Blitzgeburt im Ostsee-Urlaub

Eine 34jährige hatte ihren Urlaub mit der Familie auf Fehmarn geplant. Doch die Mutter hatte nicht mit ihrem vierten Kind gerechnet, die Geburt war spektakulär.

Die Insel Fehmarn ist im Sommer beliebtes Urlaubsgebiet. Auch eine Familie aus Nordrhein-Westfalen machte Campingferien an der Ostsee. Aber aus dem Urlaub wurde anders als geplant ein Abenteuer: In der Nacht zum 18. August  kündigte sich ganz plötzlich die Geburt des vierten Kindes an. Die 34jährige Mutter war im neunten Monat schwanger.

Wie fehmarn24.de berichtet, hatte die Frau erst vor wenigen Wochen von der Schwangerschaft erfahren, so Dr. Barbara Kempe, Pressesprecherin der Sana Kliniken Ostholstein.

Nicht nur die Schwangerschaft auch die Geburt hat die Familie offensichtlich sehr überrascht. Das kleine Mädchen hatte es sehr eilig. Da es auf der Ostseeinsel und im benachbarten Kreis keine Geburtsstation gibt, musste die werdende Mutter mit einem Rettungswagen nach Eutin gebracht werden. Die Strecke zur Klinik, rund 60 Kilometer, führt zum Teil über eine Brücke und hat eine Fahrzeit von gut einer Stunde.

Das Baby wurde im Rettungswagen geboren (Symbolbild) ©Julian Schüngel/flickr
Das Baby wurde im Rettungswagen geboren (Symbolbild) ©Julian Schüngel/flickr (CC BY-NC-ND 2.0)

Solange wollte das Baby nicht mehr warten. Wie die Sprecherin  der Klinik mitteilte, kam das Mädchen schnell und unkompliziert auf Höhe der Stadt Heiligenhafen im Krankentransport zur Welt. Mutter und Kind wurden dann zur weiteren Versorgung in die Sana Klinik Eutin verlegt.

Nicht nur im Kreis Ostholstein, auch in anderen Urlaubsregionen, etwa auf der Insel Sylt, sind Geburtshilfestationen geschlossen worden. Schwangere sollten sich nach Möglichkeit vor Reiseantritt erkundigen, wie die mögliche Versorgung am Urlaubsort aussieht. Im Rahmen der Proteste zur Lage der Hebammen, hatte der Elternprotest Hebammenunterstützung eine Reisewarnung herausgegeben. Wahrscheinlich ist dies nicht die letzte Notgeburt im Rettungswagen.

Reisewarnung für Schwangere © Elternprotest/Facebook
Reisewarnung für Schwangere © Elternprotest/Facebook