AD(H)S bei Kindern: Wirksamkeit homöopathischer Behandlung belegt

Zur Behandlung von ADHS oder ADS bei Kindern gehören neben psychotherapeutischen Maßnahmen manchmal auch Medikamente. Eine Langzeitstudie belegt nun den effektiven Nutzen der homöopathischen, chemiefreien Behandlung bei Kindern mit AD(H)S.

Das Aufmerksamkeitsdefizit-Syndrom mit Hyperaktivität (ADHS) und ohne Hyperaktivität (ADS) gilt als die häufigste psychiatrische Erkrankung im Kindesalter. In Deutschland leiden etwa fünf Prozent der Kinder und Jugendlichen zwischen drei und 17 Jahren daran, Tendenz steigend.

In einer Langzeitstudie konnte belegt werden, dass neben der Behandlung mit Medikamenten auch eine homöopathische Einzelmitteltherapie Jahre später noch Früchte trägt und erfolgreich ist. Einzelheiten zu der 10-Jahres-Studie erläuterte Dr. med. Klaus von Ammon vom IKOM der Universität Bern auf dem diesjährigen Internationalen Symposium „Homöopathie in Klinik, Praxis und Forschung“, das am 30. November im „Dr. von Haunerschen Kinderspital“, Universitätskinderklinik der LMU München, stattgefunden hat.

Hamburg Spitzenreiter bei der Verordnung von Ritalin (© Thinkstock)
AD(H)S bei Kindern: Langzeitstudie belegt Wirksamkeit homöopathischer Behandlung (© Thinkstock)

Bei der konventionellen Therapie von Kindern mit AD(H)S wird in einigen Fällen auf eine Behandlung mit Psychostimulanzien gesetzt (z.B. Methylphenidat). Demgegenüber belegt die im Jahre 2005 im European Journal of Pediatrics veröffentlichte Studie, dass die homöopathische Einzelmitteltherapie eine effektive, nebenwirkungsarme Alternative zur pharmakologischen Therapie ist. Die Studie war als doppelblinde, placebo-kontrollierte Crossover Studie angelegt und wurde vom Institut für Komplementärmedizin und der Kinder-Neurologie und Neuropsychologie der Kinderkliniken des Inselspitals an der Universität Bern durchgeführt.

In einer aktuellen Langzeitstudie konnte nun nachgewiesen werden, dass der damalige Behandlungserfolg auch nachhaltig ist: 74 Prozent der damals behandelten Kinder kommen auch zehn Jahre später ohne die Einnahme von chemischen Psychostimulanzien aus. Einigen von ihnen geht es heute so gut, dass auch eine Fortführung der homöopathischen Behandlung hinfällig geworden ist.

Die Studienergebnisse der Universität Bern stellte Dr. med. Klaus von Ammon auf dem diesjährigen Internationalen Symposium „Homöopathie in Klinik, Praxis und Forschung“ am 30. November im Dr. von Haunerschen Kinderspital, Universitätskinderklinik der LMU München, vor.

5 Gedanken zu “AD(H)S bei Kindern: Wirksamkeit homöopathischer Behandlung belegt”

  1. Der Darstellung ist zu widersprechen, die Ergebnisse der Langzeitstudie deuten nicht auf eine Wirksamkeit des homöopathischen Mittels hin:
    Begründungen:
    (1) Aus einer Verlaufsstudie ohne Kontrollgruppe kann nicht auf die Wirksamkeit einer Therapie geschlossen werden. Es dürfte klar sein, dass man wissen muss, was ohne die Therapie passiert wäre, um deren Effekt zu erfassen.
    (2) Vorhandene Vergleichsdaten aus der Literatur sprechen gegen eine Wirksamkeit der Homöopathie in diesem Fall: Dass 62 Prozent der Testpersonen, die mittlerweile im Durchschnitt 20 Jahre alt sind, keine Medikamente mehr einnehmen, entspricht ziemlich genau dem Anteil an zu erwartender Remission beim Übergang in das Erwachsenenalter. (Quelle: Bundesärztekammer) Es handelt sich also in hohem Maße um den natürlichen Krankheitsverlauf.
    (3) Mindestens 12 der Probanden wurden zusätzlich konventionell medikamentös behandelt, am Anfang der Studie war das aber nicht der Fall. Schlussfolgerung: Bei mindestens 12 der Kinder, über 20 %, waren die Eltern auf Dauer nicht mit dem Ergebnis der Homöopathie zufrieden – oder warum wechselt man sonst die Therapie? Dazu ist zu bedenken, dass von nunmehr unauffälligen Testpersonen keine Angaben zur Medikation gemacht werden, die Zahl der zusätzlich oder vollkommen konventionell behandelten Kinder sicher gößer ist.
    Details: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=1297
    Schon anhand der ursprünglichen BErner ADHS-Studie kann eine Wirksamkeit der Homöopathie nicht nachgewiesen werden.
    Details: http://www.beweisaufnahme-homoeopathie.de/?p=110

    • Allen denjenigen, die so massiv gegen homöopathische Medikation wettern, empfehle ich den Selbsttest….. Diese ausgeprägte Aversion findet sich wohl nur in Deutschland. In GB, Indien oder China ist man etwas „aufgeschlossener“. Außerdem: Das wirksamste Medikament mit der geringsten Nebenwirkung hat immer Recht (auch wenn die Wirkweise für manche nicht eindeutig genug erklärt werden kann).

      • Über die Wirksamkeit von der Homöopathischen Behandlung kannman sich auch auf den einschlägigen Foren der Betroffenen informieren, die dort selbst berichten, zb. ADHS-Anderswelt. Ich würde es Ihnen empfehlen.

    • Ja ,da stimme ich zu.
      Mal wieder werden irgendwelche angebliche Studien zitiert, die den Betroffenen wirkliche Hilfe verweigern!
      Ansonsten bin ich Fan der Hömopathie, aber alles hat seine Grenzen!

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