Beliebteste Vornamen 2013: erster Trend

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) hat in Standesämtern von acht Großstädten nachgefragt und einen ersten Trend für die Top-Namen 2013 veröffentlicht.

Auch wenn der Trend zu eher seltenen Namen bleibt, interessieren sich viele auch sehr für die beliebtesten Vornamen. Kein Wunder, denn die Suche nach einem schönen Namen für den Nachwuchs ist ja auch nicht einfach. Und steht der Name offiziell auf der Geburtsurkunde ist eine Änderung ziemlich schwierig. Die Wahl will also gut bedacht sein.

Babynamen-Trend 2013
Welche Namen liegen im Trend? im Trend (© Thinkstock)

Die Gesellschaft für deutsche Sprache (GfdS) wertet die Namenslisten der Standesämter aus und veröffentlicht die bundesweiten Ergebnisse Anfang im Frühjahr. In diesem Jahr wurde nun erstmalig das Ergebnis einer ersten Stichprobe veröffentlicht. Ausgewertet haben die Experten der Gesellschaft die beliebtesten Kindernamen in Bremen, Köln, Dresden,München und Berlin.

Alte Namen liegen im Trend

Klarer Trend 2013 sind traditionelle Namen. Spiztenreiter bei den Mädchen sind Marie, Sophie und Maria, bei den Jungen sind die Favoriten Maximilian, Alexander und Paul. Namen wie Anton, Ferdinand und Theodor, Emma, Greta und Theresa führten auch schon Ende des 19. Jahrhunderts die Namenslisten an.

Beliebteste Vornamen 2013

Im Vergleich zum Vorjahr (in Klammern dahinter geschrieben) hat sich zwar einiges verändert, die 20 beliebtesten Namen sind aber fast gleich geblieben. Nur Elisabeth schaffte es von Platz 27 auf Platz 11.

Die Top 15 der beliebtesten Vornamen 2013

MädchenJungen
  1. Marie (2)
  2. Sophie (1)
  3. Maria (3)
  4. Anna (7)
  5. Emilia (11)
  6. Sophia (4)
  7. Charlotte (12)
  8. Emma (6)
  9. Mia (5)
  10. Johanna (9)
  11. Elisabeth (27)
  12. Luisa, Louisa (10)
  13. Luise (23)
  14. Katharina (19)
  15. Laura (20)
  1. Maximilian (2)
  2. Alexander (3)
  3. Paul (4)
  4. Felix (11)
  5. Anton (21)
  6. Leon (6)
  7. Luca (1)
  8. David (15)
  9. Elias (8)
  10. Noah (13)
  11. Emil (23)
  12. Jonas (10)
  13. Moritz (20)
  14. Julian (17)
  15. Jakob (14)

Warum gibt es verschiedene Namenslisten?

Mit der Veröffentlichung dieser ersten „Namens-Prognose“ ist die GfdS in diesem Jahr nun dem passioniertem Namensforscher Knud Bielefeld zuvorgekommen. Denn der präsentiert auf seiner Website beliebte-vornamen.de seit Jahren im Dezember eine umfangreiche Auswertung der beliebtesten Vornamen des Jahres. Während die GfdS nur die Nennungen der Standesämter auswertet und nicht zwischen Erst- und Zeitnamen unterscheidet, wertet Bielefeld die Erstnamen und auch die Statistiken von Geburtskliniken aus.

Die Vornamensliste, die die Gesellschaft für deutsche Sprache seit 1977 herausgibt, basiert ausschließlich auf den Listen der Standesämter. Da Erst- und Zweitnamen laut Namensgesetz gleichberechtigt sind, weisen die Standesämter sie nicht immer gesondert aus. Da beide Namen-Rankings unterschiedliche Methoden nutzen, sind die Spitzenreiter nicht immer identisch. Die Trends unterscheiden sich allerdings meist nicht. Werden tatsächlich auch bundesweit die Traditionalisten siegen? Wir werden berichten, ob Marie und Maximilian wirklich nur Großstadtkinder sind, oder ob die beiden Namen auch im Bundestrend weit oben liegen.

Putzmunter im Bett (© Thinkstock)
Putzmunter im Bett (© Thinkstock)