Aus Liebe: 14-Jähriger trägt kleinen Bruder 64 Kilometer

Ein Teenager aus den USA zeigt, was wahre Bruderliebe ist. Fast zwei Tage lang trug er seinen sieben Jahre alten Bruder auf dem Rücken. Rund 64 Kilometer dauerte der Marsch, mit dem Braden und Hunter auf eine seltene Krankheit aufmerksam machen wollten.

Teenager sind faul, lustlos und engagieren sich nicht. Ein Klischee, das gar nicht stimmt. Der 14-jährige Amerikaner  Hunter Gandee aus Michigan hat das am Wochenende bewiesen. Eine „Mission der Liebe“ nannte er seinen beeindruckenden Marsch. Fast zwei Tage lang trug er seinen kleinen Bruder 64 Kilometer quer durch den Bundesstaat.

Die Brüder werden auf ihrem Weg von vielen begleitet © Screenshot, ABC News
Die Brüder werden auf ihrem Weg von Vielen begleitet © Screenshot, ABC News

Die beiden Jungen begannen ihre Mission am Samstagvormittag – fast zwei Tage lang waren sie unterwegs und machten nur kurze Pausen. Hunter trug seinen Bruder Braden, um auf dessen Krankheit aufmerksam zu machen. Dieser leidet von Geburt an unter einer zerebralen Kinderlähmung.  Hunter wünscht sich, dass mehr Menschen diese Erkrankungen kennen und das auch mehr dazu geforscht wird.

Die Brüder haben für ihren Marsch lange geübt. Immerhin wiegt der Jüngere gut 25 Kilogramm – kein leichtes Gewicht. Während der athletische Hunter, der an der High School Wrestling macht, vor allem Kraft für das Laufen und das Tragen brauchte, musste auch Braden üben – immerhin musste er ebenfalls durchhalten und sich am Oberkörper seines Bruders festhalten. Unterstützt wurde er dabei von einer Tragehilfe, die Eltern von Babys und Kleinkindern bekannt vorkommt.

Hunter und Braden kurz vor dem Start ©The Cerebral Palsy Swagger/ Facebook
Hunter und Braden kurz vor dem Start ©The Cerebral Palsy Swagger/ Facebook

Die beiden trotzten bei ihrer Mission dem Wetter und der Müdigkeit. Ihr Ziel erreichten sie am Sonntagnachmittag. Ihr ganze Familie, Mutter Danielle, Vater Sam die Schwester Kerregan und der Bruder Kellen unterstützten die Jungen und waren an ihrer Seite. „Es war beeindruckend“, erklärte Danielle Gandee. „Als der Lauf begann, waren fast 300 Menschen an unserer Seite“.

Es regnete, die Sonne brannte und auch die Nacht überstanden die Jungen, die nur kurze Pausen machten, gut. Immer wieder wurden sie von Unterstützern auf einzelnen Streckenabschnitten begleitet. „Rund 30 Leute waren die ganze Zeit dabei“, berichtet die stolze Mutter.

Auf ihrer Facebookseite will die Familie in Kürze Bilder veröffentlichen und die Jungen werden dann auch berichten, wie sie sich bei ihrem beeindruckenden Lauf fühlten.

https://www.facebook.com/cerebralpalsyswagger