Richtig trinken in der Schwangerschaft

Sommerhitze: Schwangere sollen genügend Flüssigkeit zu sich nehmen. Aber wie schafft man es viel zu trinken? Was sind ideale Getränke? Lesen Sie unsere Tipps für werdende Mütter…

Schwangere Frauen sollen besonders viel trinken. Erst Recht bei sommerlichen Temperaturen.  Hebammen und Frauenärzte betonen immer wieder: „Viel trinken ist wichtig, mindestens 1,5 bis 2 Liter am Tag!“ Das scheint furchtbar viel? Ist es aber nicht. Denn die gleiche Menge sollte jeder trinken, nicht nur Schwangere. Wer stark schwitzt, sollte als Ausgleich sogar zwei bis drei Liter trinken. Hält man sich nicht daran, können Kopfschmerzen und Kreislaufprobleme schnell die Folge sein.

Doch was tun, wenn der Durst sich einfach nicht einstellen will und das Trinken solch einer Menge eine riesige Hürde zu sein scheint?

Richtig trinken in der Schwangerschaft (© Thinkstock)

Richtig trinken in der Schwangerschaft (© Thinkstock)

 

Unsere besten Tipps, damit das Trinken auch ordentlich Spaß macht und wirklich klappt:

  • Kaufen Sie sich große Gläser. Vier Gläser à 0,5 Liter sind rasch geleert und Sie haben einen guten Überblick.
  • Nehmen Sie immer zwei gefüllte Halbliter Plastikflaschen mit Wasser für unterwegs mit. Eine Flasche am besten direkt aus dem Tiefkühlfach, das Eiswasser kühlt die andere Flasche schön ab und ist am Nachmittag dann angenehm kühl.
  • Bei Hitze sind auch die erlaubten zwei Tassen Kaffee und schwarzer Tee tabu. Gleiches gilt für Cola, Brause und  Energydrinks. Sie wirken schweiß- und harntreibend und entwässern den Körper.
  • Getränke und Speisen nicht direkt aus dem Kühlschrank nehmen, sondern etwas erwärmen lassen. Denn unser Köper möchte bei zu kaltem Essen oder Trinken die Temperatur ausgleichen – spontan beginnt man zu schwitzen.

Was tun, wenn man wirklich gar nichts trinken mag?

Flüssigkeit muss nicht unbedingt getrunken werden, man kann sie auch löffeln. Zum Beispiel in Form einer leicht gekühlten Sommersuppe wie Gazpacho. Diese südeuropäische Wunderwaffe ersetzt Salze, Vitamine und Mineralstoffe, die dem Körper beim Schwitzen verloren gehen. Oder wie wäre es mit Wassermelone oder Salat? Beides besteht zu 95 Prozent aus Wasser.

Auch Erdbeeren sind ein sehr wasserreicher Snack. Richtig knackige Rote müssen auch nicht gezuckert werden. Quark ist ebenfalls eine gute Alternative – er hat auch einen Wasseranteil von 80 Prozent und ist idealer Kalziumlieferant.

Lecker schmeckt auch selbstgemachtes Mama-Eis. Dazu einfach Fruchtsaft (Kirschbanane, Apfel) in die Eiswürfelbehälter füllen. Später ein bisschen antauen lassen: Eine leckere Zwischenmahlzeit, die eigentlich ein Getränk zum Lutschen ist.

Auch ein Trinkduell mit dem Partner kann anstacheln. Jeder muss mindestens vier 0,5 l Gläser mit Wasser oder Kräutertee trinken – Bier zählt nicht, da müssen sich werdende Väter solidarisieren. Der Gewinner des Duells muss den anderen am nächsten Tag mit Frühstück im Bett oder einer schönen Massage verwöhnen. Oder mit einem Besuch im edlen Restaurant? Dass auf dem Tisch eine gute Flasche Tafelwasser steht, ist selbstverständlich.

Was sollten Schwangere trinken – und was nicht?

Am besten trinken werdende Mütter gutes Wasser – das kann je nach Qualität durchaus aus der Leitung sein. Auch Fruchtschorlen können erfrischen. Achten Sie bei Säften darauf, dass der Zuckergehalt gering ist. Orangensaft sollten Sie als Schwangere nur ein wenig trinken, da die enthaltenen Säuren die Zähne rasch angreifen können – und durch den veränderten Enzymhaushalt sind die Zähne sowieso sehr empfindlich.

Früchte- und Roibuschtee können Sie nach Belieben trinken. Schmeckt auch gekühlt sehr gut. Bei Kräutertees sollten Sie aufmerksam sein, denn nicht jeder ist für Schwangere geeignet – Brennnesseltee etwa entwässert zu viel, Himbeerblütentee fördert Wehen. Dass Alkohol tabu ist, ist hinlänglich bekannt. Auch koffeinhaltige Getränke wie Tee oder Kaffee sollten Sie nur in Maßen trinken.

Warum so viel Aufwand?

Es ist warm und Ihr Köper braucht Flüssigkeit, um die Temperaturen auszugleichen. Da ein Kind in Ihnen wächst, nehmen Körperflüssigkeiten und Blutvolumen um mehr als die Hälfte zu. Damit der mütterliche und der kindliche Organismus optimal versorgt sind, ist ein stabiler Wasserhaushalt enorm wichtig. Durch regelmäßiges Trinken bleibt Ihr Kreislauf stabil, Ihnen wird weniger übel und weniger schwindelig sein, weil Nieren und Stoffwechsel angeregt werden. Und auch dem Baby geht es dadurch gut.

Ach ja und nicht zu letzt ist das viele Trinken auch schon eine gute Vorbereitung auf die Stillzeit – denn dann müssen Sie ebenfalls auf Ihren Wasserhaushalt achten.

Langweilig muss das nicht sein. Hier die schönsten Cocktailrezepte für Schwangere und Stillende

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