Schwangerschaft und Schönheit

Sexgöttin oder gestrandeter Wal?

Schwangere Frauen sind unglaublich sexy! Sie strahlen Glück aus und sind wunderschön. Meint die Werbung. Totaler Quatsch, findet Karine. Lesen Sie ihr offenes Bekenntnis – und erzählen Sie uns, wie das für Sie war?

Kind mit 36 Monaten, 3 Jahre alt

Kleinkind 36 Monate – 3 Jahre

Kind mit 36 Monaten, 3 Jahre altNach der Trotzphase

In der Zeit zwischen dem dritten und dem vierten Geburtstag steckt Ihr Kind voller Energie und Neugierde. Seine Persönlichkeit entwickelt sich enorm – jetzt kommen die Charakterzüge Ihres Kindes wirklich zum Ausdruck!

Wenn die Trotzphase Ihres Kindes vorbei ist, wird das Leben oft etwas einfacher. Ihr Kind hat eine bessere Kontrolle über seine Bewegungen und ist sich seiner Fähigkeiten sicherer, Wünsche und Bedürfnisse auszudrücken. Gegen Ende des vierten Jahres hat sich Ihr Kind sehr wahrscheinlich zu einem kreativen, energischen und gut sprechenden kleinen Menschen mit einer unerschöpflichen Neugierde auf die Welt entwickelt.

Fein- und Grobmotorik

Sie werden jetzt deutliche Fortschritte in Bezug auf seine körperlichen Fähigkeiten sehen. Ihr Kind kann jetzt richtig laufen und springen und schafft es, ein kleines Stück zu balancieren. Es kann alleine Treppen steigen und Dreirad oder Fahrrad mit Stützrädern fahren. Was die feinmotorischen Fähigkeiten betrifft, kann Ihr Kind eine Tasse mit einer Hand festhalten, einen Reißverschluss hochziehen und große Knöpfe selbst zuknöpfen. Wenn Sie Ihrem Kind einen Buntstift geben, kann es einfache Formen nachmalen, die Sie ihm vorgemalt haben, beispielsweise einen Kreis.

Sozialverhalten und kognitive Fähigkeiten

Kognitiv und im Sozialverhalten ist dies eine sehr wichtige Lernphase für Ihr Kind. Es spielt kreativer und realistischer, beispielsweise mit Puppen, Kuscheltieren, Autos oder anderen Spielzeugen. Es hat ein besseres Verständnis für seine Umwelt und zeigt dies, indem es erwartet, Menschen dort vorzufinden, wo sie sich für gewöhnlich aufhalten, Gespräche führt und über frühere Ereignisse und Personen spricht, die nicht anwesend sind.

Ihr Kind zeigt auch mehr Interesse, wenn Sie zusammen lesen. Es stellt vielleicht Fragen über die Personen im Buch, tut als ob es liest, zeigt auf seine Lieblingsbilder und erzählt seine eigene Geschichte zu den Bildern.

Kleine Kinder beschäftigen und identifizieren sich jetzt mehr mit Gleichaltrigen und betrachten und imitieren andere Kinder. Jetzt geht Ihr Kind vom Parallelspiel über zum Zusammenspiel, auch wenn es trotzdem noch Schwierigkeiten damit haben kann, zu teilen und abzuwarten, bis es an der Reihe ist.

Die Welt soll ihre Ordnung haben

Es beschäftigt sich immer noch mit Ritualen und Routinen und kann es vielleicht gar nicht leiden, wenn diese unterbrochen werden. Es macht ihm Spaß, im Haushalt zu helfen, und in diesem Alter möchten Kinder in alles, was vor sich geht, mit einbezogen werden. Außerdem gelingt es ihnen immer besser, die Wörter in der richtigen Reihenfolge zu sagen.

Den Charakter des Kindes auf positive Art formen

Ihr Kind ist ein soziales Wesen. Die Basis für die persönliche und soziale Entwicklung wird im frühen Kleinkindalter gelegt. Die sozialen Fähigkeiten sind von Bedeutung, wenn Ihr Kind Kontakte knüpft und Freundschaften mit Gleichaltrigen schließt.

Indem Sie bewusst auf Ihr Kind reagieren, können Sie positive Charakterzüge verstärken und daran arbeiten, negative zu unterdrücken – unabhängig vom Geschlecht Ihres Kindes. Es gibt sehr viele Bücher und Fernsehprogramme zur Kindererziehung. Als Eltern bekommen Sie viele Informationen, und Sie müssen zu Vielem Stellung beziehen. Man könnte fast meinen, dass man sich für eine bestimmte pädagogische Methode oder einen Experten entscheiden muss.

Sich mit anderen über den Erziehungsstil austauschen

Erziehung ist etwas, zu dem jeder eine Meinung hat – ob er Kinder hat oder nicht –, und Sie als Eltern diskutieren bestimmt sowohl miteinander als auch mit anderen über dieses Thema. Es kann konstruktiv sein, wenn Sie einander eine Rückmeldung darüber geben, wie Sie sich Ihrem Kind gegenüber verhalten. Es kann auch praktisch sein, sich mit Freunden oder anderen Vertrauenspersonen zu beratschlagen, um zu hören, wie sie es machen und welche Entscheidungen sie getroffen haben. Darüber hinaus gibt es vielleicht auch noch Erzieher in der Krippe, die Ihr Kind anders erleben als Sie selbst. Dort befindet sich Ihr Kind auch in anderen Situationen. Es kann aber auch schmerzhaft sein, Rückmeldungen von anderen Erwachsenen zu bekommen.

Zusammen herauszufinden, wie Sie auf positive Art und Weise Grenzen setzen können, kann ein nützlicher und lehrreicher Prozess sein. Eine unserer wichtigsten Aufgaben als Eltern ist es, unser Kind auf die Zukunft vorzubereiten.

Kind im Alter von 35 Monaten

Kleinkind 35 Monate

Kind im Alter von 35 MonatenIhr Kind hat normalerweise so viel Fantasie, dass es in diesem Alter selten ein Problem ist, eine Beschäftigung zu finden. Ab und zu kann es jedoch Spaß machen, ein neues Spiel oder eine neue Aktivität vorzustellen, die Sie gemeinsam machen können. Hier folgen ein paar Vorschläge

„Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist rot“. Der Klassiker! Suchen Sie einen Gegenstand mit einer bestimmten Farbe und bitten Ihr Kind zu raten, was Sie sehen: „Ich sehe was, was du nicht siehst, und das ist (Farbe).“ Wenn Ihr Kind es gefunden hat, können Sie die Rollen tauschen und das Spiel noch mal spielen.

Lichtspiele. Verstecken Sie ein Spielzeug Ihres Kindes in einem dunklen Zimmer. Geben Sie Ihrem Kind eine kleine Taschenlampe, zeigen Sie ihm, wie sie funktioniert, und helfen Sie ihm, das versteckte Spielzeug mit ihrer Hilfe zu finden. Kleine Kinder benutzen gerne Taschenlampen, weil sie ihnen Kontrolle über die Dunkelheit geben und bekannte Umgebungen verändern. Sorgen Sie dafür, dass Sie selbst auch eine Taschenlampe haben für den Fall, dass Ihr Kind es nicht schafft, das Spielzeug zu finden.

„Was ist das?“. Legen Sie bekannte und unbekannte Sachen in eine Tüte oder eine Schachtel. Bitten Sie Ihr Kind, einen Gegenstand in der Tüte abzutasten (ohne ihn zu sehen) und zu sagen, was es ist. Wenn Ihr Kind ihn erraten hat, darf es sich anschauen, was es abgetastet hat.

So regen Sie zu „Als-ob-Spielen“ an: Füllen Sie einen Korb mit leeren kleinen Schachteln und anderen Verpackungen, Spielzeuglebensmitteln und ausgeschnittenen Bildern von Lebensmitteln. Suchen Sie dazu Einkaufstüten und Spielgeld. Eine alte Tastatur oder ein großer Taschenrechner stellen eine ausgezeichnete Kasse dar.

Verkleiden: Sammeln Sie alten Schmuck, Schuhe, Kleider und Ähnliches, so dass Ihr Kind lustige Kostüme für sich selbst und Sie zusammenstellen kann.

Bauen Sie ein Zelt, indem Sie einen Vorhang oder ein Laken über einen Tisch legen. Auch große Pappkisten können tolle Häuser darstellen. Oder bauen Sie eine Burg aus Kissen.

Versteckspiele: Kinder in diesem Alter lieben es, sich zu verstecken, am liebsten hinterm Sofa, in der Gardine oder hinter einer Tür. Sie legen sich sogar mit den Händen vor den Augen auf den Boden und rufen: „Wo ist – ?“ (sein Name). Wenn Sie „Hokuspokus Fidibus“ rufen, bevor Sie Ihr Kind finden, kann man ihm ansehen, wie viel Spaß es hat!

Handpuppen: Zu sehen, dass ein Spielzeug lebendig wird, ist für ein kleines Kind Zauberei. Kaufen Sie Handpuppen, oder machen Sie sich Ihre eigenen. Malen Sie ein Gesicht auf einen Strumpf, einen Handschuh oder eine Papiertüte. Kleben Sie Wolle als Haare auf, und schneiden Sie Ohren, Hörner oder Mützen aus Papier aus. Sie können ein Abenteuer oder eine wirklich passierte Geschichte mit ein oder zwei Puppen nachspielen.

Unterschiedliches Sozialverhalten

Alle Kinder sind sehr unterschiedlich – sowohl was ihr Temperament als auch was ihr Verhalten betrifft. Das eine ist sehr kontaktfreudig und möchte möglichst viel mit anderen spielen, das andere möchte manchmal auch alleine sein. Manche Kinder sind am allerliebsten alleine.

Es ist wichtig, dass Sie ein gutes Gefühl dabei haben, wenn Ihr Kind die Spiele und die Gesellschaft wählt, die ihm gefallen. Wenn Ihr Kind in die Krippe oder zu einer Tagesmutter geht, können mehrere Erwachsene es beim Spielen beobachten. Wenn Ihr Kind oft alleine ist, jedoch mit anderen zusammen sein möchte, können die Erwachsenen dabei helfen, das Zusammensein in kleinen Gruppen zu organisieren. Wenn Ihr Kind gerne alleine spielt, können Sie ihm das erlauben.

Manchmal entscheidet sich Ihr Kind anders als Sie selbst, und die Eigenschaften Ihres Kindes überraschen Sie vielleicht? Man sucht ja schließlich oft nach Charakterzügen, die man wiedererkennt. Ihr Kind ist jedoch eine Kombination aus Ihnen beiden – und eine vollkommen einzigartige Person.

Kind im Alter von 34 Monaten

Kleinkind 34 Monate

Kind im Alter von 34 MonatenStandhaft bleiben in der Erziehung

Zweijährige sind sehr bestimmend und energisch, und es kann schwierig sein, auf das unerwünschte Verhalten von Kindern in diesem Alter zu reagieren. Sie müssen wissen, dass sie nicht immer ihren Willen bekommen können. Sie müssen lernen, sich an soziale Situationen anzupassen, und sich schrittweise in Selbstkontrolle üben.

Ihrem Kind fällt es aber leichter, Situationen, deren Regeln und Verlauf klar und deutlich sind, zu akzeptieren und sich dementsprechend zu verhalten, als wenn es glaubt, dass es das Ergebnis der Situation beeinflussen kann, wenn es nur lange genug darauf besteht. Ab und zu wird man jedoch mit Situationen konfrontiert, deren Verlauf Ihr Kind nicht kennt oder in denen nicht deutlich genug wird, was passieren soll.

Kleine Tricks und Kniffe

Wenn Sie sich in einer Situation befinden, in der Sie einen Wutanfall Ihres Kindes unbedingt vermeiden möchten – beispielsweise auf der Geburtstagsfeier der Oma oder wenn Ihr Kind vom Arzt untersucht wird –, sollten Sie daran denken, dass Zweijährige neugierig sind und sich schnell begeistern lassen. Darum ist es oft nicht gerade schwer, Ihr Kind von einer unerwünschten Aktivität abzulenken, indem Sie ihm etwas anderes vorschlagen. Sagen Sie „give me five“ (Gib mir fünf), während Sie Ihre Hand hochhalten, so dass Ihr Kind mit seiner Hand gegen Ihre schlagen kann. Zeigen Sie ihm unterschiedliche Möglichkeiten, das zu tun: jeder mit einer einzigen Hand, mit beiden Händen, oben (high five), unten (low five) und andere fortgeschrittenere Varianten.

Ungefährliche Alternativen anbieten

Wenn Ihr Kind gerne schlägt, können Sie ihm einen Gummihammer oder ein Xylofon kaufen (vor dem Wutanfall!). Wenn Ihr Kind gerne mit Dingen schmeißt, können Sie einen weichen Ball anschaffen. Indem Sie Ihrem Kind eine ungefährliche Alternative geben, schützen Sie die zerbrechlicheren Gegenstände in Ihrem Haushalt. Legen Sie ein paar der Spielzeuge und Bücher Ihres Kindes in eine Schublade, einen Schrank oder ein niedriges Regal.

Wenn Ihr Kind etwas in die Hände bekommen hat, womit es nicht spielen darf, können Sie sagen: „Sollen wir tauschen? Ich bin mir sicher, dass du etwas Hübsches in der Schublade findest.“ Es war einmal… Lenken Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes ab, indem Sie sich eine kleine Geschichte über Ihr Kind ausdenken. „Es war einmal ein kleines neugieriges Mädchen, das hieß (Name Ihres Kindes) ….

Fragen können eine gute Ablenkung sein. Sie können z.B. fragen: „Wo ist dein Teddy?“ oder „Sollen wir gucken, wo die Katze ist?“

Kinder fordern Aufmerksamkeit ein…

Alle Eltern haben Angst, dass sie ihrem Kind nicht genug Aufmerksamkeit schenken. Kleine Kinder haben ein starkes Bedürfnis nach Kontakt zu ihren Eltern. Darum müssen Sie die Grenzen setzen und ein Gleichgewicht finden, in dem Sie alle sich wohl fühlen. Es kann schwierig sein, Nein zu Ihrem Kind zu sagen, wenn es möchte, dass Sie ihm vorlesen oder mit ihm spielen. Es wichtiger zu finden, weiter die Zeitung zu lesen, kann sich falsch anfühlen. Vielleicht sind Sie in dieser Hinsicht unterschiedlich? Vielleicht reagieren Sie völlig unterschiedlich auf ein und dieselbe Situation?

… aber der Partner auch!

Es ist wichtig für Ihr Kind, dass Sie nicht vergessen, Partner zu sein. Manchmal kann es eigentlich darum gehen, dass der eine Partner selbst zu wenig Aufmerksamkeit bekommt und darum das Gefühl hat, dass Ihr Kind zuviel davon erhält. Wenn man sich wünscht, dass jemand weniger Zeit mit seinem Kind verbringen soll, greift man ihn in seiner Rolle als Elternteil an.

Wenn Sie mehr Aufmerksamkeit von Ihrem oder Ihrer Liebsten wünschen, sollten Sie Ihren oder Ihre Liebste/n ansprechen – nicht die Mutter oder den Vater Ihres Kindes. Vielleicht stellen Sie jetzt, da Sie Eltern geworden sind, ja unterschiedliche Erwartungen aneinander. Vielleicht ist das der Grund dafür, dass sich Ihre Gefühle für den anderen verändert haben – in die eine oder andere Richtung?

Viele Paare machen die Erfahrung, dass ihre Beziehung sowohl stärker als auch verwundbarer geworden ist, wenn Kinder auf der Bildfläche erscheinen. Zusammen Eltern zu sein ist eine lebenslange Aufgabe und eine lebenslange Verantwortung, die für Freude sorgt, Sie jedoch auch vor Herausforderungen stellt.

Kleinkind 33 Monate alt

Kleinkind 33 Monate

Kleinkind 33 Monate altWas ist harmlos, und wann zum Arzt?

Es gibt nur wenig, was so besorgniserregend für Eltern ist wie die Krankheiten ihrer Kinder. Meistens sind die Krankheiten glücklicherweise vollkommen harmlos. Im Laufe der Zeit sammeln Sie immer mehr Erfahrung mit Kindern und deren Krankheiten, und die Nervosität nimmt etwas ab. In den allermeisten Fällen sind Krankheiten harmlos, und Ihr Kind wird im Laufe einiger Tage wieder in Topform sein. Trotzdem können hohes Fieber, mangelnde Esslust und ein schlechtes Allgemeinbefinden einem ab und zu einen Schrecken einjagen.

Sie kennen Ihr Kind am besten

Oft ist es schwierig einzuschätzen, wie ernst eine Krankheit ist, da völlig harmlose und ernsthaftere Krankheiten oft genauso anfangen können. Sie müssen dann anhand Ihrer persönlichen Kenntnisse über die Launen, Verhaltensmuster und den allgemeinen Gesundheitszustand Ihres Kindes beurteilen, ob Sie einen Arzt aufsuchen müssen.

Kein Medizinstudium kann Ihre Kompetenz ersetzen. Ihre Intuition ist ein wichtiger Anhaltspunkt, wenn Sie überlegen, ob Sie einen Arzt aufsuchen müssen, und Ihre Kenntnisse über Ihr Kind sind für den Arzt wichtig, wenn er Ihr Kind untersucht.

Krankheitsquelle Kindergarten

Für Viele sind die Kleinkindjahre von häufigen Erkältungen geprägt, das gilt insbesondere für die ersten Jahre in der Kinderkrippe.

Dort, wo viele Kinder zusammen kommen, stecken sie sich leicht an, und die Immunität gegen ein Virus schützt nicht vor einem anderen. Mit der Zeit wird Ihr Kind jedoch vielen unterschiedlichen Viren ausgesetzt, und seine Immunität baut sich auf. Nach ein paar Jahren in der Kinderkrippe nimmt die Anzahl der Krankheitstage häufig ab.

Wann darf Ihr Kind wieder in die Krippe/den Kindergarten? Als Faustregel gilt, dass Kinder mit Fieber und einem verschlechterten Allgemeinbefinden zu Hause bleiben. Die meisten Kindergärten haben Merkblätter mit den Regeln, die bei Krankheiten bzw. Infekten gelten. Oft sind diese Regeln Teil der Anmeldeformulare und müssen auch unterschrieben werden.

Was du nicht willst, was man dir tu…

Fragen Sie im Zweifelsfall lieber die Erzieher/innen oder den Arzt, denn es ist niemandem geholfen, wenn Sie ein krankes Kind in den Kindergarten schicken, wo es dann noch weitere Kinder ansteckt. Das würden Sie ja umgekehrt auch nicht wollen…

Malen als Audruck von Fantasie

Kinder sind kreativ und lieben es, sich auszudrücken. Es ist reizend, Kindern beim Malen zuzusehen und sich ihre Bilder anzuschauen. Die Entwicklung von den ersten kleinen Strichen bis zu großen Kritzeleien, die das ganze Blatt bedecken, ist spannend zu verfolgen.

Die Fantasie zeigt sich in der Ausdrucksform. Ihr Kind freut sich sofort über das Ergebnis, wenn es den Buntstift über das Blatt bewegt. Vielleicht können Sie das ja zusammen machen? Malen ist eine tolle Gelegenheit, über Farben und Motive zu sprechen, und vielleicht ist die Malstunde ja sogar der Auslöser für ein interessantes Gespräch? Um den Tisch herum zu sitzen und sich zusammen etwas auszudenken, ist für Ihr Kind eine gute Gelegenheit zu erleben, dass Sie sich dafür interessieren, womit es sich beschäftigt. Wenn Sie Interesse an seiner Zeichnung zeigen, spürt Ihr Kind, dass diese Art der Kommunikation akzeptiert wird. Und alle Großeltern schmelzen dahin, wenn sie selbstgemachte Weihnachtsgeschenke voller Schnörkel auspacken!

Gemeinsam Malen als Brücke zum Kind

Sich an den Aktivitäten zu beteiligen, für die sich Ihr Kind begeistert, ist eine Form der Kommunikation. Es ist eine Kunst, Ihr Kind zu ermuntern und nicht immer zu fragen, wie und warum es macht, was es macht. Daran sollten Sie vielleicht auch denken, wenn Sie sich miteinander unterhalten: Ab und zu möchten wir einfach nur ermuntert werden!

Kind im Alter von 32 Monaten

Kleinkind 32 Monate

Kind im Alter von 32 MonatenLesezeit – ein Fest für die Sinne

Kinder in diesem Alter wissen es sehr zu schätzen, wenn ihnen vorgelesen wird. Wenn Sie ein guter Vorleser sind, wird Ihrem Kind das Vorlesen auch noch viel Freude bereiten, nachdem es selbst Lesen gelernt hat. Hier ein paar bewährte Tipps für schöne Vorlesezeiten:
Wählen Sie einen Ort aus, an dem Sie es sich gemütlich machen können und wo viele spannende und lehrreiche Bücher zur Auswahl stehen
Sorgen Sie dafür, dass Sie nicht durch Geräusche und andere Sachen gestört werden, die ablenken.

Wählen Sie einen Zeitpunkt am Tag, an dem Ihr Kind in der richtigen Stimmung und nicht übermüdet ist.
Suchen Sie ein Buch aus, das zur Stimmung Ihres Kindes passt. Wenn Ihr Kind überdreht ist, sollten Sie vielleicht ein Buch wählen, das zu Bewegungen oder körperlicher Teilnahme auffordert, beispielsweise ein Buch mit Klappen oder beweglichen Teilen. Wenn Ihr Kind gerade ruhiger wird, sollten Sie ein Buch mit einem Text aussuchen, der sich reimt. Planen Sie feste Lesezeiten ein, beispielsweise nach dem Mittagessen, vor dem Mittagsschlaf oder abends vor dem Schlafengehen.

Kleine Kinder sind in einer vertrauten und vorhersehbaren Umgebung am aufgeschlossensten.
Suchen Sie sich eine bequeme Stellung zum Sitzen. Ihr Kind sitzt wahrscheinlich am liebsten auf Ihrem Schoß.
Sie sollten auch Spaß haben! Suchen Sie am besten Bücher aus, die Sie gerne lesen – dann kommt der Rest von ganz alleine. Zeigen Sie Ihr schauspielerisches Talent, und vergessen Sie nicht, dass alle Schauspieler üben müssen.
Lesen Sie das Buch, das Sie zusammen lesen werden, am besten vorher schon mal durch. Gehen Sie in Ihrer Rolle auf! Auch wenn Sie sich vielleicht in bisschen blöd vorkommen, hat es eine tolle Wirkung! Geben Sie jeder Figur eine andere Stimme. Augen und Augenbrauen sind hervorragende „Requisiten“: benutzen Sie sie, um Erstaunen, Schrecken, Humor und Spannung zum Ausdruck zu bringen.
Achten Sie darauf, dass Sie in regelmäßigen Abständen Augenkontakt haben, beispielsweise, um zu illustrieren, dass etwas besonders spannend oder dramatisch ist. So können Sie die Aufmerksamkeit Ihres Kindes besser fesseln.
Benutzen Sie Ihren Körper, um deutlicher zu zeigen, was in der Geschichte passiert.
Sorgen Sie dafür, dass es Spaß macht, singen Sie den Text, oder ersetzen Sie den Namen der Hauptperson mit dem Namen Ihres Kindes oder seines Kuscheltiers.

Ersetzen Sie einige der Wörter im Text durch unsinnige Wörter. Denken Sie sich zusammen ein anderes Ende für die Geschichte aus. „Und sie lebten noch lang und glücklich bis ans Ende ihrer Tage“ ist lange nicht so lustig wie „Und sie lebten auf und ab bis ans Ende ihrer Tage.“
Geben Sie Ihrem Kind einfache Anweisungen wie „Mach muh wie eine Kuh!“, „Kitzle das Baby unter den Füßen!“ oder „Gib der Katze einen Kuss!“. Sie werden merken, dass Ihr Kind sich schnell mitreißen lässt. Kinder finden es lustig mitzumachen, indem sie Tiergeräusche machen und in die Hände klatschen.
Wenn Sie anfangen zu lachen, lacht Ihr Kind mit Ihnen. Oder einfach ausgedrückt: Kinder lernen am besten, wenn sie Spaß haben.

Zeit für sich selbst und für die Eltern als Paar

Kommt es Ihnen vielleicht so vor, als ob Sie jetzt mehr Zeit miteinander verbringen? Wenn Ihr Kind abends einfacher einschläft, bleiben Ihnen einige Stunden zu zweit. Es ist nicht immer so leicht, Pläne zu machen, ab und zu sind Sie vielleicht müde und möchten am liebsten auf dem Sofa liegen. Ein andermal freuen Sie sich über Besuch.

Es ist wichtig, dass Sie etwas zusammen unternehmen, sich jedoch auch Zeit für sich selbst nehmen. Gemeinsame Erlebnisse tun genauso gut wie ab und zu eine Verschnaufpause. Finden Sie heraus, wie Sie Ihre Zeit nutzen, was Sie zusammen unternehmen, wie Sie Zeit zusammen verbringen möchten. Es ist logisch, dass die Hausarbeit zunimmt: Kleidung muss gewaschen und Lunchpakete müssen gepackt werden. Ihre kleine Familie ist eine eigene kleine Wertegesellschaft, und durch Ihre Handlungen zeigen Sie, was Sie darstellt.

Kleinkind 31 Monate

Kleinkind 31 Monate

Kleinkind 31 MonateDas leidige Thema Schlafen

Es gibt viele Empfehlungen und Vorschläge zum Thema gute Schlafgewohnheiten – die sich zum Teil leider widersprechen. Schlafen ist nämlich ein Thema, zu dem viele – sowohl Fachleute als auch Eltern – eine ausgeprägte Meinung haben. Eltern haben sehr unterschiedliche Auffassungen darüber, wo Schlafprobleme anfangen. Manche machen sich viele Sorgen darüber, dass sie es nicht schaffen, ein festes Schlafmuster für die Kinder einzuführen, während andere sich wohl dabei fühlen, die Dinge einfach so zu nehmen, wie sie kommen.

Feste Rythmen haben sich bewährt

Bei Schlafschwierigkeiten stellt das Einschlafen meistens das größte Problem dar. Das gilt sowohl, wenn Ihr Kind tagsüber und abends einschlafen soll, als auch, wenn es nachts wach wird. So manch einer ist vor dem Schlafengehen schon vom Kind zu unterhaltsamen Aktivitäten überlistet worden. Ist die Stimmung allerdings zu gut, kann es Ihrem Kind schwerfallen, wieder zur Ruhe zu kommen, wenn es schlafen soll.

Versuchen Sie, sich an feste Zeiten zum Schlafengehen und Aufstehen zu halten. Halten Sie sich an denselben Tagesrhythmus – auch am Wochenende. Es kann schwierig sein, sich daran zu halten, wenn der Körper einfach nur nach Schlaf verlangt. Langfristig wird es sich jedoch auszahlen. Und für Ihr Kind ist es zweifellos am besten.

Wann Probleme angehen?

Wenn Sie das Gefühl haben, dass Ihr Kind oder ein anderes Familienmitglied an Schlafmangel leidet, sollten Sie dies aus der Welt schaffen, bevor Ihr Kind in den Kindergarten oder die Krippe geht. Bis dahin ist nämlich normalerweise noch ein Elternteil zu Hause. Es wird noch anstrengender, neue Gewohnheiten einzuführen, wenn beide Eltern wieder arbeiten gehen. Sie sollten allerdings nicht übereifrig oder so besorgt sein, dass Sie ständig neue Methoden ausprobieren, um Ihr Kind zum Schlafen zu bringen.

Seien Sie geduldig, und stellen Sie sich darauf ein, dass Sie auch in Zukunft ab und zu mit schlaflosen Nächten rechnen müssen. Gute Routinen und gemütliche Rituale sind wichtiger als alle anderen Tricks und Anstrengungen.

Heute Mamikind, morgen Papakind?

Es kann passieren, dass Kinder von Zeit zu Zeit eine starke Vorliebe dafür haben, welcher Elternteil was machen soll. Das kann das Verhalten von uns Erwachsenen beeinflussen. Ein andermal kann es so sein, dass es rein gefühlsmäßig das Bedürfnis hat, mehr Zeit mit dem einen als mit dem anderen Elternteil zu verbringen. Sie verhalten sich unterschiedlich, und auch wenn Sie in Bezug auf Regeln an einem Strang ziehen, wird Ihr Kind Sie als zwei unterschiedliche Personen betrachten und sich Ihnen gegenüber anders verhalten.

Als Eltern an einem Strang ziehen

Ab und zu wird Ihr Kind darauf bestehen, dass der jeweils andere ihm hilft, einfach nur um des Bestimmens willen. Ein andermal kann es sein, dass Ihr Kind im Allgemeinen ein großes Bedürfnis verspürt, mit sich selbst allein zu sein. Wahrscheinlich ändern die Vorlieben sich wieder, und das Ganze ist vorübergehender Natur. Es kann allerdings schmerzvoll sein, wenn man der Teil ist, der keine Erlaubnis erhält, zu trösten, den Schlafanzug anzuziehen, die Zähne zu putzen und das Essen aufzutun.

Sprechen Sie darüber, so dass Sie sich einig sind, wie Sie sich Ihrem Kind gegenüber in solchen Situationen verhalten sollten und wie Sie zusammen daran arbeiten können, dass Sie beide sich besser dabei fühlen. Sollte es Ihrem Kind gestattet sein zu wählen? Sollte es ihm gestattet sein, selbst eine Entscheidung zu treffen?

Kind im Alter von 30 Monaten

Kleinkind 30 Monate

Kind im Alter von 30 MonatenGroße Fortschritte bei der Motorik

Ihr Kind läuft jetzt genauso wie ein Erwachsener in einer Ferse-Zehen-Bewegung, und es fällt ihm leichter, nicht mehr hinzufallen und Hindernissen aus dem Weg zu gehen. Es kann Treppen steigen, und zwar Stufe für Stufe. Beim Heruntergehen braucht es allerdings vielleicht immer noch Hilfe.

Jetzt kann Ihr Kind auch rennen, und das macht ihm besonders viel Spaß. Es kann auch passieren, dass es springt, ohne hinzufallen. Die feinmotorischen Fähigkeiten entwickeln sich ständig weiter. Vielen Kindern macht es jetzt Spaß, auf Papier zu malen und mit Bauklötzen zu spielen. Es ist auch lustig, etwas von einem Kasten oder Eimer in einen anderen zu kippen, beispielsweise Sand oder Wasser.

Ihr Kind kann sich jetzt länger machen und vielleicht sogar schon Türen öffnen. Denken Sie darum unbedingt an Kindersicherungen.

Von X-und O-Beinen

Kinder haben viele unterschiedliche Arten zu laufen. Die meisten haben ihre Füße leicht nach außen gedreht, wenn sie anfangen zu laufen, und viele fangen an, ihre Zehen nach innen zu drehen, wenn sie ein besseres Gleichgewicht haben. Außerdem haben kleine Kinder Plattfüße, da sie Fettpolster unter den Füßen haben – die meisten bis zu einem Alter von ungefähr drei Jahren. Am Anfang laufen Kinder oft o-beinig. Das ändert sich meistens, wenn sie vier oder fünf Jahre alt sind. Ab einem Alter von drei Jahren ist es ziemlich normal, dass Kinder X-Beine haben. Diese Stellung normalisiert sich jedoch meistens wieder, wenn sie das Schulalter erreicht haben.

Solange die Fuß- oder Beinstellung Ihrem Kind keine Schwierigkeiten beim Laufen oder Rennen bereitet, ist das Problem meist nicht ernsthaft, und es wird sich von selbst korrigieren. Sollte die Fähigkeit Ihres Kindes zu laufen oder zu rennen allerdings beeinflusst werden, kann eine Behandlung notwendig sein. Dann sollten Sie einen Kinderarzt aufsuchen, der Sie weiter überweisen kann. Sie sollten jedoch nicht vergessen, dass sich sogar ernsthafte Zustände im Laufe der Jahre selbst korrigieren.

Spielen ist mehr als ein Zeitvertreib

Kinder werden geboren, um zu spielen – Spielen ist ihre Form der Arbeit. So erkunden sie die Welt, sie erfahren und lernen mehr über sich selbst und die Welt um sie herum. Wenn Sie sich damit beschäftigen, was Ihr Kind spielt und was es beschäftigt, lernen Sie mehr darüber, wer es ist. Achten Sie aufmerksam darauf, welche Initiativen Ihr Kind ergreift und wie Sie darauf reagieren.

Auch wenn uns Erwachsenen die Spiele nicht immer unbedingt in den Kram passen, sollten wir uns bewusst machen, dass wir die Fantasie und die Entfaltung unseres Kindes nicht zu stark einschränken dürfen. Nehmen Sie sich Zeit, zusammen zu spielen. Wenn Sie nachmittags zusammen zu Hause sind, gibt es im Haus Vieles, womit Sie sich beschäftigen können.

Spielen Sie mit!

Es kann jedoch wichtig für Ihr Kind sein, dass Sie sich Zeit zum Spielen nehmen, so dass es nicht immer spielen muss, während Sie Kartoffeln schälen, den Boden wischen und die Wäsche sortieren. Als Eltern haben Sie jetzt einen guten Grund, sich von Ihrer kreativen und spontanen Seite zu zeigen, impulsiv zu sein und im Jetzt zu leben. Viele Erwachsene spielen wieder mehr, wenn sie Kinder bekommen. Vielleicht ist es ja so, dass man sich selbst gestattet, diese Verhaltensweisen wieder hervorzuholen? Ihr Kind wird Sie dafür lieben, dass Sie zusammen mit ihm rutschen oder Sandschlösser bauen.

Kleinkind im Alter von 29 Monaten

Kleinkind 29 Monate

Kleinkind im Alter von 29 MonatenSprachentwicklung

Sie verstehen Ihr Kind bereits, seitdem es seine allerersten Wörter gesagt hat. Für die Großeltern und andere, die Sie als Dolmetscher brauchten, wird es allerdings eine Erleichterung sein, dass die Sprache Ihres Kindes jetzt deutlicher und besser entwickelt ist. Seine Sätze werden immer länger und bestehen jetzt aus bis zu fünf oder sechs Wörtern. Die Grammatik wird komplizierter, wenn Ihr Kind anfängt, Mehrzahl und Pronomen zu benutzen.

Zum Ende des dritten Lebensjahres wird Ihr Kind die meisten der Wörter verstehen, die es in seiner Alltagssprache benötigt. Je mehr sich die Fähigkeiten Ihres Kindes zu denken und seine Fantasie entwickeln, umso mehr entwickeln sich auch die Sprachfähigkeiten, die es braucht, um Ihnen von seinen Gefühlen, Gedanken und Ideen zu erzählen. So öffnet sich Ihnen eine völlig neue Welt der Kommunikation.

Was ist normal?

Der Rahmen des Normalen ist weit. Sie können jedoch Folgendes erwarten: Ihr Kind spricht in Sätzen mit 2–3 Wörtern und zeigt, dass es immer mehr von dem versteht, was andere sagen. 30 Monate: Ihr Kind verwendet Pluralendungen und verneinende Sätze. Es fragt „was“ und „wo“ und erkennt ein oder mehrere Farben und ihre Namen. 36 Monate: Ihr Kind singt Lieder, die es kennt. Es fragt „warum“ und „wer“, und es versteht und benutzt einige Präpositionen.

Geschlechtsrollen und Stereotypen

Alle Kinder sind unterschiedlich. Aber gibt es auch Unterschiede, die damit zu tun haben, dass Ihr Kind ein Junge oder ein Mädchen ist? Es hat sich herausgestellt, dass wir Erwachsenen uns anders gegenüber Jungen als gegenüber Mädchen verhalten, und es gibt keinen Zweifel, dass das Umfeld, in dem sie aufwachsen, sie prägt. Das Geschlecht ist sowieso ein wichtiger Identifikationsfaktor.

Haben Sie Erwartungen an Ihr Kind, die damit zu tun haben, dass es ein Junge oder ein Mädchen ist? Fällt Ihnen auf, dass andere diese haben? Ist es anders, Eltern von Mädchen oder von Jungen zu sein? Reagieren Sie unterschiedlich auf sie? Suchen Sie die Ursache irgendeiner Handlung im Geschlecht?

Der Platz in der Geschwisterreihenfolge kann von Bedeutung dafür sein, welche Eigenschaften sich verstärken. Unterschiede können jedoch auch dadurch entstehen, ob jemand Einzelkind ist oder Geschwister hat. Es gibt sehr viele Faktoren, die sich auf Ihr Kind auswirken – einige können Sie beeinflussen und andere nicht.

Kind im Alter von 28 Monaten

Kleinkind 28 Monate

Kind im Alter von 28 MonatenWichtige Grundsteine fürs Sozialverhalten

Die Grenzen und Regeln, die Sie in den ersten Jahren setzen, schaffen die Grundlage für ein gutes Verhalten in den Jahren darauf. Experten sind sich darüber einig, dass die beste Methode, Ihrem Kind gutes Benehmen beizubringen, ist, wenn Sie mit gutem Beispiel vorangehen.

Wenn Sie in Situationen, die nicht so sind wie sie sein sollten, schreien und gewaltsam reagieren, lernt Ihr Kind, dasselbe zu tun. Es ist wichtig, konsequent zu sein und vorhersehbare Routinen zu finden.

Erwünschte Verhaltensweisen belohnen

Wenn Sie Ihrem Kind an einem Tag erzählen, dass es nicht erlaubt ist, beim Abendessen Spielzeug mit an den Tisch zu nehmen, dürfen Sie ihm das am nächsten Tag auch nicht erlauben. Ihr Kind muss wissen, was es erwartet und wann Sie erwarten, dass es sich auf eine bestimmte Art und Weise verhält. Am wichtigsten ist, dass Sie gewünschte Verhaltensweisen belohnen.

Wenn Ihr Kind sieht, dass ihm Aufmerksamkeit geschenkt wird, wenn es etwas richtig macht, hat es weniger Anlass, sich schlecht zu benehmen, um Aufmerksamkeit zu erregen.

Klein, aber voller Charakter

Kinder drücken sich oft sehr deutlich aus. Sie zeigen das ganze Spektrum an Gefühlen und am liebsten innerhalb einer Minute vom Anfang bis zum Ende der gesamten Skala. Jetzt erkennen Sie die Persönlichkeit Ihres Kindes bestimmt deutlicher. Vielleicht verstehen Sie Ihr Kind auf unterschiedliche Weise und begegnen ihm damit auf unterschiedliche Art?

Nicht so leicht auf die Palme bringen lassen

Sie sollten sich darüber im Klaren sein, welche Rückmeldungen Sie Ihrem Kind geben: was erlaubt ist, dieselben Regeln, wann Ihr Kind Süßigkeiten haben darf und wie Sie reagieren, wenn Ihr Kind in einem knatschigen Tonfall fragt. Das sorgt für Voraussagbarkeit und Geborgenheit, sowohl für Sie als auch für Ihr Kind. In der Praxis ist das allerdings nicht immer ganz so einfach.

Auch wenn Sie bestimmt manchmal das Gefühl haben, möchte Ihr Kind Sie ganz sicher nicht ärgern oder bösartig sein. Wenn Sie versuchen herauszufinden, was Ihr Kind beschäftigt, fällt es Ihnen vielleicht leichter, nicht gleich ärgerlich zu werden. Wenn Ihr Kind zum vierten Mal mit seinem Käse-Brot geworfen hat, kann es ja schließlich sein, dass es Ihrem Kind Spaß macht zu schmeißen – nicht mit Essen, sondern einfach etwas vom Tisch zu werfen. Wenn Ihr Kind sein Wasserglas umkippt, kann es sein, dass es sich dafür interessiert, wie das Wasser sich bewegt. Vielleicht sind lustige Spiele in der Badewanne ja die Lösung.

Kind im Alter von 27 Monaten

Kleinkind 27 Monate

Kind im Alter von 27 MonatenGründe für Trotzanfälle

Wutanfälle finden im Alter zwischen zwei und drei Jahren normalerweise ihren Höhepunkt und sind ein ganz normaler, wenn auch ziemlich anstrengender Teil der Entwicklung Ihres Kindes. Auch wenn Ihr Kind verbale Fähigkeiten hat, ist es oft noch nicht in der Lage, seine Wünsche mitzuteilen, und das kann ganz schöne Frustrationen auslösen. Ihr Kind hat auch körperliche Fähigkeiten, schafft es jedoch noch nicht, alles zu machen, wozu es Lust hat.

Außerdem hat es noch nicht gelernt, mit seinen Gefühlen umzugehen. Das sind die optimalen Voraussetzungen für einen Wutanfall. Wutanfälle haben die Tendenz aufzutreten, wenn Ihr Kind müde oder hungrig ist oder einen schlechten Tag hat und wenn eine Situation frustrierend oder überwältigend ist. Es reicht schon, wenn ein Keks auf den Boden fällt, um einen Wutanfall auszulösen. Der Grund ist dann allerdings meistens nicht der Keks, sondern es sind mehrere kleine, über den Tag verteilte Enttäuschungen und Frustrationen.

Wie reagieren?

Beobachten Sie Ihr Kind, um herauszufinden, wann im Laufe des Tages es zufrieden ist und gute Laune hat und wann es die Tendenz hat, frustriert zu sein. Wenn Sie herausgefunden haben, wann die Gefahr eines Wutanfalls am größten ist, stehen Ihre Chancen besser, ihn abzuwenden.

Sie sollten außerdem für vorhersehbare Regeln sorgen und diese Ihrem Kind möglichst klar und deutlich mitteilen. Geben Sie Ihrem Kind ruhig ein paar Wahlmöglichkeiten. Selbstverständlich gibt es immer wieder Situationen, in denen Ihnen nichts anderes übrig bleibt, als so gut es geht auf den Anfall zu reagieren und Ihrem Kind beizustehen, wenn es sich wieder beruhigt hat.

Versuchen Sie, gewünschtem Verhalten mehr Aufmerksamkeit zu schenken als ungewünschtem. Sie sollten niemals vergessen, dass Wutanfälle bei den meisten Kindern ein vorübergehendes Phänomen sind, das vorbei ist, wenn Ihr Kind fortgeschrittenere Formen der Kommunikation und soziale Fähigkeiten lernt.

Gemeinsam lachen stärkt die Beziehung…

Nur wenige Dinge kommen so von Herzen wie das Gelächter von Kindern. Kinder lachen, bevor sie sprechen können, und die Forschung ist der Meinung, dass das Lachen älter als die Sprache ist. Lachen schafft Gemeinschaft, und sowohl Sie als auch Ihr Kind erfahren es als positiv. Kinder lachen meistens öfter als wir Erwachsenen, man geht von ganzen 400 Mal am Tag aus. Kinder sind lustig und haben ein Gefühl für amüsante Dinge. Oft ist nicht viel nötig, um sie zum Lachen oder Lächeln zu bringen. Es hat fast den Anschein, dass sie nur auf einen Grund warten. Finden Sie heraus, was Ihr Kind zum Lachen bringt.

… und zeugt von Sinn für Timing

Ab und zu kann es passieren, dass wir Erwachsenen den Humor und das Gelächter als störend empfinden und möchten, dass unser Kind leiser ist. Sie sollten jedoch nicht vergessen, wie wichtig Humor ist: Er ist gut für die Gesundheit und sorgt für gute Unterhaltung. Lustig zu sein hat viel mit Timing zu tun, und Ihr Kind beweist, dass es diese Fähigkeit besitzt, indem es Humor zeigt. Es lohnt sich, solche Momente zusammen mit Ihrem Kind zu verbringen, da es Ihnen beiden das Gefühl der Zusammengehörigkeit gibt. Das gefühlsmäßige Band zwischen Ihnen ist etwas ganz Besonderes, und Ihr Kind wird sich immer daran erinnern. Das wird später im Zusammenspiel und Verhältnis Ihres Kindes zu anderen zum Ausdruck kommen.