Schlafmangel

Gleich drei namhafte Experten geben in unserem Artikel “Schlaflose Nächte?” Tipps zum Thema ‘Wie eine junge Mutter genug Schlaf bekommt’: Eine Psychologin, eine Stillberaterin und ein Schlafexperte.   Diese Statements habe ich mit besonderem Interesse gelesen, denn bei meinen ersten beiden Kindern war ich durch ständig unterbrochenen Schlaf und extrem kurze Nächte sehr beeinträchtigt. Einmal habe ich sogar meine Handtasche im Supermarkt an der Kasse stehen lassen (ich bekam sie zum Glück gleich wieder).   Meine heute 10-jährige Tochter litt unter Schlafapnoe und schlief das erste Mal durch, als sie 3,5 Jahre alt war – nach einer Polypenoperation. Glauben Sie mir, ich hatte Augenringe und war nervlich ziemlich am Ende, denn die Nacht war um 5 Uhr früh vorbei und von mehreren nächtlichen Schreiphasen begleitet.   Beim heute 4-jährigen Sohn wuchs sich seine Affinität zu meinen Brüsten zu einem Problem aus, als er 8 Monate alt war, und jegliche Nahrung abgesehen von Muttermilch verweigerte. Nachts war ich da fast stündlich im Einsatz, denn als 9 Kilo-Wonneproppen hatte er natürlich viel Hunger.   Dass meine Jüngste, die bald 2 wird, schon seit langem wunderbar durchschläft, begreife ich deswegen als Geschenk. Wie wichtig der Schlaf ist, merkt man erst, wenn er einem …

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Den-Babybauch-verewigen

Als ich das erste Mal schwanger war, ließ ich mich von meinem Mann jeden Monat ein Mal mit nacktem Bauch fotografieren, um den Verlauf der Schwangerschaft zu dokumentieren.   In der zweiten Schwangerschaft schafften wir es immerhin noch, ein solches Foto pro Schwangerschaftsdrittel zu machen. Und als das dritte Kind unterwegs war, fiel mir kurz vor der Geburt (einen Tag vorher, es war wirklich knapp!) noch ein, dass ein Bauchbild schön wäre.   Das ist wohl der Lauf der Dinge, aber heute bin ich froh über all diese Erinnerungen, die auch meinen Kindern das Unfassbare näher bringen, nämlich dass sie wirklich und wahrhaftig in meinem Bauch waren.   Dabei bin ich nicht einmal besonders einfallsreich vorgegangen, denn Autorin Silke Plagge beschreibt in unserem Bericht über kreative Arten, den Babybauch für die Ewigkeit zu bewahren, viele tolle Ideen, die leicht zu verwirklichen sind. Dies hier hätte mir auch gefallen:   “Aus edlem Satin oder einem anderem schönen Stoff ein langes, breites Band kaufen. Jede zweite Woche um den Bauch legen und einen Strich mit Datum auf das Band schreiben. Schon wenige Wochen nach der Schwangerschaft werden Sie selbst kaum glauben können, wie groß Ihr Bauch war.”   Und dann gibt’s ja …

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Nachsichtig-mit-sich-sein

Neigen Sie auch dazu, mit sich selbst strenger zu sein als mit Ihrer Umwelt? Ich ertappe mich oft dabei, dass ich mir Vorwürfe mache wegen irgendeiner Kleinigkeit, die ich jemand anderem nicht krumm nehmen würde.   Das ist gar nicht nett von mir mir selbst gegenüber – und so will ich Sie und mich ermutigen, etwas gelassener im Umgang mit den eigenen Ansprüchen zu sein.   Zum Beispiel beim Thema Ernährung und Stillen: Muss man wirklich alles beherzigen, was die klassischen Ratgeber so schreiben? Ich gestehe, dass ich auch während der Stillzeit bei allen drei Kindern meinem Appetit auf rohe Zwiebeln nachgegeben habe. Und auch kohlensäurehaltige Getränke habe ich mir gegönnt, wenn mir der Sinn danach stand. Aber ein schlechtes Gewissen hatte ich schon.   Apropos schlechtes Gewissen: unter uns gesagt, sind alle meine Kinder gelegentlich in den Tagesklamotten völlig erschöpft eingeschlafen. Ohne Zähneputzen vorher. Dass das nicht besonders toll ist, ist mir klar – aber ein Grund, mit sich hart ins Gericht zu gehen, ist es auch nicht, sagen Experten.   Seien Sie milde mit sich – das ist mein Wunsch für diese Woche.   Herzlich, Christine Finke

Nach-vorne-blicken

Geht es Ihnen auch so, dass Sie irgendwann zwischen dem Neujahrstag und dem Dreikönigstag der große Aufräumdrang übermannt?   Ich habe jedenfalls am Nachmittag des 1. Januar den bereits stark nadelnden Baum abgeschmückt und ihn am 2. Januar an die Ecke geschleppt, wo er und seine Artgenossen demnächst von der Stadtreinigung abgeholt werden.   Damit bin ich offensichtlich etwas früh dran, denn mein Baum war erst der zweite. Wer war noch eiliger mit dem Neuanfang dran als ich, wunderte ich mich?   Nicht umsonst sind im Januar in den großen Kaufhäusern “Haushaltswochen”. Es scheint, dass die Menschen mit dem Jahresbeginn Lust haben, ihr Leben zu entrümpeln und offen für Neues zu sein.   Wir von der liliput-lounge freuen uns auf 2011 mit unseren Usern, deren Babybäuchen und Babys. Lassen Sie es sich gut gehen, und übertreiben Sie es nicht mit dem Aufräumen, falls Sie schwanger sind!   Herzlich, Christine Finke

Zwischen-den-Jahren

Wie lange bleibt der Weihnachtsbaum bei Ihnen in der Wohnung eigentlich stehen? Traditionelle lassen ihn ja bis zum Dreikönigstag, dem 6. Januar, an Ort und Stelle. Ungeduldige wie ich schmücken ihn meist schon am 1. Januar ab, um das neue Jahr frisch und aufgeräumt beginnen zu lassen.   Dass der Christbaum, falls er lange steht und zusätzlich noch mit echten Kerzen aus Wachs ausgestattet ist, gut beaufsichtigt werden muss, wissen theoretisch alle. Trotzdem vergisst man so manches. Deswegen geben wir am Donnerstag Tipps zum Umgang mit Feuer im Baby-/Kleinkindhaushalt.  Und am Dienstag dürfen Sie sich auf “Wellness-Drinks” für Schwangere freuen – die sind nicht nur an Sylvester gut, sondern für den täglichen Einsatz gegen Müdigkeit, Übelkeit und andere Stimmungswehwehchen der Hit.   Die Stimmung zwischen Weihnachten und Neujahr ist etwas Besonderes – man hat Zeit, innezuhalten und auf das Jahr zurückzublicken. Die meisten Menschen verbringen diese Tage mit ihrer Familie. Es wird gut gegessen und so manches gute Gespräch geführt.   Ich hoffe, Sie finden manchmal auch anregende Gedanken bei uns auf der Webseite. Sie als User mit Ihren Kommentaren und Mails motivieren uns von der Redaktion jedenfalls immer wieder aufs Neue!   Herzlich, Christine Finke

Babyfotos-als-Kunst

  Diese Woche kam ich ins Grübeln. Während die Redaktionen in Finnland, Schweden und Norwegen die kunstvoll inszenierten Babybilder der kleinen Mila aus Finnland entzückend fanden, übermannte mich leichtes Befremden beim Anblick der Galerie von Adele Enersen.   Und dann fiel es mir ein: in den 80er Jahren hatte ich eine große Schwäche für die Fotos von Anne Geddes, und wahrscheinlich liegt sogar ein Bildband mit ihren Babys in Blumentöpfen vor buntem Hintergrund noch bei mir im Keller.   Dabei war ich damals weit von jeglichem Kinderwunsch entfernt – oder ist genau das der Grund, warum mir diese Art von Kunst damals so zusagte?   Helfen Sie mir auf die Sprünge: Kann es sein, dass jetzt, wo ich selbst Kinder habe und viel Erfahrung mit Babys, diese Kunstform so deplatziert finde? Oder finden Sie die Bilder schnuckelig und haben ein Baby? Ich bin sehr gespannt, was unsere Umfrage bei diesem Thema ergibt!   Herzlich, Christine Finke

Kinderwunsch-und-Arbeit

Die Kommentare unter dem Artikel, in dem wir darüber berichten, dass es unklug sein kann, beim Job offen über den Kinderwunsch zu sprechen, sind heftig: Zwei Leserinnen schreiben, dass ihnen etwas ähnliches passiert ist.   Leider kann auch ich wenig positive Erfahrungen beisteuern: mir hat eine frühe Schwangerschaft zwei Mal einen Strich durch die Rechnung gemacht, als ich mich um jeweils einen Traumjob bewarb.   Den Firmen, die mich nicht einstellten, weil ich (unaufgefordert, der Fairness halber) die Schwangerschaft gegenüber “zugab”, war ich nicht gram, denn wirtschaftliche Überlegungen verstehe ich.   Eher schon bin ich sauer auf den Gesetzgeber, der Gesetze schafft, die Frauen und Mütter schützen sollen, aber das Gegenteil erreichen – nämlich dass sich Firmen gar nicht mehr trauen, Frauen im gebärfähigen Alter einzustellen, geschweige denn solche, die offen ansprechen, dass sie ein Kind erwarten oder sich eins wünschen.   Arbeit fand ich dann in der Schweiz, wo man schwangeren Frauen kündigen kann und der Mutterschutz extrem knapp bemessen ist. Bei einer skandinavischen Firma, die die Vereinbarkeit von Beruf und Familie nicht nur theoretisch predigt, sondern lebt.   Das wünsche ich mir für Deutschland auch. Falls Sie einen Job suchen, lassen Sie sich nicht entmutigen – es kann …

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Wunschkaiserschnitte

Zu Kaiserschnitten haben die meisten Mediziner eine klare Meinung (“Nur, wen medizinisch notwendig!”), viele Schwangere auch (von “Wer keine natürliche Geburt erlebt hat, hat etwas verpasst!” bis “Soll doch jede selbst entscheiden”), und ich hatte auch eine.   Bis mir vor 10 Tagen ein Chirurg eine hartnäckige Verletzung am Fuß wegoperierte. Da lag ich hinter einem grünen Sichtschutz und gruselte mich 20 Minuten lang, während das OP-Team werkelte. Und ich dachte, was für ein Glück ich doch hatte, dass der geplante und von mir durchaus gewünschte Kaiserschnitt beim dritten Kind durch eine unaufhaltsame Spontangeburt geplatzt ist!   Viel härter im Nehmen war da Anna Schweden, unsere Forums Admin. Sie erzählt uns in der Geburtsgeschichte von Mika, was für ein positives Erlebnis der Kaiserschnitt für sie war.   Hatten Sie auch einen Kaiserschnitt? Oder würden Sie gerne Ihr Baby per Kaiserschnitt auf die Welt bringen? Ihre Meinung interessiert mich!   Herzlichen Gruß, Christine Finke

Nadeln-zur-Geburtsvorbereitung

Haben Sie schon die Abstimmung in unserem Beitrag über Akupunktur in der Schwangerschaft gesehen? Von den fünf möglichen Antworten auf die Frage, ob Sie das machen möchten bzw. gemacht haben, lautet eine “Ja, und ich habe es bereut”.   Falls Sie sich nun wundern, wer denn so eine absurde Antwort anklickt – das war ich. Denn offenbar habe ich eine völlig untypische, negative Erfahrung bei der geburtsvorbereitenden Akupunktur gemacht. Darüber bin ich froh, denn eigentlich ist das ja eine gute Sache, wie ich höre und lese! Zumindest zeigt unsere Umfrage im Artikel eindeutig, dass fast alle Schwangeren gute Erfahrungen mit Akupunktur gemacht haben.   Bei mir tat schon das Setzen der Nadeln weh, und als sie herausgezogen wurden, blutete es leicht. Merke: wenn so etwas passiert, läuft es nicht optimal. Allerdings sprang mir einen Tag später die Fruchtblase, was natürlich auch Zufall gewesen sein kann, mich aber denken lässt, dass die Nadeln schon eine Wirkung haben…   Wie war das bei Ihnen? Was erzählen Ihre Freundinnen und Bekannte von der Akupunktur in der Schwangerschaft? Ich bin wirklich neugierig!   Herzlich, Christine Finke

Locker-bleiben-beim-Essen

Über Jesper Juuls Antwort auf die Userfrage, wie denn der liebe Gatte dazu zu bringen sei, sich in Sachen gesunder Ernährung mit der Ehefrau zu einigen, habe ich ganz schön gestaunt.   Er sagt nämlich ziemlich unverblümt, dass die Frau sich mal locker machen soll, und in diesem Punkt weder eine Einigung erzielt werden muss noch eingefordert werden kann.   Und ich finde das cool. Irgendwie hatte ich im Kopf, dass man sich über solch grundlegende Dinge als Eltern einig sein muss, und Kompromisse schließen. Es beschleicht mich allerdings, je älter ich werde, immer mehr der Verdacht, dass zu viele Kompromisse gar nicht gut sind. Auch nicht für Kinder. Darüber werde ich noch etwas nachdenken.   Eins jedenfalls ist klar: je weniger Stress und Dogmen mit dem Essen verbunden sind, desto besser. Kürzlich lernte ich ein zweijähriges Kind kennen, dessen Eltern penibel darauf schauten, dass er “ordentlich” aß bei Tisch, und stark darauf achteten, was und wieviel er zu sich nahm.   Das Kind war so stark untergewichtig, dass es zum Aufpäppeln ins Krankenhaus musste und die Eltern nun um das Sorgerecht kämpfen müssen. Dabei hatten es beide nur so gut gemeint!   Mein Fazit der Woche: Genießen Sie das …

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Busfahren-mit-Babys

  Eine so einfache Sache wie Busfahren kann mit Kinderwagen und Baby zu einer schweißtreibenden Angelegenheit werden.   Beim Einsteigen fängt es an: senkt der Busfahrer den Bus zum Fußweg ab? Oder ist es ein Bus mit Stufen? Dann muss Platz in der Mitte sein, wo Rollatoren und Buggys stehen dürfen. Und schließlich kann es gut sein, dass dem Baby heiß wird, oder es Hunger bekommt, oder es einfach nur müde und quengelig wird. Wenn Sie noch keine Fahrkarte haben, muss eventuell noch ein kleiner Spießrutenlauf zum Fahrer und zurück zum Kinderwagen eingelegt werden, je nach Alter des Babys mit oder ohne Nachwuchs und Taschen auf dem Arm. Und haben Sie noch ein weiteres Kleinkind dabei, vielleicht das 3-jährige Geschwisterkind, müssen Sie dieses auch gut im Auge behalten, wenn alle bei derselben Haltestelle aussteigen sollen.    So dauern auch wenige Stationen Fahrt scheinbar eine Ewigkeit. Und nicht immer haben die anderen Passagiere Verständnis für Babygeschrei, wie die Geschichte von Mia-Sophies Mutter aus Elmshorn zeigt, die aus dem Bus “gebeten” wurde.   Denn manchmal lässt sich ein Baby eben nicht trösten und ruhigstellen. Auch liegt es vielleicht brüllend, aber sicher, besser im Kinderwagen als im überfüllten Bus bei der Mutter auf dem Arm zu sein, wo es strampelt. …

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