Bildungsmonitor 2012: Sachsen Gewinner, Schleswig-Holstein auf dem letzten Platz

Zum neunten Mal in Folge wurde die Bildungslage in den deutschen Bundesländern in der Vergleichsstudie Bildungsmonitor erhoben. Nach neuem Ranking belegt Sachsen Platz eins. In Schleswig-Holstein stehen die Bildungschancen am schlechtesten.

Die Ergebnisse des neuen Bildungsmonitors 2012 zeigen: die beste Bildung gibt’s in Sachsen. Das Bundesland belegte im Vergleich zu den anderen deutschen Bundesländern Platz eins für das leistungsfähigste Bildungssystem. Noch vor Bayern und Baden-Württemberg sicherte sich Thüringen den zweiten Platz im Ranking.

Bildungschancen 2012
Bildungschancen 2012 (Foto © Jupiterimages / Thinkstock)

„Sachsen und Thüringen belegen die Spitzenplätze, weil sie eine ausgezeichnete Förderinfrastruktur vorhalten und sehr gute Bedingungen für eine individuelle Förderung bieten. Beide Länder bekämpfen erfolgreich die Entstehung von Bildungsarmut und bieten einen breiten Zugang zu akademischen Abschlüssen insbesondere in den naturwissenschaftlich-technischen Fächern“, erklärt INSM-Geschäftsführer Hubertus Pellengahr.

Eine Verbesserung des Bildungssystems zeigte sich in Bremen. Die Hansestadt kletterte um einen Rang nach oben auf Platz fünf. Hamburg konnte am stärksten zulegen und belegt nach aktuellem Ranking Platz acht. Die Schlusslichter sind Berlin auf dem 15. Platz und Schleswig-Holstein auf dem letzten Platz.

Das Ranking der Bundesländer im Überblick:

  1. Sachsen
  2. Thüringen
  3. Baden-Württemberg
  4. Bayern
  5. Bremen
  6. Sachsen-Anhalt
  7. Niedersachsen
  8. Hamburg
  9. Hessen
  10. Mecklenburg-Vorpommern
  11. Rheinland-Pfalz
  12. Brandenburg
  13. Nordrhein-Westfalen
  14. Saarland
  15. Berlin
  16. Schleswig-Holstein
Insbesondere der Ausbau der Förderstruktur hat im Vergleich zu Vorjahr Wirkung gezeigt. So stieg das Angebot von Betreuungsplätzen für unter 3-Jährige in den letzten fünf Jahren von 13,6 auf 25,2 Prozent. Um die Ausbauziele zu erreichen, ist dieses Wachstum aber immer noch zu gering.
Der Bildungsmonitor ist eine Vergleichsstudie des IW Köln im Auftrag der Initiative Neue Soziale Marktwirtschaft (INSM). Im neunten Jahr in Folge wird anhand von 110 Indikatoren die Bildungslage in den deutschen Bundesländern verglichen. Die Studie erhebt, inwieweit ein Land die Bildungsinfrastruktur verbessert hat, die Chancen auf Teilhabe sichert und damit auch das Wirtschaftswachstum stärken kann.
(Quelle: www.insm.de)