegungsunfreudige Fernsehkonsumenten. Die Ergebnisse der Studie wurden am 4. Feburar 2012 im British Journal of Sports Medicine veröffentlicht.

Die Wissenschaftler befragten 189 gesunde Männer im Alter von 18 bis 22 Jahren zu sportlichen Aktivitäten und TV-Konsum der letzten drei Monate. Anschließend wurde die Spermienqualität der Teilnehmer geprüft, um den Zusammenhang nachweisen zu können.

Wie die Analyse zeigte, hatten Männer, die mindestens 15 Stunden pro Woche Sport treiben, ca. 73 Prozent mehr Spermien als Männer, die gerade mal fünf Stunden und weniger körperlich aktiv sind. Zudem hatten Männer, die mindestens 20 Stunden pro Woche TV konsumieren, 44 Prozent weniger Spermien als jene, die kein Fernsehen schauen.

Mann beim Fernsehen
Neue Studie untersuchte TV-Konsum, Bewegung und Spermienqualität (© Ingram Publishing)

Was jedoch die Beweglichkeit und Beschaffenheit der Spermien anbelangt, so konnten die Wissenschaftler hier keinen signifikanten Zusammenhang nachweisen.

Hintergrund der Studie: Die Qualität der Spermien ist in den letzten Jahren merklich gesunken. Warum dies so ist, konnten Wissenschaftler bisher noch nicht klären. Die Forscher aus Boston gehen davon aus, dass Verhaltensveränderungen in der heutigen Lebensweise eine Mitursache sein können. Daher untersuchte man den Zusammenhang von körperlicher Aktivität und TV-Konsum in Bezug zur Spermienzahl sowie Spermaqualität bei jungen, gesunden Männern.

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