Eine Mutter schreibt die Wahrheit über Eltern-Sex

Spontane wilde Leidenschaft? Ach was, der Sex von Eltern findet dann statt, wenn das Kinderfernsehprogramm läuft. Kommt vielen Müttern und Väter verdammt bekannt vor, was Constance Hall so offen schildert …

Die Australierin Constance Hall (32) ist Mutter von vier kleinen Kindern und Bloggerin. Klar, auf Instagram und auf Facebook ist sie auch zu lesen. Ein Post von ihr geht nun um die Welt. Denn sie beschreibt ganz offen, wie es Eltern von kleinen Kindern gelingt Sex zu haben.

„Gestern hatten wir Eltern-Sex“, schreibt sie. Eltern-Sex, das seien die dreieinhalb Minuten, die zwischen Windelwechsel und Essenszubereiten blieben. Eltern-Sex, das ist:  „wenn ihr merkt, dass eure Kinder abgelenkt sind, und euch auffällt, dass ihr seit knapp einem Monat keinen Sex mehr hattet und ihr euch langsam fühlt, als ob wenn ihr WG-Mitwohner seid.“

Das winzige Fitzelchen Zweisamkeit muss effizient sein: „Die Verführungskunst deines Mannes besteht darin, dass mit dem Finger erst auf das Schlafzimmer und dann auf seinen Schritt zeigt und dass ihr euer Bett so ausrichtet, dass du mit einem Fuss die Tür zuhalten kannst. Denn Kinder, die sonst so laut sind können sich so furchtbar leise heranschleichen.

Constance mit ihren beiden Jüngsten (c) instagram.com/mrsconstancehall/

Constance mit ihren beiden Jüngsten (c) instagram.com/mrsconstancehall/

„Sicherheitshalber werft ihr trotzdem die Decke über euch, falls ein Kind euch bei Mami- und Papi-Yoga ertappt. Du hörst das Kinderfernsehprogramm im Hintergrund und weißt, dass das eure Zeit bestimmt.“ Ob das wirklich schön und romantisch ist? Zumindest funktioniert der Sex bei Constanze Hall und ihrem Mann. Sie freut sich, dass er sie trotz schlaffer Brüste, Babybauch und mit unrasierter Intimzone großartig findet und fühlt sich als Sexgöttin. So ganz befriedigend scheint sie Eltern-Quickies aber nicht zu finden. „Männer sind schon erstaunliche Kreaturen. Sie schaffen es mit reiner Willenskraft auch unter diesen Umständen zum Orgasmus zu kommen. Wir Frauen tun uns da nicht immer so leicht.“

Ihr offenen Worte haben offensichtlich bei vielen einen Nerv getroffen. Ihr Beitrag wurde mehr als 36.000 Mal geteilt und wird weltweit gelesen und kommentiert. „Ich liebe deine Ehrlichkeit. Allen Eltern geht es so“, schreibt eine Mutter. Ein anderer Kommentar lautet:“Ich kann mich an diese Tage erinnern. Aber warte, bis die Kinder älter sind und die Jahre der Konditionierung bedeuten, dass es mit den dreieinhalb Minuten Quickies weitergeht, auch wenn ihr alle Ruhe und Zeit der Welt habt.“

Wie Sex in der Elternphase sehr wohl ganz toll sein kann, das hat die bekannten Sexologin Ann-Marlene Hennig (ZDF, „Make Love“) der liliput-lounge im Interview erklärt.
Constances Text ist hier im Original zu lesen.

We had „parent sex“ yesterday. You know what parent sex is, it’s that 3.5 minutes you get in between changing nappies…

Posted by Constance Hall on Dienstag, 5. Januar 2016

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