Trend bei vielen Frauen: Eizellen einfrieren lassen

Die eigenen Eizellen einfrieren zu lassen, wird für immer mehr Frauen eine Option. Ein möglicher Kinderwunsch kann so geplant oder verschoben werden.

Den Kinderwunsch einfach verschieben, weil ein Baby nicht in die aktuelle Lebensplanung passt? Immer mehr Frauen entscheiden sich dazu, ihre Eizellen einfrieren zu lassen. Zwar liege die Zahl der Frauen, die im Jahr 2013 ihre Eizellen einfrieren ließen, im einstelligen oder maximal im niedrigen zweistelligen Bereich, trotzdem sei die Zahl gegenüber 2012 gestiegen. Im Kinderwunschzentrum an der Oper in München lag die Zahl der Patienten 2013 sogar bei 300, 2012 waren es noch 100, zitiert das Deutsche Ärzteblatt die Frankfurter Allgemeine Sonntagszeitung, die sich auf den Bundesverband Reproduktionsmedizinischer Zentren beruft.

Wissenschaftler mit Probe aus Zentrifuge
Eizellen werden häufiger eingefroren (Symbolfoto: Thinkstock/Hemera)

Gegenüber der FAS prognostizierte Jörg Puchta, Chefarzt der Münchner Einrichtung: Das Einfrieren würde „den gleichen Stellenwert erhalten … wie die herkömmliche künstliche Befruchtung, die ja anfangs auch angefeindet wurde“. Kritische Einwände zum Thema brachte der Vorsitzende des Bundesverbands Reproduktions­medizinischer Zentren, Ulrich Hilling. „Ich bin nicht ganz so glücklich, wenn die Repro­duktionsmedizin zu einer Art Schönheitschirurgie wird“.

Schon länger besteht der Trend zu einer späten Mutterschaft, vor allem auch bei gut ausgebildeten Frauen. Mit der Möglichkeit, die eigenen Eizellen einfrieren zu lassen, könnte dieser Trend begünstigt werden.

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5 Gedanken zu “Trend bei vielen Frauen: Eizellen einfrieren lassen

    • Man lässt eigene Eizellen nicht immer nach 40 Jahre einfrieren. Die Ursachen für Einfrieren sind verschieden… Man verwendet das bei den schweren Krankheiten oder sozialen Problemen. Man möchte nur ihre Fruchtbarkeit zu bewahren. Die Frage liegt nicht darin, wie alt die Frau ist . Aber Sozial Freezing hat viele Nachteilen. Die IVF mit frischen Eizellen ist mehr erfolgreich, weil die Eizellen nach dem Auftauen stark geschädigt werden…

  1. Die weiblichen Geschlechtszellen sind größer als männliche und mit
    Wasser gefüllt – beim Kühlen (Einfrieren insbesondere) bilden sich die
    Kristalle, die den Gameten deformieren beziehungsweise die
    Zellschädigung verursachen. Als Folge der Homoöstase- Zerstörung der
    Zellen ist der größte Teil des Materials nach dem Auftauen für
    künstliche Befruchtung nicht anwendbar. Beim Transfer lassen die Defekte
    der Zellen nicht erkennen. Die Denegeration des genetischen Materials
    kann negativ die Gesundheit des Neugeborenen beeinflussen und die
    Anomalien sowie angeborene Fehlbildungen verursachen. Der Vorsitzender
    von der ASRM ( American Society for Reproductive Medicine) behauptet:
    «Obwohl die sorgfältige Analyse von der Literatur zeigt dass, die
    Kryokonservierung resultative Methode für Frauen ( welche an bestimmten
    gynäkologischen Krankheiten leiden) ist, können wir die nicht häufig
    für die Zeugung der Kinder anwenden.

  2. Die Zeiten ändern sich zum Glück. Ich bin 44, mein Mann 48. Wir haben einen kerngesunden pfiffigen fast 3jährigen Sohn, welchen wir ganz ohne fremde Hilfe zustande bekommen haben. Für mich ist es das zweite Kind mit 10 Jahren Unterschied. Für meinen Mann ist es das erste Kind. Ich könnte mir keinen besseren Papa vorstellen. Wir werden beide jünger geschätzt und sind auch jung in unserer Art. Mit 65 ist heutzutage nicht jeder Opa oder Oma im Sinne von veraltert. Viele werden dann richtig aktiv. Wir beobachten jüngere Paare, welche sich älter benehmen als wir und auch „älter“ aussehen und sich nicht so liebevoll um ihren Nachwuchs kümmern. Auch so etwas gibt es.
    Ich habe generell ein Problem mit solchen Pauschalurteilen.
    Das Leben ist vielfältig und das ist gut so.
    Und welche Eltern gehen mit zur Abiturfeier? 😉 ist doch schnurzegal .
    Das Kind sollte glücklich sein mit seinen Eltern. Das ist aber nicht unbedingt abhängig vom Alter der Eltern.
    Leben und Leben lassen. Es gibt andere Probleme auf der Welt, als das man sich vorschreiben lassen sollte bis zu welchem Alter man noch Eltern werden darf.

  3. Also ich bin jetzt schwanger mit aufgetauten Eizellen und es hat bei uns mit den frischen Eizellen nicht geklappt von daher bin ich froh, dass ich eingefrorene zur Verfügung hatte. Wer so eine Behandlung mal durchgemacht hat, weiß wie viel Nerven es kosten kann. Ich bin froh, dass ich nach dem ersten nicht geglückten Versuch gleich im nächsten Monat mit den aufgetauten weiter machen konnte. Es gibt aber mittlerweile auch ein neues Verfahren wo die Eizellen „Schockgefroren“ werden und zu 98 % beim auftauen nicht kaputt gehen. Ich finde letztendlich muss es jeder für sich selbst entscheiden was richtig ist und was nicht

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