Impfen – 15 Antworten auf die häufigsten Fragen und Vorurteile

Zur Zeit grassiert die schlimmste Masern-Welle seit der Meldepflicht. Doch viele Eltern sind unsicher, ob sie ihre Kinder wirklich impfen lassen sollen. Hier die wichtigsten Antworten auf Fragen, die sich viele stellen.

Viele Eltern sind verunsichert und debattieren über das Für und Wider. Doch ist diese Diskussion wirklich angemessen? Der Chef des AOK-Bundesverbandes, Jürgen Graalmann erklärt in einem Interview der „Rheinischen Post: „Wenn es um das Leben von Kindern geht, die noch nicht allein entscheiden können, sollten wir auch einmal aufhören zu diskutieren und uns an das halten, was uns Medizin und Wissenschaft lehren. “ Denn eine Krankheit wie Masern, die schwerwiegende Schäden auslösen und als Spätfolge Hirnhautentzündungen verursachen kann, dürfe man nicht bagatellisieren.

Jessika Rose ist Mutter von zwei kleinen Töchtern. Hannah ist knapp ein Jahr alt und herzkrank. Ihre Mutter erklärt: „Ich lasse mich bei dem Thema Impfen nicht nur auf keine Diskussionen ein, ich gehe sogar noch einen Schritt weiter und fordere eine deutschlandweite Impfpflicht für Kinder.“ Für ihr Kind, das geimpft ist, wäre es dramatisch, wenn es eine der bekannten Kinderkrankheiten bekommt. „Und das, weil irgendjemand da draußen rumrennt, der aus Unwissenheit oder Überzeugung nicht geimpft wurde. Nein danke! Das will ich unter keinen Umständen.“

Impfungen sind nicht unumstritten (© Thinkstock)

Impfungen sind nicht unumstritten (© Thinkstock)

Es ist positiv, dass im Jahr 2012 über 95 Prozent der Schulanfänger gegen Diphtherie, Tetanus, Keuchhusten, Kinderlähmung und mindestens einmal gegen Masern, Mumps und Röteln geimpft wurden. Doch die aktuellen Fälle von Masern, Mumps und Meningokokken-Meningitis zeigen, dass noch immer Kinder an Krankheiten schwer erkranken, gegen die es Impfungen gibt.  Das Robert-Koch- Institut schreibt:

Früher gab es die Möglichkeit einer Schutzimpfung für viele Krankheiten nicht, so wie es früher auch keinen Anschnallgurt im Auto, keinen Motorradhelm oder keinen schützenden Fahrradhelm gegeben hat. Heute gibt es all diese Schutzmöglichkeiten, und sie werden selbstverständlich genutzt.

Warum tun sich einige Eltern so schwer mit dem Impfen? Sie sind verunsichert und in Sorge, lesen von Impfschäden, fürchten sich vor Nebenwirkungen und Inhaltsstoffen. Da das Impfen eine individuelle Entscheidung ist und in Deutschland keine Impfpflicht besteht – auch wenn diese gerade wieder gefordert wird – müssen Eltern genau überlegen, was sie für sich und ihr Kind möchten. Viele Impfgegner argumentieren allerdings mit veralteten oder nie belegten Studien. Oft werden die Diskussionen aus Sorge um die Kinder sehr emotional geführt.

Das Robert-Koch-Institut und das Paul-Ehrlich-Institut forschen und informieren seit langem zum Thema Impfen. Eine gemeinsame Informationssammlung soll Impfbefürwortern und Impfkritikern helfen, Argumente abzuwägen, Behauptungen einzuordnen und sich sachlich zu informieren.

Lesen Sie Antworten auf die 15 häufigsten Einwände gegen das Impfen:

1. Wurde die Wirksamkeit von Impfungen überhaupt je belegt?

Ein Impfstoff erhält nach geltendem Arzneimittelrecht erhält  nur dann eine Zulassung, wenn nachgewiesen ist, dass er auch wirksam ist.  Der Hersteller muss den Nachweis in experimentellen und klinischen Studien erbringen. Diese wissenschaftlichen Belege werden auf EU-Ebene unter der Regie der Europäischen Arzneimittelbehörde EMA (European Medicines Agency) geprüft.In Deutschland liegt die Verantwortung beim Paul-Ehrlich-Institut als Bundesinstitut für Impfstoffe und biomedizinische Arzneimittel. Ein größeres Gewicht fällt dem Praxistest zu. So lässt sich nachvollziehen, dass mit dem Beginn des Routineeinsatzes der jeweiligen Impfstoffe die entsprechende Infektionskrankheit deutlich zurückgedrängt wurde. Ein bekanntes Beispiel ist die Einführung der Schluckimpfung gegen Kinderlähmung Anfang der sechziger Jahre. Während in der Bundesrepublik im Jahr 1961 noch fast 4.700 Kinder an Kinderlähmung (Poliomyelitis) erkrankten, waren es vier Jahre später bereits weniger als 50 Kinder.

2. Gibt es die behaupteten krankmachenden Erreger überhaupt?

Robert Koch schuf die Grundlagen der Bakteriologe im 19. Jahrhundert – seitdem haben Experten das Wissen um das Immunsystem und Krankheitserreger systematisch erforscht. Ohne Erreger gäbe es keine Impfung – das ist eine Art Grundgesetz der Mikrobiologie. Impfstoffe werden auf der Basis von abgeschwächten oder inaktivierten Krankheitserregern oder Bestandteilen gewonnen. Mitunter werden auch nah verwandte Erregerstämme zur Impfstoffherstellung verwendet. Ohne ein spezifisches Wissen um die Krankheitserreger wäre demzufolge eine systematische Impfstoffentwicklung nicht möglich gewesen. Auf der Grundlage dieses Wissens lässt sich das Immunsystem des Körpers gewissermaßen auf die echte Erkrankung vorbereiten. In vielen Fällen ist auch der genetische Code der Krankheitskeime bekannt. Dieses Wissen wird beispielsweise zur gentechnischen Herstellung des Hepatitis-B-Impfstoffes in Hefezellen genutzt.

3. Müssen Impfungen nicht ständig wiederholt werden, weil sie nicht  langfristig schützen?

Das ist von Impfstoff zu Impfstoff unterschiedlich. Bekommt ein Kind beispielsweise im Rahmen der sogenannten Grundimmunisierung zwei Mal eine Kombinationsspritze gegen Masern, Mumps und Röteln, ist davon ausgehen, dass der Impfschutz gegen Masern und Röteln tatsächlich ein Leben lang währt.

Bei Tetanus, Diphtherie, Polio oder Keuchhusten verhält es sich anders, dies Impfung gegen diese Krankheiten schützen fünf bis zehn Jahre – danach sollte sie aufgefrischt werden. Kürzer ist der Schutz gegen Grippe, da sich die Erreger enorm schnell verändern, müssen anfällige Menschen jedes Jahr neu geimpft werden. Die jährliche Grippeschutzimpfung  kann aber bei chronisch Kranken oder alten Menschen das Risiko für lebensbedrohliche Erkrankungsverläufe verringern. Auch die Immunisierung gegen Tetanus im 10-Jahres-Turnus ein geringer Aufwand, bedenkt man die schwere der Krankheit.

4. Wer schon einmal eine Infektionskrankheit hatte, ist doch immun?

Nein, sowohl an Tetanus als auch an Diphtherie oder Keuchhusten kann man mehrfach im Leben erkranken. Es sind sogar einige Fälle bekannt, in denen Menschen zweimal an Masern erkrankten. Daher ist Impfung durchaus ratsam.

5. Aber eine Impfung schützt doch gar nicht vor der Krankheit?

Keine einzige Impfung kann wirklich alle schützen, genauso wie kein Medikament bei sämtlichen Patienten wirkt.  Impfungen können die Erkrankungswahrscheinlichkeit aber deutlich senken. Ein fiktives Beispiel zur Verdeutlichung:  In einer Grundschule träte eine Masernepidemie auf. Die eine Hälfte der Schüler wäre geimpft, die andere nicht. Statistisch gesehen würden etwa 97 bis 98 Prozent der nicht geimpften Schüler erkranken, wohingegen unter den Geimpften nur zwei bis drei Prozent erkrankten. Bei der Grippeimpfung dagegen ist die Wirkung weniger gut. Je nach Alter und Gesundheitszustand schützt sie etwa 40 bis 75 Prozent der Geimpften vor Grippe, wobei die Impfung bei alten Menschen in der Regel am schlechtesten anschlägt.

Durch eine nicht rechtzeitig durchgeführte Auffrischimpfung oder ein noch unvollständig aufgebauter Immunschutz kann die Impfung weniger effektiv werden lassen. Deswegen müssen die klassischen Kinder-Schutzimpfungen zunächst mehrfach nach einem zeitlich geregelten Schema wiederholt werden, bevor man mit einer zuverlässigen und dauerhaften Schutzwirkung rechnen kann.

6. Bewirkt das Durchmachen von Krankheiten nicht einen besseren Schutz  für die kindliche Entwicklung ?

Bisher gibt es keine wissenschaftlichen Studien, die zeigen, dass sich nicht geimpfte Kinder geistig oder körperlich besser entwickeln als Geimpfte. Schutzimpfungen richten sich gegen rund ein Dutzend Erreger – mit hunderten weiteren Erregern muss sich das Immunsystem täglich auseinandersetzen. Auch die Impfung  trainiert das Immunsystem.  Es steht außerdem fest, dass Kinder durch Infektionen in ihrer Entwicklung zurückgeworfen werden können und gesundheitliche Komplikationen bis hin zu Todesfällen Folge sein könnten. Genau das lässt sich mit der Hilfe von Impfungen vermeiden.

7. Kinderkrankheiten hatten wir alle – sind die nicht harmlos?

Sogenannte Kinderkrankheiten können sehr drastisch verlaufen. Bestes Beispiel sind die Masern: Ungefähr bei einem von 1.000 Kindern, die an Masern erkranken, entwickelt sich eine Entzündung des Gehirns, die sogenannte Masern-Enzephalitis. Die führt häufig zu bleibenden Hirnschäden und kann tödlich verlaufen. In etwa einem von einer Million Fällen tritt eine solche Enzephalitis auch nach der Impfung auf – das ist jedoch tausend Mal seltener als bei der Erkrankung selbst. Mit einer Impfung können die bei Masern recht häufig auftretenden Fieberkrämpfe vermieden werden. Während die Krämpfe ungefähr einen von 15 Masernkranken betreffen, leidet von 100 Geimpften nur einer darunter.

Vergleichbares gilt für Kinderkrankheiten wie Mumps oder Röteln. Eine Mumpserkrankung bei jungen Männern kann zu einer Hodenentzündung und damit zu Fruchtbarkeitsstörungen führen. Rötelninfektionen können bei Schwangeren, die nicht gegen die Krankheit immun sind, schwere Fehlbildungen des Ungeborenen verursachen. Die zweimalige Impfung schützt fast zu 100 Prozent.

Impfschutz für alle?  (© Thinkstock)

In Deutschland besteht keine Impfpflicht (© Thinkstock)

8. Reicht für Babys nicht der Nestschutz?

Schwangere übertragen durch den Blutkreislauf Antikörper zum Schutz gegen bestimmte Infektionen auf ihr Kind. Weitere Abwehrstoffe enthalten Neugeborene mit der Muttermilch.  Dieser sogenannte Nestschutz ist aber nur in den ersten Lebensmonaten eine Stütze für das sich entwickelnde kindliche Immunsystem – und nicht umfassend. Gegen Keuchhusten beispielsweise bildet der Körper keine übertragbaren Antikörper. Nestschutz und Schutzimpfung müssen sich nicht gegenseitig ausschließen, sie ergänzen sich vielmehr.

9. Birgt eine zu früh durchgeführte Impfungen für Kinder nicht vermeidbare Risiken?

Einige Infektionen treffen Säuglinge deutlich schwerer als ältere Kinder – darin liegt ein wesentlicher Grund, warum Babys bereits nach dem vollendeten zweiten Lebensmonat gegen diese Erkrankungen geimpft werden.Es ist nicht belegt,  dass Säuglinge Impfungen generell schlechter vertragen als ältere Kinder. Bei extrem Frühgeborenen, die vor der 32. Schwangerschaftswoche zur Welt kommen, sollten zwar nach bestimmten Impfungen Herz- und Lungenfunktion überwacht werden, um etwaige Impfkomplikationen schnell erkennen zu können, jedoch sind Frühgeborene auch gegen Infektionen anfälliger. Das Risiko-Nutzen-Verhältnis spräche auch hier für die Impfung.

10. Überlasten  die vielen Impfungen und Mehrfachimpfstoffe nicht das Immunsystem kleiner Kinder?

Kinder werden heute gegen mehr Krankheiten geimpft werden als früher. Die Zahl der dabei übertragenen Fremdmoleküle, der sogenannten Antigene, hat sich aber dennoch deutlich verringert. Das liegt daran dass die modernen Impfstoffe hoch gereinigt sind und meist nur einzelne Bestandteile der Erreger enthalten. Das kindliche Immunsystem setzt sich täglich mit einer vielfach größeren Menge von Fremdmolekülen auseinander, als dies bei Impfungen der Fall ist.

Es gibt keine Hinweise darauf, dass Mehrfachimpfstoffe das Abwehrsystem überlasten. Bekannt ist allerdings, dass bestimmte Teilkomponenten der Kombi-Impfungen das Immunsystem schwächer stimulieren als gäbe man sie alleine, weshalb beispielsweise vier statt drei Impfspritzen notwendig sein können. Letztlich kann aber die Zahl der erforderlichen Spritzen durch Mehrfachimpfstoffe deutlich reduziert werden. Bis zu sechs Impfstoffe – gegen Tetanus, Diphtherie, Keuchhusten, Haemophilus influenzae, Polio und Hepatitis B – lassen sich heute in einem einzigen Impfstoff kombinieren. Eine häufige Kritik an der Sechsfachimpfung ist, dass Hepatitis B vorwiegend durch Geschlechtsverkehr übertragen wird und die Erkrankungswahrscheinlichkeit bei einem Säugling niedrig liegt. Allerdings verläuft die Hepatitis-B-Erkrankung bei Säuglingen fast immer sehr schwer .

11. Verursachen Impfungen die Erkrankungen, gegen die sie schützen sollen?

Es gibt Impfstoffe, die  krankheitsähnliche Symptome hervorrufen – eine voll ausgeprägte Erkrankung entwickelt sich aber praktisch nie. Bekanntestes Beispiel sind die „Impfmasern“. Der Masernimpfstoff enthält ein abgeschwächtes, daher kommt es bei rund fünf Prozent der Geimpften nach etwa einer Woche zu einem masernartigen Hautausschlag. Eine voll ausgeprägte Masernerkrankung tritt aber nicht auf. In der Folge von Impfungen können mitunter Fieber, Übelkeit oder Schläfrigkeit sowie Schwellungen und Rötungen an der Injektionsstelle auftreten .Das ist aber oft die Reaktionen des gesunden Immunsystems und ein Zeichen für eine zukünftig gute Immunität gegen die Erkrankung.

12. Sind Nebenwirkungen und Risiken von Impfungen nicht unkalkulierbar?

Impfstoffe können Nebenwirkungen haben. Eine Hauptschwierigkeit liegt hier in der Risikobewertung: Impfungen sind so häufig, dass viele Gesundheitsstörungen ganz zufällig nach der Immunisierung auftreten können. Es gibt aber keine Nachweise darüber, dass  Autismus, Diabetes oder selbst Multiple Sklerose durch Impfungen ausgelöst werden könnten. Die Ergebnisse zahlreicher Studien sprechen gegen einen Zusammenhang zwischen Impfungen und den genannten Krankheiten.

13. Enthalten Impfstoffe gefährliche Chemikalien, mit denen die Kinder wissentlich vergiftet werden?

Es stimmt, das in einigen Impfstoffen Formaldehyd, Aluminium, Phenol oder Quecksilber enthalten – aber  in äußerst geringen Konzentrationen (weit unterhalb toxikologischer Grenzwerte). Die Substanzen dienen beispielsweise dazu, um Impfviren abzutöten (Formaldehyd), die Immunantwort zu verstärken (Aluminiumhydroxid) oder den Impfstoff haltbar zu machen (Phenol). Zwei Mediziner aus den USA vertraten die These, dass das quecksilberhaltigen Konservierungsmittel „Thiomersal“ im Zusammenhang mit Autismus-Erkrankungen hänge. Die Weltgesundheitsorganisation WHO und die europäische Arzneimittelbehörde EMA sind allerdings zu dem Schluss gelangt, dass die verfügbaren Studien gegen einen solchen Zusammenhang sprechen. Die Pharmahersteller haben aber reagiert: Für alle generell empfohlenen Schutzimpfungen sind inzwischen quecksilberfreie Impfstoffe verfügbar.

14. Warum raten dann auch Ärzte vom Impfen ab?

Zum einen muss jeder Patient individuell gesehen werden. Bei den Medizinern spielen  aber auch persönliche Erfahrungen, religiöse oder philosophische Überzeugungen eine wichtige Rolle. Eine alternativmedizinische Ausrichtung  muss der Idee des Impfschutzes aber nicht unbedingt widersprechen. Viele naturheilkundlich oder homöopathisch ausgerichtete Ärzte empfehlen inzwischen explizit bestimmte Impfungen, etwa gegen Masern. Der Deutsche Zentralverein homöopathischer Ärzte (DZVhÄ) hob in einer Stellungnahme aus dem Jahr 2002 hervor, dass eine Diskussion über den Nutzen und Nachteil von Impfungen völlig legitim sei und die Entscheidung dafür oder dagegen individuell getroffen werden müsse. Gleichzeitig aber bekräftigte der DZVhÄ die Bedeutung der Ständigen Impfkommission am Robert Koch-Institut. Deren Empfehlungen seien „sorgfältig erwogen und berücksichtigen den aktuellen Stand des Wissens mit der Absicht, das Auftreten vieler Infektionskrankheiten grundsätzlich zu verhindern.“

15. Sind Impfungen überflüssig, weil  die Krankheiten zum Beispiel mit Antibiotika behandelt werden können?

Es  gibt es bis heute keine Arzneimittel, die gegen Viren so wirksam wären wie Antibiotika gegen Bakterien. Gegenüber Viren sind Antibiotika unwirksam. Außerdem sind einige bakterielle Erkrankungen sind auch äußerst schwer zu behandeln. Tetanusinfektionen, bakterielle Hirnhautentzündungen und Keuchhusten können selbst unter modernen Behandlungsbedingungen tödlich verlaufen. Impfung und Therapie sind zudem keine gegensätzlichen Optionen, sondern Teil derselben Schutzkette. Mitunter verhindert die Impfung zwar nicht die Infektion, aber ihre schwersten Verläufe.

Quelle und weitere Informationen: Robert-Koch- Institut

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  • Mat

    Ich glaube gerade diese Listen, die mir so erscheinen, als wären sie direkt vom RKI kpiert worden, dazu beitragen, dass Menschen Impfungen ggü. skeptisch sind. Wo bleibt die Auseinandersetzung mit den Argumenten der Impfkritiker. Diese nur als Spinner und Nichtwissende abzutun, scheint mit der Sache nicht gerecht zu werden. Wo bleiben die Analysen, dass auch geimpfte Kinder aktuell z.B. auch in Berlin erkrankt sind? Wo sind die Quellen von o.g. Aussagen, es werden Studien erwähnt, aber nicht genannt? Es gibt keine einzige Studie, die mögliche Komplikationen mit Impfungen neutral untersucht. Bei Auseinandersetzungen zu Themen gehört immer ein Opposition dazu!

  • Rigi

    Da kann ich mich dir nur anschliessen Mat. Die Impfkomplikationen sind auch nicht erwähnt. Ein Kind aus dem Bekanntenkreis ist nach der 6fach Impfung erkrankt. Ich kenne nicht die Einzelheiten, aber einige der aufgesuchten Ärzte haben klar ein Impfschaden herausgestellt, jedoch wird dieser nie offiziell erfasst werden, da wohl dafür ein gerichtlicher Weg auf sich genommen werden muss, den die betroffene Familie nicht gehen wird…

  • Kunigunde

    Ich denke, man muß abwägen, ob man ein paar unangenehme Nebenwirkungen in Kauf nehmen möchte, dafür aber einen gewissen Schutz gegen u. U. lebensgefährliche Krankheiten erwirbt! Selbstverständlich gibt es immer einige, negative Ausnahmen, das ist aber bei allen Dingen, die man im Leben entscheiden muß, oder? Es gibt z. B. auch Kinder, die durch eine ganz seltene Komplikation bei einer Mandel-OP schwerbehindert wurden oder sogar gestorben sind. Dieses Risiko ist aber so außerordentlich gering, daß man doch einem Kind die Mandeln herausnehmen lassen würde, wenn es ständig vereiterte Mandeln hat und dadurch viele andere Krankheiten entstehen würden, die ebenfalls das Leben des Kindes gefährden könnten! Auch bei einer Blinddarm-OP kann was schiefgehen, aber an einem Blinddarmdurchbruch würde man mit Sicherheit sterben, also nimmt man das kleine Restrisiko in Kauf. Genauso verhält es sich meiner Meinung nach bei Impfungen. Weil einzelne Gegner, aus welchen Gründen auch immer, ihr Kind nicht impfen lassen möchten, muß man nicht die gesamte Wirksamkeit in Frage stellen. Das ist jedenfalls meine Meinung!