Sicher im Herbst

Die dunkle Jahrezeit ist für Kinder gefährlich: Jetzt ist das Unfallrisiko um das dreifache höher als im Sommer oder Frühjahr. Doch wer die Empfehlungen von Verkehrswacht und Polizei befolgt, kann passive Sicherheit aktiv betreiben.

Laub, Regen, Nebel, späte Morgendämmerung und früh einsetzende Dunkelheit: Die Sicht ist schlecht. Die kalte Witterung und vor allem die schlechten Sichtverhältnisse sind für Fußgänger gefährlich.
Der Deutsche Verkehrssicherheitrat (DVR) warnt: “Zwischen sieben und acht Uhr ereignen sich im Winter besonders viele Unfälle mit Kindern”. Eine Analyse der Verkehrsunfalldaten hat bewiesen, dass der Anteil der kleinen Fußgänger und Fahrradfahrer, die in dieser Jahreszeit verunglücken ist dreimal so hoch wie im Frühjahr oder Sommer.
Kleidung im Herbst

Warnweste für Kinder (Panthermedia Bild von Vereshchagin Dmitry)

Fußgänger verunglücken hauptsächlich, weil sie sich falsch verhalten, an ungesicherten oder kaum einsichtbaren Stellen über die Straßen gehen und kaum auf den Verkehr achten. Schulkinder sind morgens oft noch müde oder durch andere Kinder abgelenkt. Eltern sollten daher kleinere Schulkinder in dieser Jahreszeit doch noch begleiten – man  kann sich ja auch mit anderen Eltern kurzschließen und abwechselnd gehen, sodass eine kleine Gruppe von Kindern immer einen Begleiter hat.
Die Polizei hat an Eltern vor allem zwei Empfehlungen: Für die Kinder und deren Sicherheit sollten Eltern selbst mit gutem Beispiel voran gehen und auf gute Sichtbarkeit achten.
Helle Kleidung alleine reicht im Dunklen nicht. Der Rat der Polizei: Unbedingt reflektierende Kleidung tragen und reflektierende Gegenstände mitführen. Von einem Scheinwerfer angestrahlt, können Reflektoren an Rucksäcken oder Jacken einen Fußgänger etwa 150 Meter weit sichtbar machen. Im Vergleich: eine helle Mütze oder Jacke wird nur bis zu 90 Metern gesehen, dunkle Jacken können Autofahrer kaum oder nur bis zu 30 Metern wahrnehmen.
Auch für Eltern von Kleinkindern oder Babys sind diese Hinweise wichtig. Denn Verkehrserziehung muss früh anfangen, da jeder Laufanfänger ja schon Verkehrsteilnehmer ist und entprechend gesichert werden sollte. Dies gilt auch für Buggys und Kinderwagen, denn sie müssen ebenfalls gut zu sehen sein.
Für Kinder und Eltern gibt es verschiedenste Lichter und Reflektoren. Der Deutsche Kinderschutzbund e.V. und die Polizei Hamburg unterstützen beispielsweise die Edition Sicherheit, die einen Reflexkragen mit Strangulierschutz anbietet. So können Kinder auf keinen Fall übersehen werden.

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