Sport in der Schwangerschaft

Die gute Nachricht zuerst: Situps für die Bauchmuskeln sollten Sie als Schwangere lassen (und wer macht die schon gerne!?). Aber Sport treiben dürfen – und sollten – Sie schon. Was tut dem Baby und Ihnen gut? Und welche Sportarten sind absolut tabu?

Sportliche Betätigung macht Spaß. Und Spaß ist gut für den Körper und die Seele der werdenden Mutter, die wiederum für das Wohlergehen des kleinen Wesens sorgt, das in ihrem Bauch heranwächst.
Sport sorgt für die Ausschüttung von Glückshormonen, reduziert Stress, verbessert den Schlaf und die Durchblutung, und nicht zuletzt trainiert der Körper dabei für die Geburt. Ein weiterer angenehmer Nebeneffekt: Wer sich bewegt, entwickelt einen gesunden Appetit, und zwar nicht auf Sahnetorte, sondern eher auf Vollkornbrötchen oder Müsli.
Ausdauersportarten sind besonders geeignet für schwangere Frauen. Aber keinesfalls sollten Sie sich überanstrengen, denn wenn der Körper sich überhitzt, gefährdet das die Entwicklung des Embryos.
Generelle Empfehlungen:
  • lieber mehrere kurze Trainingseinheiten als eine lange
  • der Puls sollte nicht über 140 liegen
  • auf sanftes und gutes Aufwärmen achten
  • nach dem Sport genügend trinken
  • Sie sollten sich noch entspannt unterhalten können beim Sport, nicht außer Atem kommen
  • schonen Sie Ihre Gelenke, die in der Schwangerschaft beanspruchter sind als sonst
  • ein zügiger Spaziergang ist besser als gar keine Bewegung
  • keine Sportarten mit abrupten Bewegungen oder Stoßgefahr
gute Sportarten in der Schwangerschaft

Sportlich in der Schwangerschaft (© panthermedia.net Dmitriy Melnikov)

Sportarten, die gut für Schwangere geeignet sind:

  • Schwimmen (aber Achtung: im Thermalbad besteht erhöhte Infektionsgefahr durch Keime)
  • Walking
  • Radfahren
  • Golf
  • Segeln
  • Aerobic
  • Yoga, Spinning, Stretching, Stepper
  • Aquafitness
  • Tanzen
Sportarten, die für Schwangere ungeeignet sind:
  • Reiten
  • Skifahren
  • Inline-Skating
  • Wandern über 2000 Metern Höhe (wegen der Sauerstoffversorgung)
  • alle Extremsportarten wie Fallschirmspringen, Wildwasserrafting, Klettern, etc.
  • Mountainbiking
  • Rudern (wegen der Beanspruchung der Bauchmuskeln)
  • Boden- und Geräteturnen
  • Mannschaftssportarten mit Zusammenstoßrisiko wie Handball, Volleyball, Basketball und Fußball
  • Tennis, Squash (abrupte Bewegungen)
  • Tauchen (wegen des Druckausgleichs und der Sauerstoffversorgung)
Ein Wort noch zum Schluss: Auch wenn z.B. Radfahren oder Joggen als Ausdauersportarten im Grunde empfehlenswert ist, Sie aber irgendwie ein schlechtes Gefühl haben, wenn Sie sich aufs Fahrrad setzen, dann hören Sie unbedingt auf Ihr Bauchgefühl. Dies gilt für alle Sportarten. Manche werdende Mütter radeln noch bis kurz vor der Geburt durch die Gegend, andere wagen es schon nach dem positiven Schwangerschaftstest nicht mehr zu besteigen.
Der beste Ratgeber ist Ihre Intuition!

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