Spielen mit dem Ungeborenen

Schon bevor ein Baby auf die Welt kommt, kann es seine Welt mit allen Sinnen wahrnehmen. Ungeborene lieben es daher ganz besonders, wenn Mama und Papa sich Zeit zum Spielen nehmen. Lesen Sie die schönsten Ideen…

Wie entwickelt sich Babys Psyche im Mutterleib? Damit beschäftigen sich Pränatalpsychologen. Diese noch junge Wissenschaft präsentiert erstaunliche Ergebnisse: Forscher können belegen, dass Ungeborene ab dem Ende des vierten Schwangerschaftsmonats auf akustische Reize reagieren. Herzschlag und Stimme der Mutter sind die ersten Geräusche, die das Baby wahrnimmt und es reagiert offensichtlich mit Bewegungen.

Die aufregende Lebensreise fängt schon vor der Geburt an

Je älter das Baby ist, desto besser kann es verschiedene Geräusche und andere Sinneseindrücke verarbeiten. Wenige Wochen vor der Geburt kann ein ungeborenes Kind sogar Kinderreime unterschieden. Mit verschiedenen Experimenten konnten Anthony DeCasper und sein Team von der University of North Carolina belegen, dass die Herzen von Ungeborenen schneller schlagen, wenn sie einen neuen Reim hören.

Musik gefällt Babys schon in der Schwangerschaft (© Thinkstock)

Musik gefällt Babys schon in der Schwangerschaft (© Thinkstock)

Auch deutsche Forscher wie der Neurobiologe Gerald Hüther aus Göttingen sind von der neuen Pränatal-Wissenschaft angetan: „Vieles, was die Forscher in den letzten Jahren herausgefunden haben, spricht dafür, dass wir den spannendsten und aufregendsten Teil der Lebensreise bereits hinter uns haben, wenn wir auf die Welt kommen.“

Eltern können ihr Kind schon jetzt intensiv spüren und Kontakt aufnehmen

Und auf dieser Reise können die Eltern ihr Kind auch ganz bewusst begleiten. Die werdende Mutter kann das Baby spätestens ab der Schwangerschaftsmitte sehr genau spüren, denn den Bauch zu berühren und zu streicheln ist selbstverständlich. Aber auch der Papa in spe kann sich jetzt schon intensiv mit dem Baby beschäftigen: zum Beispiel, in dem er die Hände auf den Bauch legt und die Bewegungen spürt.

Genießen Sie die Zeit mit dem Baby: Eine gemeinsame Spielzeit kann schon jetzt ein erstes Familien-Ritual werden. Am besten dazu einen festen Rahmen wählen. Vielleicht jeden Abend? Kuscheln Sie sich auf dem Bett ein, vielleicht mit ein paar Streicheleinheiten für die Mama und dann ist Spiel- und Schmusezeit für die ganze Familie. Falls es schon ein älteres Geschwisterchen gibt: Das gehört selbstverständlich mit in das Familienbett und darf auch schon mit Baby spielen. So lernt das Baby im Bauch die Stimmen der wichtigsten Personen in seinem Leben kennen und merkt, dass es dazu gehört.

Spiel-Ideen für (fast) alle Sinne

Vorlesen: Babys lieben Kinderbücher und Reime. Sie klingen einfach schön. Vor allem die Stimme des Papas hat es ihnen dabei angetan. Schon jetzt können Sie kleine Vorleserituale einführen. Vielleicht erste Kinderbücher vorlesen, wer mag auch auf Englisch. Denn von Dr. Seuss gibt es sogar ein Buch für Ungeborene: „Oh Baby! The Places You’ll Go! A Book to be Read In Utero”. Aber auch die Tageszeitung schätzen einige Babys – einfach ausprobieren.

Musikalischer Soundcheck: Auch Musik mögen Babys mögen gern hören. Es müssen nicht immer die Klassiker sein. Welchen Sound mag Papa gern, welche Mama? Metallica oder Sarah Connor? Babys sind da ganz offen und merken vor allem, ob die Eltern die Musik auch mögen. Besonders spannend: Wenn Sie dem Kind noch im Bauch bestimmte Lieder oft vorspielen, wird es die Musik auch später wieder erkennen.

Lausche wie die Welt sich anhört: Sie können dem Baby auch ganz deutlich verschiedene Geräusche vorspielen. Worauf reagiert es? Strampelt es, wenn es den Staubsauger hört? Klatschen, Blockflötenspiel oder Munharmonika… es kann einfach lustig sein, auf Babys Reaktion zu warten.

Lichterspiele: Auch Ungeborene reagieren auf Licht. Probieren Sie es aus, in dem Sie eine Taschenlampe an den Bauch halten. Ist das Baby wach, wird es oft versuchen, sich zur Lichtquelle zu bewegen oder strampeln. Allerdings sollte man das Baby nicht wecken und auch nicht übertreiben. Morsesignale via Lichtzeichen wird man noch nicht austauschen können.

Papa-Massage - Spielen und Erzählen mit dem Baby (© Thinkstock)

Papa-Massage – Spielen und Erzählen mit dem Baby (© Thinkstock)

Papa-Massage: Ein Spiel, das Mamas leider nicht mitspielen können. Der werdende Vater legt seine Wange auf den Bauch und spricht mit dem Baby. Alle Babys finden das klasse. Und manche versuchen nach dem Papa zu tasten. Der Papa kann dabei die Bewegungen des Kindes deutlich spüren – und auch hören. Ältere Geschwister finden das Spiel auch ganz klasse und freuen sich, wenn sie dem Baby schon etwas erzählen können und dabei seine Bewegungen spüren und hören können.

Gezielte Streicheleinheiten: Die Hand auf den Bauch legen – das Baby reagiert oft auf die Wärme. Und wenn es merkt, dass auf seine Bewegungen reagiert wird, findet es das oft lustig. Für die Eltern kann es auch ein Ratespiel werden. Was spüren sie gerade unter der Hand? Den Kopf, den Po oder eine kleine Hand?

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  • joachim

    Ich werde in wenigen tagen papa und ich freue mich schon so drauf.Der kleine ist so süss ich kuschel jeden arbend mit ihn und er reagiert sofort drauf einfach nur toll..

    • Chris Schulz

      Hallo Joachim, ich wünsche euch und eurem Kleinen alles Gute für die spannenden nächsten Tage und die gemeinsame Zukunft als Familie!

  • Thomas

    Hallo, es gibt jetzt auch einen deutschen Anbieter
    Babyprint3D.de der die 3D Ultraschallbilder in 3D drucken kann! Und das Ganze
    zu einem sehr angenehmen Preis ab 10 Euro! Leider habe ich die Möglichkeit bei
    mir nicht nutzen können da die wenigen anderen Anbieter bis 400 Euro wollten.
    Die Vorfreude ist halt riesig als werdender Vater und das Bild alleine hatte
    mir nicht gereicht. Es ist auch eine sehr schöne Möglichkeit für blinde werdende
    Eltern an dieser Vorfreude teilzunehmen!