Sonnenbrand

Es geht viel schneller als man denkt: die Haut ist rot, der Kopf heiß und oft kommt noch Übelkeit und Schwächegefühl dazu. Ein Sonnenbrand ist lang- wie kurzfristig nicht ungefährlich, besonders bei Kindern.

Die UV-Strahlen der Sonne können zu Hautrötungen führen, aber auch die DNA schädigen. Je nach Hauttyp wird die Haut nach dem Sonnenbad rot, schwillt an und schmerzt bei der leichtesten Berührung. Je nach der Strahlenintensität können sich Blasen bilden und die Haut kann sich später abschälen.
 
Bei ganz schwerem Sonnenbrand kann es sogar zum Blutdruckabfall, Schwächegefühl und Ohnmacht kommen.
Sonnenbrand, Übelkeit und Schwächegefühl

gefährliche Sonneneinstrahlung (© panthermedia.net, TongRoASIA Lewis Lee)


Kompressen mit kaltem Wasser können helfen, auch zwei drei Tage danach kann die gerötete Haut durch feucht-kühle Auflagen beruhigt werden. Der Sonnenbrand klingt nach wenigen Tagen von alleine ab, wenn weitere Sonneneinstrahlung vermieden wird. Allerdings kann es Wochen dauern, bis die Haut vollständig regeneriert ist.
 
Wenn sich die Haut nach einem Sonnenbrand abgeschält hat, ist die neu gebildete Haut dünn und besonders empfindlich für UV-Strahlen. Setzen Sie diese Hautbereiche keinesfalls direktem Sonnenlicht aus, bevor die Haut sich vollständig regeneriert hat.
Gegen die Schmerzen bei Sonnenbrand kann auch ein Schmerzzäpfchen – nach Absprache mit dem Kinderarzt – sinnvoll sein. Bei stärkerem Sonnebrand sollte der Arzt aufgesucht werden!
Flüssigkeitszufuhr
Kinder, die schwitzen, müssen auch trinken: Stellen Sie immer genügend Getränke bereit; am besten Wasser, ungesüßte Frucht- oder Kräutertees. Stillkinder sind mit Muttermilch ausreichend versorgt; einfach häufiger anlegen.
Beobachten Sie Ihr Kind; ein roter Kopf, Übelkeit oder starke Unruhe beim Kind könnten erste Anzeichen einer Überhitzung sein; man sollte sofort in den kühlen Schatten.
 
Beherzigen Sie diese Tipps:
 
  • Kinder sollten die Mittagssonne generell meiden
  • Säuglinge und Kleinkinder sollen überhaupt nicht in die direkte Sonne
  • Kleidung stellt den besten Sonnenschutz dar, Kopfbedeckung nicht vergessen!
  • Vermeiden Sie Sandalen – es ist wichtig, dass der Fußrücken ausreichend geschützt
  • Suchen Sie einen Schattenplatz auf, sobald Sie die ersten Zeichen eines Sonnenbrandes bemerken.
  • Auch unter bewölktem Himmel kann ein Sonnenbrand entstehen, auch Wolken bieten keinen vollständigen UV-Schutz.
  • Kinder sollten eine Sonnenbrille mit UV-Filter tragen.
  • Tragen Sie die Sonnencreme rechtzeitig auf und erneuern Sie den Schutz regelmäßig.
  • Wenn Sie die Sonnencreme mehrmals auftragen, erhöht sich deshalb nicht die Zeit, in der Ihr Kind geschützt ist.
  • Ziehen Sie wasserfeste und mineralische Sonnecremes vor.
  • Nach dem Sonnenbaden ist eine After-Sun Lotion empfehlenswert,
  • Gehen Sie mit gutem Beispiel voran! Wenn Sie selbst sich regelmäßig eincremen und zu bestimmten Zeiten die direkte Sonne meiden, steigen die Chancen, dass Ihre Kinder dem folgen.
  • Wählen Sie einen hohen Sonnenschutzfaktor. Je höher Sie sich im Gebirge bzw. je näher Sie sich am Äquator aufhalten, umso höher sollte der Lichtschutzfaktor sein.
  • Sorgen Sie dafür, dass Ihr Kind unter keinen Umständen einen Sonnenbrand erleidet!

 

© www.kinderarzt.at by Dr. Peter VoitlDr. Peter Voitl

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