Babys haben bei Geburt weltweit eine ähnliche Größe

Babys sind bei ihrer Geburt auf der ganzen Welt ähnlich groß. Nicht der ethnische Hintergrund beeinflusst die Geburtsgröße, sondern Faktoren wie Ernährung, Gesundheit und Bildung der Mütter, wies ein Forscherteam aus Oxford nach.

Wenn eine werdende Mutter gesund ist, sich gut ernährt und eine gute Ausbildung hat, dann erreicht ihr Kind bei der Geburt mit hoher Wahrscheinlichkeit eine durchschnittliche Größe zwischen 47,5 cm und 51,3 cm. Dabei ist es egal, aus welchem Land die Schwangere stammt. Für die internationale Studie verglichen die Wissenschaftler aus Oxford die Werte von rund 60.000 Babys aus acht Städten: Pelotas (Brasilien),Turin (Italien), Muscat (Oman), Oxford (Großbritannien), Peking (China), Nagpur (Indien), Nairobi (Kenia) und Seattle (USA).

Aus der Studie des Teams um José Villar von der University of Oxford  geht hervor, dass sehr kleine Baby nicht vorrangig in bestimmten Ethnien geboren werden, sondern auf Faktoren wie etwa Mangelernährung, Krankheiten oder bestimmte negative Umweltfaktoren zurückzuführen sind. Der ethnische Hintergrund hat nur knapp 4 Prozent Einfluss auf die Größe eines Neugeborenen.

Babys weltweit  gleich groß
Babys sind weltweit fast gleich groß (© Symbolfoto: Thinkstock)

Die Frauen, die an der Studie teilgenommen haben, waren zwischen 18 und 35 Jahren alt, waren mindestens 1,53 cm groß und normal- bis übergewichtig. Raucherinnen, Vegetarierinnen oder Frauen mit chronischen Erkrankungen wurden nicht in die Studie einbezogen.

Anlass für die Studie war unter anderem, dass rund jedes drittes Kind auf der Welt zu klein und unterernährt das Licht der Welt erblickt. Das Risiko für Diabetes, Bluthochdruck und Herz-Kreislaufstörungen ist bei unterdurchschnittlich klein geborenen Kindern höher als bei durchschnittlich großen Babys.

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Ziel der Untersuchung war es, nachzuweisen, ob ethnische Faktoren für die Größe des Kindes bei der Geburt verantwortlich sind.

In der Veröffentlichung der Studienergebnisse wiesen die Wissenschaftler auch darauf hin, dass es bislang keine Größenstandards für Föten und Neugeborene gebe, an denen man eine gesunde Entwicklung nachvollziehen kann. Während es für Babys und Kinder eine Tabelle mit Wachstumsstandards von der WHO gibt, sehen die Forscher in der Neonatologie noch Handlungsbedarf.

 

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