Baby gerade noch aus überhitztem Auto gerettet

Vorsicht auch im Spätsommer. Ein Elternpaar aus Cham im bayerischen Wald ließ sein schlafendes Baby im Auto. Die Polizei konnte das Kind gerade noch retten. Auch bei relativ milden Temperaturen besteht für Kinder rasch Lebensgefahr!

Eine Passantin aus dem ostbayrischen Cham hat durch ihr beherztes Eingreifen wahrscheinlich einem Säugling das Leben gerettet, wie Medien berichten. Auf dem Parkplatz eines Einkaufsmarktes sah  sie ein schreiendes Baby allein im Auto in der Mittagssonne. Die Frau alarmierte sofort mit ihrem Handy die Polizei. Als die Einsatzkräfte eintrafen, war das vier Monate alte Kind reglos und reagierte nicht mehr. Eine Polizeibeamtin schlug die Seitenscheibe ein, um das Kind aus dem Auto zu holen. Dabei verletzte sie sich selbst an Scherben.

Baby gerade noch aus überhitztem Auto gerettet (Symbolfoto: © Thinkstock)
Baby gerade noch aus überhitztem Auto gerettet (Symbolfoto: © Thinkstock)

Ein Aufruf im Einkaufsmarkt, dass sich die Eltern bitte melden mögen, blieb erfolglos.  Mittlerweile traf ein Notarzt ein und untersuchte das Baby, dass sich schnell gut erholte. Die Eltern, die  laut einem Polizeisprecher unmittelbar nach der Rettung zu ihrem Wagen zurück kamen, gaben an, dass es am Vormittag noch bewölkt war und sie die Sonneneinstrahlung unterschätzt hätten. Sie durften ihr Baby mitnehmen, die Beamten informierten aber das zuständige Jugendamt.

Auch wenn die Temperaturen jetzt im Spätsommer milde sind, sollten die Gefahren der prallen Sonne nie unterschätzt werden. Bei 22° Grad Außentemperatur herrscht im Fahrzeuginneren nach einer Stunde absolute Lebensgefahr für ein Kind!

Mehr Informationen in unserem Artikel: Hitze im Auto – lebensgefährlich für Kinder.

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