Studie zu Frauenwirbelsäule und Schwangerschaft

Am  Ende der Schwangerschaft ist ein riesiger Bauchumfang normal. Warum können Hochschwangere die Schwerkraft auszutricksen? Eine Studie zu Frauenwirbelsäule und SS gibt Aufschluss.

Die Wirbelsäule von Frauen ist anders. Amerikanische  Anthropologen haben dies in einer Studie der Universität Texas nachgewiesen. Die weibliche Wirbelsäule ist im Lendenbereich großflächiger als die von Männern: Bei Frauen sind an der Krümmung mehr Wirbel beteiligt als bei ihrem männlichen Gegenpart und die Gelenke sind größer und stehen in einem anderen Winkel.
Frau mit dickem Bauch

Belastung des Rückens währen Schwangerschaft (Panthermedia Bild von Sven Bannuscher)

Laut der Forscher ist dies eine Anpassung an die Belastungen der Schwangerschaft, die bereits von den ersten Frühmenschen ausgebildet wurde. Ohne dieses wichtige Element der Evolution wären Frauen leichte Beute für Feinde gewesen. „Ohne diese Anpassung würde eine Schwangerschaft die Rückenmuskeln stärker strapazieren und ziemliche Schmerzen und Erschöpfung verursachen,“ erklärt Liza Shapiro von der Universität Texas. Die Zukunft des auf zwei Füßen laufenden Menschen wäre sonst erheblich gefährdet gewesen, denn die Frauen hätten nicht flüchten können.
Nur durch die spezielle Beschaffenheit der Wirbelsäule können hochschwangere Frauen überhaupt aufrecht gehen und dabei das Gewicht vor dem Körper balancieren. Da sich mit wachsendem Bauch auch der Körperschwerpunkt verschiebt, verfallen die werdenden Mütter oft in ein Hohlkreuz. Auch damit die Lendenwirbelsäule dadurch nicht geschädigt wird, musste sie sich anpassen.
Und was wäre, wenn die Frauen nicht von diesem evolutionären Phänomen profitieren würden? Die Schmerzen während der Schwangerschaft wären kaum vorstellbar – Schwangere könnten kurz vor dem Geburtstermin nur noch liegen oder müssten auf Händen und Füßen laufen, damit das Gewicht des Bauches sie nicht erdrückt.

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