Welcher Trinktyp ist Ihr Baby?

Paula schluckt und zappelt mit geöffneten Augen, egal ob an der Brust oder der Flasche. Erik saugt langsam mit geschlossenen Augen. Lena hingegen will auch beim Trinken nichts verpassen. Babys trinken sehr verschieden. Welchen Stil bevorzugt Ihr Schatz?

Woran liegt es, dass die einen Säuglinge ruhig und genießerisch am Busen oder der Flasche saugen, während andere Babys hektisch nach Luft und Milch japsen und mit den Beinchen rudern, während sie trinken?
 
So ganz genau kann man das wahrscheinlich nie sagen. Aber Erklärungsansätze gibt es viele: Die Osteopathen vermuten, es habe mit den Geschehnissen während der Geburt zu tun; die Kinderärzte sagen vage, es sei Typfrage; die Psychologen mutmaßen, dass Ruhe oder Unruhe der Eltern sich auf das Kind übertragen. Möglicherweise stimmt alles davon. Und drum versuchen wir uns an einer Typologie der Trinktypen der Säuglinge:
 
Wir beginnen mit den Beschreibungen des Trinkverhalten der fünf Kinder der Redaktion, und Sie erweitern die Liste durch Ihre Erfahrungen. Helfen Sie uns und machen Sie mit – wir freuen uns auf Ihre Trinktypen!
 
Das Genießer-Baby:
 
Dieses Baby kann nichts erschüttern. Sie stillen es im Straßencafe‘ neben einer Baustelle, und das Kind mimmt ohne mit der Wimper zu zucken mit tiefen, regelmäßigen Zügen Milch zu sich. Eile kennt es nicht, und Misstrauen ist ihm fremd. Seine Äuglein bleiben stets geschlossen beim Trinken: Wenn Mama füttert, ist alles gut.
 
Das sehr aktive Baby:
 
Schlafen mag es gar nicht gern, am liebsten möchte es ständig herumgetragen werden, und still im Kinderwagen liegen ist diesem Baby ein Gräuel. Und ganz folgerichtig findet dieses Kind es langweilig, ruhig am Busen zu saugen. Am besten funktioniert das Füttern, wenn Bewegung im Spiel ist: mit Flasche auf Mamas oder auf Papas Arm oder im Laufen gestillt werden sagen dem Neugeborenen am besten zu. Beim Trinken bleiben die Augen immer geöffnet, damit dieses Baby ja nichts verpasst.
 
Das sensible Baby:
 
Trinken ist eine Kunst und dieser Babytyp ist der Meinung, das wahre Künstler bitte sehr gewürdigt werden müssen. Es mag nur in einer ruhigen Umgebung und nur in einer bestimmten Position trinken. Und dabei lässt es sich dann gern pro Mahlzeit eine Stunde Zeit. Wenn das Telefon klingelt oder Mama nur eine andere Sitzhaltung einnehmen will, zieht die kleine Mimose sich zurück. Sie ist nicht nur empfindlich, sie lässt sich auch sehr leicht ablenken. Danach ist sie dann hungrig und quengelig.
 
Das pragmatisch-hektische Baby:
 
Im Prinzip ist alles gut, aber so ganz scheint das Baby der Sache nicht zu trauen. Drum saugt es mal mit geöffneten Augen an Mamas Brust bzw. der Flasche, mal mit geschlossenen -je nachdem, wie es sich gerade fühlt. Dieses Baby ist ein kleines Chamäleon.
 
Das super-effektive Baby:
 
Milch schmeckt gut und darum wird sie schnell getrunken. Das hastige Baby hält nicht viel von irgendwelchen Ritualen. Es saugt ohne Atempause so schnell es kann die Brust leer – die Augen sind dabei geschlossen. Es ist ihm völlig egal, ob dabei Heavy Metall Musik läuft, es hell oder dunkel ist. In maximal zwanzig Minuten ist es mit der Mahlzeit fertig. Danach hat es dann eventuell auch ein bisschen Zeit um mit Mama zu kuscheln. Wenn alles Wichtige erledigt ist.
Foto: © Julien Bastide für istockphoto.com
 
Wie verhalten sich Ihre Babys beim Trinken? Erzählen Sie uns davon!
 

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