Sport für Mamas

Der Tag hat leider nur 24 Stunden. Kinder, Job, Haushalt – wo soll denn da bitte noch Zeit für Mama-Fitness bleiben? Alles nur eine Ausrede, erklärt eine Expertin. Sie hat eine einfache Lösung. Die ist so gut, dass ich sie gleich heute noch umsetzen will…

Zeit für Sport? Der Tag fängt um 7 Uhr an. Unter die Dusche, Kaffeemaschine anwerfen, Kinder wecken, den Dreijähren anziehen und die fast Fünfjährige dazu überreden, doch bitte in ihre Kleider zu schlüpfen. Zwischen Kinderzähne putzen, Lieblingsocken suchen und Butterbrote schmieren schnell selbst in die Klamotten geschlüpft. Nach dem schnellen Frühstück werden die Kinder in den Kindergarten gebracht und auf geht’s ins Büro.

Der Nachmittag gehört den Kindern, am Abend warten Geschirr und Schmutzwäsche. Und dann irgendwann endlich das gemütliche Sofa. Ja, ich bekenne, dass ich im Moment gar keinen Sport mehr mache. Früher habe ich ja wenigstens noch lange Spaziergänge mit dem Kinderwagen unternommen, aber auch das hat in Zeiten von Laufrad und Kinderfahrrad aufgehört. Ich würde ja gerne etwas mehr für meine Fitness tun. Aber wann denn, der Tag hat doch nur 24 Stunden?

Nun muss ich lesen, dass das eigentlich eine Ausrede ist. Die amerikanische Ärztin und Ernährungsberaterin JJ Virgin kennt das Problem das Zeitmangel-Problem der Mütter. Und sie hat eine Lösung gefunden. „Sie müssen sich mit sich selbst verabreden,“ rät sie.

Den Terminkalender zücken und drei Termine in der Woche festlegen. Jeweils 20 Minuten. „Zeit für mich“ eintragen und die Verabredung auch einhalten. Auch wenn sich die Schmutzwäsche häuft oder im Kühlschrank nur ein Liter Milch ist. Nur so schaffen es Mütter, runter vom Sofa zu kommen, meint die Expertin. „Wer sich immer vornimmt, irgendwann einmal etwas für sich und seinen Körper zu tun, komm nie dazu. Denn gerade Mütter stellen ihre eigenen Bedürfnisse immer ganz hinten an.

Ihre Familie wird Verständnis haben, wenn Sie die Zeit für sich fest einplanen. Denn es ist ja auch in ihrem Interesse, dass sich Mama gesund und fit fühlt. Dass Mama im neuen Jahr auch endlich wieder in die coole Jeans passen möchte, bei der blöderweise der Reißverschluss nicht zu geht, muss ja keiner wissen.

 
Tipps, damit das Training auch wirklich klappt:
 
• Wenn Sie gerne an der frischen Luft sind, suchen Sie sich eine Lieblingsstelle fürs Walking oder Laufen. Schlechtes Wetter darf keine Ausrede sein, bei Dauerregen geht es dann eben ins Schwimmbad. Gut sind auch feste Termine bei einem Sportverein. Wer den Aufwand scheut, kann sich auch eine eigenes Programm für zu Hause schaffen. Entweder die Lieblingsmusik auflegen und dazu wild Tanzen oder Gymnastik machen. Zum Testen können Sie auch in der Bibliothek eine Fitness-CD oder DVD ausleihen.
 
• Die ideale Trainingszeit? Am frühen Morgen. Wer es schafft, steht eine halbe Stunde früher auf. Studien belegen, dass Menschen, die den Tag mit Frühsport beginnen, leistungsfähiger sind.

• Wenn nicht anderes geht, den Sport auf den frühen Abend legen – aber keinesfalls zu spät, denn ein ordentlich durchbluteter Köper will nicht schlafen.

• Belohnen Sie sich nicht mit kleinen Leckerlis nach einem Work-out. Eine Stunde Schwimmen rechtfertigt keine Riesenpizza. Wenn Sie mit einer Freundin nach einem gemeinsamen Trainingsabend ins Lokal gehen, dann um in Ruhe zu reden und um einen kleinen Snack zu essen.

• Verabreden Sie sich zum Sport. Das zwingt einerseits zum Einhalten der Termins und macht andererseits auch mehr Spaß.

 
Sie haben niemanden, mit dem Sie sich verabreden können? Doch, mich. Denn ehrlich gesagt, habe ich auch so eine Hose im Schrank, in der ich mich wieder wohl fühlen möchte. Und die Vorweihnachtszeit steht an und mit ihr all die leckeren Versuchungen. Ich will etwas für meine Fitness tun. Ab jetzt.
Wer macht mit? Heute ist Freitag. Und ab heute achte ich darauf, mich mehr zu bewegen. Den Terminkalender hole ich gleich. Ob ich es schaffe? Hoffentlich. Ich verspreche hiermit, diesen Artikel regelmäßig auf den neuesten Stand zu bringen.
 
Ich will mich bewegen-Tagebuch von Silke R. Plagge
Tag 1 (Freitag der 13): Mütter brauchen mehr Sport. Ich auch. Habe mir vorgenommen heute am frühen Abend Sport zu machen. Radfahren oder Schwimmen? Habe mich noch nicht entschieden. Eine halbe Stunde muss drin sein.
Fortsetzung folgt…

 

Haben Sie noch ein paar Tipps, wie man den faulen Schweinehund überwinden kann? Oder Lust bei der Fitness-Aktion mitzumachen?

Foto: © Arestov Andrew – Fotolia.com

, , ,