Zecken lauern im Gras

Der Biss einer Zecke ist nicht gefährlich – die Krankheitserreger, die einige Zecken übertragen können, jedoch sehr. In einigen Gebieten Deutschlands, Österreichs und der Schweiz können Zecken einen Menschen mit FSME (Hirnhautentzündung) infizieren, indem sie ihn beißen. Der beste Schutz dagegen ist eine Impfung.

Da die Impfung gegen FSME drei Mal durchgeführt werden muss, bis der volle Impfschutz erreicht ist, und dies über einen Zeitraum von einem kompletten Jahr geschieht, sollte man sich rechtzeitig darum kümmern. Gegen die zweite gefährliche Krankheit, die Zecken übertragen können, gibt es keine Impfung – es ist die Borreliose. Allerdings kann eine rechtzeitig erkannte Borreliose mit Antibiotika gut behandelt werden.
Abgesehen vom Impfschutz ist es klug, im Wald lange Hosen und Strümpfe zu tragen. Zecken können nämlich nicht fliegen und lassen sich auch nicht von Bäumen fallen, was viele Menschen irrtümlich glauben. Die kleinen Tiere sitzen auf Grashalmen, im Unterholz und in Büschen, von denen sie sich losmachen, wenn ein Mensch sie streift. Und selbstredend sollte man sich nach einem Waldspaziergang gründlich untersuchen, um einen Zeckenbefall auszuschließen. Da man einen Zeckenbiss nicht spürt, muss man besonders gründlich im Nacken, Achselhöhlen, hinter den Ohren und in der Schamgegend nach den Tieren gucken – dort können sie sich bestens versteckt einnisten. Lesen Sie hier mehr über Zecken.
Sollten Sie eine Zecke an Ihrem Körper entdecken, muss diese möglichst rasch fachgerecht entfernt werden (ohne sie zu zerqeutschen). Einige Mediziner sagen, es sei besser, sie selber weniger geschickt zu entfernen als 12 Stunden lang auf einen Termin beim Arzt zu warten. Bei Schwangeren empfiehlt es sich, die Zecke zur Untersuchung in ein Labor einzuschicken, um festzustellen, ob sie Überträger von Krankheiten sein könnte. Bei einem positiven Ergebnis kann gezielt gehandelt werden und ein Schaden für das ungeborene Kind vermieden werden.
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