Urlaub auf dem Bauernhof

Wie wird man im Urlaub Kindern und Eltern gerecht? Wir haben eine wunderbare Osterwoche auf einem Bauernhof verbracht und konnten gar nicht genug bekommen. Mehr über die Abenteuer mit Esel Asina, Sandautos und dem lauten Hahn…

Abenteuer, Sonne, Strand und Meer. Und beste Stimmung. Mehr kann man sich wohl für einen kurzen Erhohlungsurlaub kaum wünschen. Da wir in Hamburg wohnen, bot sich über Ostern eine Reise an das Meer an. Aber was tun, wenn das Wetter vielleicht nicht mitspielt? Da uns vor dem Gedanken an zwei gelangweilte Kinder graute, suchten wir etwas anderes. Wir machten Urlaub auf einem Bauernhof.
Kind und TIer

Urlaub auf dem Bauernhof (Panthermedia Bild von Grischa Georgiew)

Es ging auf die Halbinsel Eiderstedt, in die Nähe des kleinen Ortes Tetenbüll. Hier haben Karin und Ingo Dau einen alten Resthof umgebaut – mit zwei schönen Appartments, einem herrlichen Garten und noch viel, viel mehr. Für uns Eltern war es natürlich besonders entspannend, dass alles in der Wohnung kindgerecht war: Hochstuhl, Kinderbetten, Kindersicherungen in den Steckdosen, Fläschenwärmer (gut – den brauchen wir nicht mehr), Kinderteller (sehr wichtig…) und (noch viel wichtiger) ein Spielzimmer mit Gesellschaftsspielen, Lego, Malpapier und vermutlich noch vielen anderen Dingen, die wir uns wegen des schönen Wetters gar nicht angeguckt haben.
Wer sich für einen Urlaub auf den Bauernhof entscheidet, hat im Internet viel Auswahl. Egal ob im Allgäu oder an der Küste, viele Landwirte vermieten Zimmer und Appartments. Da gibt es alles: Von der Fünf-Sterne Wellness-Oase bis zum kernigen Heuhotel. Die Arbeitsgemeinschaft Urlaub auf dem Bauerhof beispielsweise überprüft die teilnehmenden Höfe und vergibt Kategorien. In Bundesland Schleswig-Holstein gibt es zudem für Reisende mit Kindern das Gütesiegel “Kinderplus”. Höfe mit dem DLG-Gütezeichen findet man unter Landtourismus – hier gibt es auch Lastminute-Angebote und Reiseziele in anderen europäischen Ländern.
Auch uns hatte das Angebot im Netz an die Nordsee gelockt. Am Vormittag spielten unsere Kinder  begeistert im riesigen umzäunten Garten, buddelten, fuhren mit Rutscheautos, hüpften auf dem Trampolin und bewunderten die Trekker von Ingo Dau. Und natürlich gab es viele Tiere zu bewundern: Pony Peggy und Eselin Asina, eine Heidschnucke, Enten, Gänse und Ziegen. Und nicht zu vergessen: Die Hühner. Aus irgendeinem Grund war vor allem der Hahn Lasse etwas unheimlich – vielleicht weil der so laut sein kann. Lasse machte um den Hahn einen Riesenbogen. Die Hofkatze Tinka hingegen fand er klasse. Die Begeisterung war nicht ganz gegenseitig, Tinka waren seine Annährungsversuche eher etwas lästig.
Das Highlight war der Ritt auf der Eselin Asina. Die vierjährige Lina durfte richtig lange spazieren reiten und auch der zweijährige Lasse freute sich über einen etwa zehnminütigen Ritt. Beide hatten noch nie zuvor im Sattel gesessen. Und beide Kinder waren richtig andächtig still. Spürten das warme Fell und hielten wunderbar die Balance. Von diesem Erlebnis sprechen sie noch immer begeistert.
Nachmittags waren wir dann am Strand von St.Peter Ording, es wurden Sandautos gebaut, der Papa ging sogar im April mutig baden und es wurden eifrig Muscheln gesammelt. Am frühen Abend blieb nur wenig Zeit für Ortserkundungen, denn wir waren auf zwei Osterfeuern und fanden den Strand einfach so herrlich, dass wir bis zum Sonnenuntergang da blieben.
Was vom Urlaub blieb? Viele Bilder, Muscheln, zwei Plüschrobben, jede Menge feiner Sand, der immer noch in allen Taschen und im Auto ist. Und neue Freunde – vor allem Eselin Asina. Wir kommen bestimmt wieder…

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