Umstandsmode – was brauche ich?

Nach der 15. SSW fängt das Bäuchlein an, sich zu wölben – bei manchen Schwangeren etwas früher, bei einigen etwas später. Auf zum Shoppen!

Spätestens, wenn sich der Hosenknopf an der Jeans nicht mehr schließen lässt und auch die weiten Kleider spannen, muss sich die werdende Mutter mit dem Thema „Umstandsmode“ befassen.
Die gute Nachricht ist: es gibt wirklich schöne Sachen für jeden Geschmack. Die schlechte Nachricht lautet: Beim Blick auf das Preisschild erleidet so manche Schwangere einen kleinen Schock beim Shopping. Denn Umstandsmode kostet meist mehr als „normale“ Klamotten – sogar bei Billiganbietern wie H&M und C&A sind die Sachen für Schwangere nicht wirklich günstig.
Für den schmalen Geldbeutel empfiehlt es sich drum, im Freundeskreis nachzufragen, ob jemand mit getragenen Sachen aushelfen kann. Weil die Umstandsklamotten nur wenige Monate getragen werden, sind sie meist noch gut in Schuss und vielleicht freut sich derjenige, der sie aufbewahrt hat, sogar, wenn die Kleidung noch einmal sinnvolle Verwendung findet.
Wer aufs Geld nicht so schauen muss, hat wirklich viel Auswahl. Spezialversender für Babyartikel gibt es genügend, und häufig führen diese Firmen auch Umstandsmode. Auch in großen Kaufhäusern kann man praktische und bezahlbare Schwangerschaftsklamotten finden. Und schließlich gibt es auch noch Flohmärkte und Second Hand Läden, in denen die schwangere Frau Schnäppchen machen kann.

Welche Schwangerschaftskleidung braucht man?

Mit zwei Hosen (mit verstellbaren Gummizugbündchen oder elastischen Bündchen), zwei Kleidern und zwei Oberteilen kommt die werdende Mutter gut hin. Und auch wenn sie nicht schön sind, hat sich die Anschaffung von einigen großen Schlüpfern aus Baumwolle bewährt. In der Schwangerschaft sollte am Bauch kein Stringtanga kneifen – und auch die Slipeinlagen, die für den vermehrten Ausfluss nötig sind, haften viel besser in Unterwäsche mit mehr Stoff. Wer vor der Schwangerschaft keinen BH trug, wird sich nun wahrscheinlich einen anschaffen wollen, damit das wachsende Brustgewebe gestützt wird.

Brauche ich ein Stillkissen? Und einen Bauchgurt?

Zum Ausruhen mit dickem Bauch eignet sich ein Stillkissen ganz hervorragend: Zwischen die Beine geklemmt, wenn die Schwangere sich seitlich hinlegt, entlastet es Bauch und Rücken sehr angenehm. Deswegen macht es Sinn, das Stillkissen schon frühzeitig anzuschaffen (oder auszuleihen). Die Bezüge dieser Kissen sind waschbar, so dass kein Grund zur Sorge besteht, dass das Kissen schon abgenutzt sei, wenn das Kind zur Welt kommt.
Der Bauchgurt wirkt wie eine prima Erfindung, aber viele Frauen, die einen gekauft haben, sind nicht so begeistert, wie sie ursprünglich dachten. Manche mögen den zusätzlichen Druck auf dem Bauch nicht, andere haben das Gefühl, dass ihnen fürchterlich heiß wird, wenn sie ihn tragen. Wer die Möglichkeit hat, sollte den Bauchgurt ausprobieren, bevor er neu gekauft wird.

Was ist mit Stützstrumpfhosen?

Nicht jede Frau ist mit makellosen Beinen und straffem Bindegewebe gesegnet. Durch das zusätzliche Gewicht und Wassereinlagerungen kann es bei einigen Frauen zu Krampfadern in der Schwangerschaft kommen.
Frauen, die zu blauen Flecken neigen und kleine rote Äderchen haben (Besenreiser), sollten ihren Frauenarzt ansprechen und sich Kompressionsstrümpfe verschreiben lassen. Sie sind zwar nicht sehr bequem, entlasten aber die Beine ganz enorm. Diese Strümpfe gibt es als Strumpfhosen oder halterlose Strümpfe in verschiedenen Farben. Sie werden vom Sanitätshaus maßangefertigt und sind um Klassen besser als die Stützstrümpfe, die man im Kaufhaus erstehen kann.
Am besten ist es, diese Kompressionsstrümpfe schon ab dem 4. Monat zu tragen, um bleibenden Schäden an den Beinen vorzubeugen.

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