Krippenplatz-auf-ebay-ersteigern

Monique aus Leipzig wollte nicht hinnehmen, dass ihr Sohn Marius trotz zeitiger Anmeldung keinen Krippenplatz bekommt. Sie hatte Angst um ihren Job, berechtigte Angst. Und Sorge um das Wohl des Kindes, das mit drei behinderten Brüdern aufwächst und dringend auch Kontakt mit “normalen” Gleichaltrigen braucht.   Und so schaltete sie eine Anzeige bei ebay und bot 500 € für einen Krippenplatz. Dass das rein rechtlich so nicht geht, ist mittlerweile egal, denn es sieht so aus, als ob ihr Plan trotzdem aufgeht.   Wie gut ich die Frau verstehen kann! Für meine beiden jüngeren Kinder habe ich auch gleich nach der Geburt einen Krippenplatz beantragt (vorher darf man das bei uns in der Stadt nicht, aus mir nicht nachvollziehbaren Gründen).   Auch ich brauchte die Kinderbetreuung dringend, um meinem Job weiter nachgehen zu können. Und es war nervtötend und deprimierend, wie viele Telefonate, Briefe und Mails ich losschicken musste, bis ich jeweils einen Krippenplatz hatte. Beide Kinder kamen erst mit 1,5 in einer Krippe unter.   Leider war es so, dass erst als ich zur Alleinerziehenden, voll berufstätigen Mutter mutierte, ich ernsthaft eine Chance auf sowohl einen Krippenplatz als auch Ganztagsbetreuung für mein Kindergartenkind bekam. Das muss unbedingt besser werden in Deutschland! …

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Ostern-Ein-Familienfest

Ist Ihnen schon aufgefallen, dass für die meisten von uns Ostern mit vier freien Tagen am Stück noch mehr Zeit für die Familie beschert als Weihnachten?   Dieses Jahr sind wir besonders gut dran, denn das Wetter verspricht schön und sonnig zu werden – so können wir Sonne tanken und viel frische Luft schnappen.   Und das Verstecken der Ostereier macht im Garten auch wesentlich mehr Spaß als im Wohnzimmer. Auch dieses Jahr freue ich mich wieder auf strahlende Kinderaugen und verschmierte Schokomünder bei uns zuhause.   Ich wundere mich alljährlich, wie viel Schokolade ein Kleinkind innerhalb von 30 Minuten verputzen kann, ohne dass ihm übel wird. Aber wie schon meine Eltern handhabe ich die Sache mit den Süßigkeiten an Ostern sehr liberal: Erlaubt ist, was gefällt. Und da noch keinem meiner Kinder übel geworden ist, habe ich dabei auch ein gutes Gefühl.   In diesem Sinne wünsche ich Ihnen herrlich entspannte sonnige Osterfeiertage!   Herzlich, Christine Finke

Die-ideale-Arbeitszeit

Da kann man schon ins Träumen geraten – wenn man sich fragt, wie viele Stunden Arbeitszeit pro Woche ideal wären. Eine aktuelle Studie der Agentur für Arbeit belegt, dass vor allem die Frauen weniger arbeiten als sie dies gerne tun würden.   Zwischen 4 und 9 Stunden mehr wöchentlicher Arbeitszeit wünschen sich die Frauen, und jede fünfte hätte am liebsten einen Vollzeit- statt eines Teilzeitjobs.   Nun liegt das natürlich auch daran, dass mehr als 50% aller berufstätigen Frauen in Deutschland Teilzeit arbeiten, während dies nur wenige Männer tun (mehr dazu in unserem Artikel zu diesem Thema). Würden ebenso viele Männer einem Teilzeitjob nachgehen, lägen die Geschlechter möglicherweise gleichauf bei ihren “Traumarbeitszeiten”.   Aber vielleicht auch nicht? Mein Mann hat ja immer behauptet, er würde viel lieber zuhause bleiben, kochen und sich um die Kinder kümmern, müsste er nicht den schnöden Mammon ranschaffen. Ob’s stimmt, das werde ich nicht mehr herausfinden, denn mittlerweile gehöre ich zu den vielen Alleinerziehenden, die Vollzeit arbeiten.   Was die Statistik aber nicht hergibt, ist eine Antwort auf die Frage, wie viele Alleinerziehende freiwillig Vollzeit arbeiten, so wie ich das tue. Da vermute ich ja eher, dass sich diese Mütter mehr Freizeit wünschen, sich dies …

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Muttertag-als-Tochter

Ich muss Blumen bestellen – gleich, nachdem ich dieses Editorial geschrieben habe. Denn Muttertag, das ist für mich hauptsächlich der Tag, an dem mir als nun erwachsener Frau mit eigenen Kindern klar wird, wie viel meine Mutter für mich getan hat.   Das ist vielleicht nicht der eigentliche Sinn der Sache – aber da dieser Tag sowieso von der Blumenindustrie erfunden wurde, haben meine Gedanken dazu immerhin den gewünschten Effekt .   Doch, ja, meine Kinder schenken mir auch rührende Dinge, gebasteltes, oder vom Taschengeld gekaufte Blumen. Aber darauf könnte ich gut verzichten – wäre da nicht die riesige Freude in ihren Augen und der Stolz, mir etwas überreichen zu können.   Wie so oft im Leben ist es so, dass man erst erkennen kann, was andere leisten, wenn man selbst in deren Schuhen steckt. Und speziell beim Muttertag ziehe ich den Hut vor meiner Mutter. Dass ich nebenbei Geschenke von meinen eigenen Kindern bekomme, ist eher Nebensache.   Vielleicht sollten wir demnächst einen “Großmuttertag” einführen? Hallo, liebe Blumenindustrie, das wäre doch was!?   Herzlich, Christine Finke

Super-Nanny-Diskussion

Ganz klar: Kinder darf man nicht schlagen in Deutschland, das ist sogar Gesetz. Wie kann es dann angehen, dass dies vor laufender Kamera doch geschieht?   In einer Folge der TV-Sendung “Die Super-Nanny” aus dem Mai 2010 zeigte RTL eine überforderte Mutter, die ihre 5-jährige Tochter erst anbrüllt, dann bedroht und schlägt. Dies haben die Medienwächter nun gerügt und RTL mit einem Bußgeld belegt.   Wie geht es Ihnen mit diesem Sendeformat? Ich schwankte immer zwischen Grusel, Faszination und Bewunderung für Frau Saalfrank. Seitdem aber meine nun 10-jährige Tochter abends manchmal noch mit mir fernguckt, habe ich die Sendung nicht mehr geschaut – weil nämlich meine Tochter sagte, sie könne das nicht ertragen (auch ohne Ohrfeigen in der Folge!). Es war für sie zu schrecklich zu sehen, wie schlimm es in manchen Familien zugeht.   Das hat mich nachdenklich gestimmt. Und auch wenn ich es grundsätzlich gut finde, wenn auf Missstände aufmerksam gemacht wird, so ist es doch nicht in Ordnung, wenn zu bester Sendezeit in Deutschlands Wohnzimmer Bilder gezeigt werden, in denen Kinder in Not zur Schau gestellt und geschlagen werden. Gut, dass wir die Medienwächter haben!   Herzlichen Gruß, Christine Finke

Wie-die-frohe-Kunde-uberbringen

Drei Mal durfte ich mir überlegen, wann ich wem erzähle, dass ich schwanger bin. Halt – stimmt nicht, vier Mal.   Und da sind wir schon mitten in Thema: Denn wer vor der 13. SSW kundtut, dass Nachwuchs unterwegs ist, muss auch damit rechnen, dass eine frühe Fehlgeburt kommentiert wird. Mir war das Recht, die Anteilnahme erleichterte mir das Verarbeiten dieser Erfahrung. Aber andere Paare machen so einen Verlust vielleicht lieber mit sich selbst aus.   Am schönsten war es beim ersten Mal – da hat mein Mann seine Freude sofort nach dem positiven Schwangerschaftstest am Telefon herausposaunt. Die Schwiegermutter in Spe sprach “Ach, du Sch….” und fing dann vor Freude an zu weinen. (Es war ihr erstes Enkelkind, ausgerechnet vom jüngsten Sohn!).   Auch bei den beiden nächsten Schwangerschaften habe ich nicht lange mit der Information hinter den Berg gehalten – das ist einfach nicht so meine Art. Ich wollte es mit denen, die mir nahestehen, gerne teilen. Und das noch vor Facebook-Zeiten .   Diese Woche macht Redakteurin Silke Plagge 8 originelle Vorschläge, wie man die Baby-News überbringt. Lassen Sie sich doch inspirieren – oder inspirieren Sie uns!   Herzlich, Christine Finke

Cupcake-Prinzip-Ja-bitte

Bei meinen Freunden bin ich dafür bekannt, dass ich einem Dessert die Käseplatte vorziehe. Und Gerichte ohne Fleisch für mich bestenfalls ein Snack sind. Mit einem Cupcake können Sie mir also keine Freude machen.   Aber das Cupcake-Prinzip, das Silke Plagge uns diese Woche vorstellt, das habe ich sofort in mein Herz geschlossen. Leben mit Sahnehäubchen, sozusagen – und ohne stressigen Perfektionsanspruch, das ist eine schöne Lebenseinstellung!   Und schön anzusehen sind sie ja durchaus, diese trendigen Schleckereien. Ja, ich mag Cupcakes, zumindest theoretisch! Vielleicht kann man ja auch eine herzhafte Variante entwickeln? Eis mit Tunfischgeschmack und Basilikum gibt’s in ausgewählten Eisdielen ja auch…   Wenn Sie irgendwo ein Rezept für einen Käse-Cupcake mit Kapernhaube finden, schicken Sie es mir!   Herzlich, Christine Finke

Wohlgemeinte-Kommentare-und-kopfschuttelnde-Blicke

Mittlerweile bin ich ziemlich abgebrüht, was die Reaktionen anderer Leute auf meine Kinder angeht. Ein zeterndes Kind vor dem Süßigkeitenregal halte ich für normal, und ob und wer da schief guckt, das bekomme ich überhaupt nicht mit, weil ich mich auf mein Kind konzentriere.   Es hat aber auch drei Kinder und ein paar Jahre Training gebraucht, bis ich so cool war. Speziell beim ersten Kind haben mich solche Szenen schon gestresst. Unser Artikel von Silke Plagge, in der die Psychologin Felicitas Heyne Rede und Antwort steht mit guten Tipps kann Ihnen helfen, auch ohne gleich drei Kinder in die Welt setzen zu müssen, ruhig Blut zu bewahren.   Vergangene Woche bin aber auch ich richtig ins Schwitzen gekommen, als mein mittlerer Sohn partout nicht in den Kindergarten wollte. Und das an einem Morgen, als ich einen wichtigen Arzttermin mit der großen Tochter hatte. Da war ich kurz vor dem Explodieren. Sie sehen, Redakteurinnen von Elternwebseiten sind auch nur Menschen…   Was die Psychologin Heyne rät, hätte mir aber geholfen, wenn ich es mir vor Augen geführt hätte – der gespürte soziale Druck im “Heile-Welt-Bereich” Kindergarten vor den Augen der Erzieher und der anderen Eltern hat meinem Sohn an jenem …

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5-Eltern-Lugen

  Als ich mit dem ersten Kind schwanger war, fragte ich in der weiblichen Verwandtschaft herum, wie dies und jenes denn nach der Geburt sein würde. Aufgrund von Eltern-Amnesie ist mir entfallen, was ich damals in Erfahrung bringen wollte. Aber an die Antwort kann ich mich erinnern. “Das erfährst du schon früh genug”, sagte zum Beispiel meine Mutter.   Sonderbar, dachte ich, kann sie nicht etwas konkreter werden? Was ich unbedarfte Schwangere nicht wusste, ist dass sie sehr wohl hätte ausführlich über all die unangenehmen Seiten des Elternseins hätte Auskunft geben können. Dies aber nicht wollte, und mir insofern die Wahrheit sagte – durch Informationen vorenthalten.   Und genau so machen es viele Eltern, wie unser Artikel “5 geheime Mütter-Wahrheiten” mit einem Augenzwinkern verrät. Die Grenze zur Beschönigung, Flunkerei und am Ende der Lüge ist dabei fließend.   Die fünf im Text erwähnten Fragen an Eltern sind tatsächlich etwas heikel – eines jedoch kann ich vehement abstreiten: Schwangerschaften machen nicht zwangläufig dick. Beim dritten Kind passte ich zwei Wochen nach der Geburt wieder in meine Jeans. Ohne Diät, aber mit Stillen. Manches ist also wirklich halb so wild!   Herzlichen Gruß, Christine Finke

Sexgottin-oder-gestrandeter-Wal

Wie Karine so treffend beschreibt, fühlt sich nicht jede Frau wahnsinnig schön und rundum wohl in ihrem Körper in der Schwangerschaft. Manche leiden richtiggehend – das war bei mir zum Glück nicht der Fall.   Ich hatte drei Schwangerschaften, wie sie unterschiedlicher kaum hätten sein können – in der ersten wuchs mein Bauchumfang so langsam, dass man erst im 6. Monat eine zarte Rundung sah. Und im 9. Monat wurde ich gefragt, wie viele Monate es denn noch zur Geburt seien (sah dann aus wie ein 6-Monats-Bäuchlein, die Kugel).   Beim zweiten Mal wurde ich schneller rund, hatte aber keine Ähnlichkeit mit einem gestrandeten Wal, nicht einmal gefühlt. Trotzdem: das Laufen fiel mir schwer, und weil mir Schonung verordnet wurde, kam ich mir am ehesten vor wie ein Tiger mit Fesseln.   Die dritte Schwangerschaft war mühsam, voller Sorge um das Kind im Bauch, und mit 6 Wochen Liegen eine Qual (aber die Geburt war super!).   Besonders sexy habe ich mich in keiner der Schwangerschaften gefühlt, obwohl mein Mann die wachsenden Rundungen sehr liebte. Naja, die ersten drei Monate war mir jeweils speiübel, das letzte Drittel war ich fast bewegungsunfähig, und zwischendrin fühlte ich mich einfach ziemlich normal…   …

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Ein-Kind-zeugen-ohne-Vater

  Haben Sie die Schwangerschaft der Sängerin Gianna Nannini verfolgt? Sie ist Mutter einer Tochter geworden und hat dieses Wunschkind bewusst ohne Vater in die Welt gesetzt. Einen ähnlichen Weg ist Julia* gegangen, um sich ihren Kinderwunsch zu erfüllen – ohne Mann.   Wo viele den Kopf schütteln, gestehe ich, dass ich diese Entscheidung ein Stück weit verstehe: Denn als ich 30 Jahre alt war, hat sich auch in mir der Wunsch nach einem Baby geregt (jaja, die biologische Uhr!). Bloß nach einem Mann als ständigem Begleiter stand mir der Sinn gar nicht.   Und da hatte auch ich die Idee, etwas unkonventioneller ans Schwangerwerden heranzugehen. Zum Glück habe ich das nicht durchgezogen, denke ich heute. Denn ein paar Jahre später traf ich meinen Mann, mit dem ich mittlerweile drei Kinder habe. Auch wenn wir getrennt sind, möchte ich doch keine anderen Kinder haben und sehe in ihnen ausschließlich die guten Eigenschaften des Vaters.   Bei einer Schwangerschaft, die auf dem Zufallsprinzip, einem schwulen Freund, oder einer Samenbank basiert, hätte ich wahrscheinlich immer das Gefühl gehabt, dass mir Puzzleteile der Kinder fehlen. Was nicht heißt, dass ich andere Menschen verurteile, die einen anderen Weg zum Baby wählen. Nein, solch wichtige …

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