Wasser in den Beinen in der Schwangerschaft

Die Sommerhitze macht Schwangeren zu schaffen: die Beine sind geschwollen, Schuhe scheinen plötzlich zu eng und auch Ringe stecken viel zu fest an den Fingern. Grund: Wasserablagerungen. Was kann dagegen helfen?

Bei besonders warmen Wetter und am Ende der Schwangerschaft, fühlen sich viele Schwangere plump und schwer – wie ein Wal. Der Bauch ist riesig, das Atmen fällt schwer und entsprechend ist ein Schnaufen häufig zu hören. Und dann ist da auch noch das Problem mit dem Wasser. Wale sollen ja vor allem Speck haben. Schwangere hingegen haben oft Probleme mit Wasser in den Beinen. Diese Ödeme entstehen, weil der Körper in der Schwangerschaft Wasser einlagert. Das Bindegewebe gibt nach, wenn sich zu viel Flüssigkeit ansammelt, und es kommt zu den unangenehmen Schwellungen.

Wasser in den Beinen in der Schwangerschaft

Keine Seltenheit: geschwollene Füße in der Schwangerschaft (Foto: Thinkstock)

Ein unangenehmes Gefühl, denn die Beine sind oft richtig angeschwollen und spannen. Schuhe wollen nicht mehr richtig passen und Ringe lassen sich selbst mit Seife keinen Millimeter von den geschwollen Fingern bewegen. Die gute Nachricht: Gleich nach der Geburt ist das Phänomen verschwunden. Frauen, die viel Wasser im Körper haben, schwitzen es in den ersten Tagen im Wochenbett aus (was auch nicht besonders angenehm ist, aber enorm beeindruckend aussieht, wenn man eine Waage betritt).

Wassereinlagerungen gehören leider zu einer Schwangerschaft und sind zwar unangenehm, aber harmlos – wenn die Schwangere keine weiteren Beschwerden hat. Kommt zu dem Ödemen aber Schwindelgefühle, Kopfschmerzen oder Augenflimmern, dann könnte das auf einen erhöhten Blutdruck hinweisen. Dann sollte sofort der Gynäkologe aufgesucht werden, damit untersucht werden kann, ob Eiweiß im Urin ist. Das könnten Symptome einer Gestose sein.

Was hilft bei Wassereinlagerungen in Beinen und Füßen?

  • Viel Flüssigkeit zu sich nehmen, um den Stoffwechsel anzuregen, am besten etwa zwei bis drei Liter täglich
  • Obst und Gemüse können den Körper dabei unterstützen die Einlagerungen auszuschwemmen, hier helfen Gurken, Kartoffeln mit Schale, Sellerie (roh), Spargel, rohe Ananas und Kirschen
  • Nicht zu heiße Vollbäder bei etwa 37°C. Als Zusatz helfen Meersalz oder ein Kastanienbad (regt Nierentätigkeit an)
  • Fußbäder mit Salzwasser helfen bei Spannungsgefühl
  • Wechselduschen (warm-kalt) regt die Durchblutung an
  • Viel Bewegung, am besten im Freien (kräftiges Spazierengehen, Schwimmen)
  • Auf ausreichend Ruhe und Schlaf achten
  • Eine ausgewogene Ernährung hilft, oft signalisiert der Körper auch durch bestimmte Gelüste einen Mangel (Rollmops= Eiweiß)
  • Beine möglichst oft hochlegen, langsam aufstehen
  • Spezielle Stützstrümpfe tragen, auf keinen Fall Strümpfe oder Socken mit Gummizug. Flache bequeme Schuhe, die nicht einengen, bevorzugen

Als Hausmittel für Schwangeren, die unter Wassereinlagerungen leiden, wird oft noch immer eine salzarme Ernährung oder Reistage empfohlen. Doch wissenschaftliche Studien zeigen, dass salzarme Kost sogar schädlich sein kann. Auf keinen Fall sollte auf Flüssigkeit verzichtet werden. Wenn die Wassereinlagerungen sehr beschwerlich sind, sollte Rücksprache mit dem Arzt gehalten werden.

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